Studiengebühren ade! (2)

Die Studiengebühren müssen weg. Tragt euch ein, damit wir die Hürde von 10 % noch schaffen. Es fehlen noch viele Stimmen.

Studiengebühren dienen der Re-Etablierung und Zementierung einer Klassengesellschaft, in der scheinbar möglichst viele Menschen möglichst dumm gehalten werden sollen.

Argumente gegen Studiengebühren:

  • Hochschulabschlüsse sind für viele Berufe Voraussetzung. Die Berufswahlfreiheit gerät zur Farce, wenn sich nur Kinder reicher Eltern frei für einen Beruf entscheiden können. Auch andere Berufsausbildungen sollten kostenfrei möglich sein. Es ist zynisch, andere Ungerechtigkeiten (wie die teuren Kindergartenplätze oder unbezahlbare Ausbildungen) im Bildungssystem als Rechtfertigung für Studiengebühren zu benutzen.
  • In einer hochspezialisierten arbeitsteiligen Gesellschaft sind viele gut ausgebildete Spezialisten notwendig.
  • In einer gesunden Gesellschaft sind außerdem GEBILDETE MENSCHEN notwendig.
  • Arme potentielle Studenten werden vom Studium abgehalten. Dies ist sowohl ungerecht als auch wirtschaftlich dumm.

Also bitte: Eintragen bis SPÄTESTENS 30. Januar! (Zumindest wenn ihr in Bayern wohnt)

Euer Alien

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13 Kommentare zu “Studiengebühren ade! (2)

  1. alphachamber sagt:

    Jeder sieht eben nur seine eigenen Probleme und will vom Staat bedient werden – aber nicht bevormundet. Viele der groessten Zeitgenossen kamen aus armen Verhaeltnissen und mussten sich ihre Studium verdienen. Versuchen Sie es doch mal mit Nebenjobs anstelle von Subventionen. Sie wollen sozialistische Programme um sich am Kapitalismus beteiligen zu koennen – Eine absurde und unmoralische Idee. Ausserdem, wenn Sie es bis zum Abitur schafften sind Sie schon privilegiert.

    • Alien sagt:

      „Viele der groessten Zeitgenossen kamen aus armen Verhaeltnissen und mussten sich ihre Studium verdienen.“

      Die Aussage ist vielleicht nicht zynisch gemeint, aber sie ist es.
      Viele dieser „größten“ Zeitgenossen hatten unsagbar viel Glück, dass sie einen Lehrer hatten, der ihr Talent erkannt hat, und sie mit Hilfe des Dorfpfarrers auf ein Gymasium gekarrt hat. 1000 andere mit den gleichen Fähigkeiten hatten dieses Glück nicht.

      „Versuchen Sie es doch mal mit Nebenjobs anstelle von Subventionen.“

      ANSTELLE von Subventionen? Wenn die Studiengebühren die „Subventionen“ tatsächlich ersetzen würden, müssten die Unis zwischen 4.000 und 20.000 Euro pro Semester verlangen. Soviel kosten Studienplätze (je nach Fach) ungefähr. Das tun sie nicht. Wenn also eh schon fast 100 % der Staat finanziert, warum dann die Armen noch vom Studium abhalten? Glauben Sie wirklich, dass durch die aktuellen Studiengebühren auch nur ein Steuereuro weniger bezahlt werden muss, der auch von den nicht studierten Geringverdienern erwirtschaftet wird?

      Außerdem gibt es in einer Studentenstadt nicht genug Jobs für alle Studenten. Durch das neue Bachelor-Master-System bleibt dafür auch gar keine Zeit mehr, wenn man die Prüfungen am Ende jedes Semesters schaffen will.

      „Sie wollen sozialistische Programme um sich am Kapitalismus beteiligen zu koennen – Eine absurde und unmoralische Idee“

      Dieser Satz ist starker Tobak. Wir hatten also Jahrzehnte lang einen sozialistischen Musterstaat, weil wir keine Studiengebühren hatten? Ich lach mich tot.
      Was an Studiengebühren so moralisch sein soll, müssen Sie mir dringend erklären. Sie halten wohl NICHTS von Chancengleichheit?

