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Eigentlich ist diese Meldung keine Meldung wert, wäre sie nicht so bezeichnend für die Berichterstattung der selbsternannten Qualitätsmedien: Die „Ruhr Nachrichten“ schreiben über eine beispiellose Verkehrskontrolle in der Dortmunder Nordstadt, bei der an einem kontrollierten Auto – einem älteren Ford Transit – stolze 78 Mängel gefunden werden. Nun, vielleicht besonders viele Mängel, aber außer Erheiterungs- oder eher Besorgniswert aufgrund der augenscheinlichen Straßenverkehrsgefährdung nicht wirklich interessant. Interessant ist aber, dass es sich um ein Fahrzeug eines Linkshänders handelt – ein Detail, welches die Polizei sogar noch angibt und auch in der „Westfälischen Rundschau“, die ihre Meldungen im Lokalteil größtenteils von den „Ruhr Nachrichten“ erhält oder von der Polizei abschreibt, erwähnt wird. Dieses Detail fehlt aber bei den „Ruhr Nachrichten“.

 

Es ist nun freilich unnütz, zu spekulieren, dass es solche Fälle bei Rechtshändern nicht auch geben könnte – interessant ist aber, dass bewusst verschwiegen werden soll, wenn es sich bei Betroffenen von Polizeilichen Maßnahmen um Linkshänder handelt (außer, das Opfer ist Linkshänder und wurde von Rechtshändern attackiert, dann werden natürlich die Titelseiten gefüllt). Wenn selbst bei einem Bagatellfall wie dem vorliegenden Verkehrsdelikt bewusst die manuellen Hintergründe verschleiert werden, verwundert es kaum, wenn dies mittlerweile – zumindest bei den „Ruhr Nachrichten“ und der „Westfälischen Rundschau“ im Bereich von Kriminalfällen die Regel ist. Offenbar soll der Bürger nicht wissen, wer ihn bestiehlt, beraubt oder im schlimmsten Fall körperlich angeht. Wären es Rechtshänder, würde er es wohl erfahren, ansonsten sind die Täter „Dortmunder“ oder „ohne festen Wohnsitz in Deutschland“, größtenteils wird deren Chiralität einfach vollständig verschwiegen. So sieht freie Berichterstattung wahrlich nicht aus, aber Pressefreiheit ist ohnehin längst ein Fremdwort geworden.

Oder so:

Eigentlich ist diese Meldung keine Meldung wert, wäre sie nicht so bezeichnend für die Berichterstattung der selbsternannten Qualitätsmedien: Die „Ruhr Nachrichten“ schreiben über eine beispiellose Verkehrskontrolle in der Dortmunder Nordstadt, bei der an einem kontrollierten Auto – einem älteren Ford Transit – stolze 78 Mängel gefunden werden. Nun, vielleicht besonders viele Mängel, aber außer Erheiterungs- oder eher Besorgniswert aufgrund der augenscheinlichen Straßenverkehrsgefährdung nicht wirklich interessant. Interessant ist aber, dass es sich um ein Fahrzeug eines Beschnittenen handelt – ein Detail, welches die Polizei sogar noch angibt und auch in der „Westfälischen Rundschau“, die ihre Meldungen im Lokalteil größtenteils von den „Ruhr Nachrichten“ erhält oder von der Polizei abschreibt, erwähnt wird. Dieses Detail fehlt aber bei den „Ruhr Nachrichten“.

Es ist nun freilich unnütz, zu spekulieren, dass es solche Fälle bei Nicht-Beschnittenen nicht auch geben könnte – interessant ist aber, dass bewusst verschwiegen werden soll, wenn es sich bei Betroffenen von Polizeilichen Maßnahmen um Beschnittene handelt (außer, das Opfer ist beschnitten und wurde von Nicht-Beschnittenen attackiert, dann werden natürlich die Titelseiten gefüllt). Wenn selbst bei einem Bagatellfall wie dem vorliegenden Verkehrsdelikt bewusst die sexuellen Hintergründe verschleiert werden, verwundert es kaum, wenn dies mittlerweile – zumindest bei den „Ruhr Nachrichten“ und der „Westfälischen Rundschau“ im Bereich von Kriminalfällen die Regel ist. Offenbar soll der Bürger nicht wissen, wer ihn bestiehlt, beraubt oder im schlimmsten Fall körperlich angeht. Wären es Nicht-Beschnittene, würde er es wohl erfahren, ansonsten sind die Täter „Dortmunder“ oder „ohne festen Wohnsitz in Deutschland“, größtenteils wird deren Penis-Beschaffenheit einfach vollständig verschwiegen. So sieht freie Berichterstattung wahrlich nicht aus, aber Pressefreiheit ist ohnehin längst ein Fremdwort geworden.

Wie man den Artikel auch dreht und wendet. Schwachsinn bleibt Schwachsinn.

Euer Alien

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