Hartz IV: Nimmt das Jobcenter Peine den Tod eines „Kunden“ in kauf?

Behörden sollten ihre Türen mit der Aufschrift:

„Wir sind nicht zuständig!“

versehen.

Wenn es nicht so schlimm wäre, würde ich Asterix zitieren: „Ich hätte gern den Passierschein A39!“
Adieu Sozialstaat, ich hoffe, man sieht sich mal wieder.

mein name ist mensch

PRESSEERKLÄRUNG von Brigitte Vallenthin

Hartz IV: Nimmt das Jobcenter Peine auch den Tod eines „Kunden“ in kauf?

Wie die Hartz4-Plattform erfuhr, erhält die Behörde nach 9 Monate langer Leistungs-Verweigerung jetzt Rückendeckung von der 52. Kammer des Sozialgerichts Braunschweig für die Unterstellung, der Kläger sei nicht in der Wohnung wohnhaft, in der er seit Jahren lebt.

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Das Jobcenter Landkreis Peine scheint mutmaßlich an einem sogenannten Kunden auszuprobieren, wie lange ein Mensch in der Lage ist, ohne jeglichen Lebensunterhalt überleben zu können.

Vor 9 Monaten stelle die Behörde die Leistungen ein mit der Begründung, anonyme Anrufer hätten dem Jobcenter erklärt, der Hartz IV-Berechtigte wohne überhaupt nicht in seiner Wohnung. Mietvertrag, Meldebescheinigung und sogar eiderstattliche Erklärungen halfen nichts – das Amt blieb bei seiner Behauptung, der Antragsteller wohne in einem anderen Zuständigkeitsbereich – und deshalb sei man für Hartz IV-Leistungen nicht zuständig. Nach neunmonatigem Kampf durch unzählige Widerspruchs-, Sozialgerichts- und Landessozialgerichtsverfahren gibt…

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4 Kommentare zu “Hartz IV: Nimmt das Jobcenter Peine den Tod eines „Kunden“ in kauf?

  1. Wenn sich nicht bald etwas tut, dann können wir dem Sozialstaat wohl endgültig adieu sagen. Aber hierzulande scheinen sich nur sehr wenige Mitmenschen in der Pflicht zu sehen, gegen unsere Volks(ver)treter, unser zunehmend unmenschlicher werdendes System aufzustehen. Gebt den Leuten Kartoffelchips, Bier, Billigfressen, Fastfood, Fußball und entwürdigende Casting-Shows – dann halten sie die Fresse, und sind an Politik und am Weltgeschehen nicht mehr im Geringsten interessiert – eine leicht lenkbare Horde Dumpfbacken und Dünnbrettbohrer, die – wenn überhaupt noch! – nur mehr bis zu ihrem Tellerrand zu blicken gewillt sind…
    Heute mittag wurde ich von einem unserer Abteilungsleiter gefragt, wo ich mir denn das Championsleague-Finale am Samstag ‚reinziehen würde. Worauf ich entgegnete, daß mich Fußball langweilen würde, ich würde viel lieber an der Münchner Demonstration gegen Monsanto teilnehmen. Darauf der gute Mann mit großen, fragenden Augen: „Was ist denn Monsanto?“…

    • Alien sagt:

      Als ich vor kurzem „Die Tribute von Panem – Hunger Games“ gesehen habe, war ich ziemlich geschockt. Ich wusste zwar, dass es nur ein Film war, aber solche Zeiten mit Gladiatoren und Co. gab es wirklich.

      Brot und Spiele funktioniert leider immer noch – und auch wenn es bei uns quantitativ noch weniger schlimm ist, bleibt die Befürchtung, dass es jederzeit wieder in der totalen Katastrophe enden kann. Für manche – wie man sieht – ist diese Katastrophe schon Realität.

      Den ultra-extremen Fußball-Hype habe ich noch nie verstanden. Ich werde mir das Spiel nicht ansehen – wie immer.
      Ist die Demonstration in Deutschland nur in München? Ich finde keine Städteliste – es heißt nur in 330 Städten weltweit.

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