      Was ist gerechter, als wenn jeder – unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern – ein Gymnasium und eine Universität besuchen kann? Wenn Studiengebühren das verhindern, sind diese unmoralisch, nicht umgekehrt.

  2. Ich werde mich ganz sicher noch vor Ende des Monats für das Volksbegehren eintragen! Versprochen!

  3. Frau Momo sagt:

    In Hamburg wurden die inzwischen abgeschafft, Niedersachsen wird folgen. Ich kann ja nicht mit abstimmen, würde es aber natürlich tun.
    Und dem 1. Kommentator möchte ich mal sagen, das es erstens bei den verschulten Studiengängen kaum noch möglich ist, sich sein Studium selber zu verdienen und vielleicht auch nicht jeder die Möglichkeit dazu hat. Bildung sollte für alle zugänglich sein, das hat mit Sozialismus nix zu tun. Man sollte Begriffe nur verwenden, wenn man sie auch versteht.

    • Alien sagt:

      „Ich kann ja nicht mit abstimmen, würde es aber natürlich tun.“

      Guter Hinweis, sollte ich vielleicht im Artikel ändern.

      Ja ich finde auch nicht, dass der kostenlose Zugang zu Bildung sonderlich viel mit Sozialismus zu tun hat.

  4. Rowen sagt:

    Seit der kürzlichen Änderung von Schwarz/Gelb auf Rot/Grün habe ich sogar mal den Mut, von einer Abschaffung der Studiengebühren hier in Niedersachsen zu träumen … aber wie das so mit Politik ist, will man erst alles „prüfen“.
    Mit Nebenjobs das Studium zu finanzieren funktioniert in manchen Fachbereichen, in meinem definitiv nicht. Soll mir mal jemand ernsthaft sagen, wie ich eine Arbeit finden soll, wenn ich von 6:30 Uhr bis 21:20 Uhr in der Uni bin.
    Ich drücke euch die Daumen, ehrlich, weiß selbst nie so ganz wie ich es schaffe das nötige Geld aufzutreiben.

    • Alien sagt:

      Ich bin mir ziemlich sicher, dass die „Prüfung“ pro Abschaffen ausgeht.

      Ich drück dir die Daumen und hoffe, dass die Bayern noch vom Sessel hochkommen und sich eintragen.

  5. jonas sagt:

    Gratuliere!

  6. Zar Putin sagt:

    Ich habe meine (Handwerks) Meisterausbildung selbst bezahlt. Ich wollte nie studieren. Warum muss ich aber durch meine Steuergelder andere Berufsfelder mitbezahlen??

    • Alien sagt:

      Nach dem Erfolg des Volksbegehren kommt bald die Abschaffung der Meistergebühren (Seehofer hat es sogar schon angekündigt, auch wenn solche Ankündigungen mit Vorsicht zu genießen sind). Oder sind Sie auch für die Beibehaltung der Meistergebühren?

  7. Zar Putin sagt:

    Das mit der kostenlosen Meisterausbildung lese ich zum ersten Mal; scheint wirklich angekommen sein, dass man der beruflichen Bildung auch ihren Stellenwert einräumt; gut so.
    Entweder zahlen alle oder keiner.

    Der tiefere Sinn einer Ausbildungsförderung ist m. e. dieser, dass die Allgemeinheit einigen Begabten und Motivierten deren teure Bildung ermöglicht, wenn Aussicht besteht, dass deren Tätigkeit dann der Gesellschaft (welche ja zuvor „investierte“) zum Vorteil gereicht.

    Daher das hohe Ansehen der „MINT“-Fächer.

    Kann man ja einsehen. Nur was man derzeit alles „subventioniert“ lernen (studieren) kann…

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