Menschliche Schutzschilde

Diese Wortkombination sollte ein Kandidat für das Unwort des Jahres werden: Menschliche Schutzschilde.

Derjenige, der unschuldige Geiseln zerfetzt, wäscht sich die Hände in Unschuld, und schiebt die Schuld für die Toten zu 100 % auf die Geiselnehmer.

Was sollen denn die Kinder in Gaza zu diesem bekloppten Video sagen?

http://tapferimnirgendwo.com/2014/08/04/an-alle-kinder-in-gaza/

NIEMAND ist gezwungen, Raketen auf Unschuldige zu schießen. Wer das tut, hat die volle Verantwortung dafür zu tragen, und kann diese nicht abgeben und auch nicht Pilatus spielen.

Menschliche Schutzschilde. Trotz des Adjektivs – oder gerade deshalb – stellt diese Phrase eine Entmenschlichung der Opfer dar. Es sind keine Menschen mehr, sondern „Schutzschilde“. Schutzschilde darf, ja muss man ja zerstören.

Jeder, der die Raketen der Hamas so schrecklich findet wie ich, ist ein verlogener Heuchler, wenn er dieses Zerfetzen von Menschen und die Objektifizierung zu Schutzschilden noch verteidigt. Es ist keinen Deut besser.

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Ein Kommentar zu “Menschliche Schutzschilde

  1. Das ist genauso ein Unwort wie Kollateralschäden oder Menschenmaterial…

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