Weltsozialamt (2)

Die Idee wird endlich umgesetzt:

https://www.change.org/de/Petitionen/gr%C3%BCndung-einer-internationalen-sozialhilfe

Jeder, der sich für ein menschenwürdiges Existenzminimum für jeden Menschen, wo auch immer dieser geboren sein mag, einsetzen möchte, möge bitte unterschreiben.

Mit jeder Unterschrift geht eine E-Mail an Angela Merkel, Joachim Gauck und Barack Obama.

Sollte noch jemand zusätzliche E-Mail-Adressen von anderen wichtigen Leuten (Staats- und Regierungschefs, etc.) kennen, her damit!

Liebe Grüße

Euer Alien

Achtung Statistik (1)

Statistiken sind eine heimtückische Sache. Man kann mit ihnen einen Sachverhalt „beweisen“, leider aber das genaue Gegenteil ebenfalls, teilweise mit der selben Statistik. Also Vorsicht! In loser Folge werde ich deshalb interessante Tricks und Paradoxien vorstellen, die zeigen, wie gefährlich es sein kann, mit Statistiken zu argumentieren.

Heute geht es um ein Paradoxon, dass ein Mathematiker namens Simpson entdeckt hat. Das nach ihm benannte Simpson-Paradoxon lässt sich an vielen Beispielen demonstrieren. Fangen wir direkt mit dem schlimmsten an:

Stellt euch vor, ihr wärt Gesundheitsminister eines Staates, in dem sich seit Kurzem eine Krankheit verbreitet, die oft tödlich endet. Ihr werdet aufgefordert, ein Medikament zuzulassen, oder eben die Zulassung zu verweigern. Glücklicherweise hat der Nachbarstaat schon viel Erfahrung mit dem Wirkstoff sammeln können. Die Vertreter der Pharma-Industrie, die sich von dem massenhaften Verkauf der Arznei viel Geld erwarten, präsentieren euch folgende wahre Statistik:

12 Millionen Menschen mit der Erkrankung wurden erfasst. Von 6 Millionen Menschen, die das Medikament eingenommen haben starben 2 Millionen. Von 6 Millionen Menschen, die das Medikament nicht eingenommen haben starben hingegen 4 Millionen.

Wie würdet ihr entscheiden?

Angesichts der Vielzahl an mehr geretteten Personen, würden wir wohl alle zum Schluss neigen: Ja, lasst das Medikament zu.

Ein Kritiker der Pharma-Industrie meldet sich nun zu Wort. Er präsentiert Ihnen folgende wahre Statistik, die sich zu hundert Prozent mit denen der Pharma-Industrie deckt:

Die obigen 12 Millionen waren unterteilt in Männer und Frauen. Es gab 6 Millionen Männer und 6 Millionen Frauen.

  • Von den Frauen nahmen 1 Million das Medikament. Diese 1 Million sind alle verstorben. Von den 5 Millionen Frauen, die kein Medikament genommen haben, sind 4 Millionen verstorben.
  • Bei den Männern nahmen 5 Million das Medikament. 1 Million davon sind verstorben. Von den 1 Million Männern, die das Medikament nicht genommen haben, ist keiner gestorben.

Rechnen wir zusammen bedeutet das: Bei den Frauen sind 100 % der Medikamenten-Einnehmer verstorben, aber nur 80 % derer, die das Medikament verweigert haben. Bei den Männern sind 20 % der Medikamenten-Einnehmer verstorben, und 0 % bei den Medikamenten-Verweigerern.

Sowohl für Männer, als auch für Frauen, ist es also nach dieser Statistik besser, das Medikament NICHT zu nehmen. Obwohl die Zahlen der Pharma-Firma stimmen:

Von 6 Milllionen Medikamenten-Nehmern (5 Million Männer und 1 Million Frauen) sind 2 Millionen gestorben (1 Million Männer und 1 Million Frauen), während von den 6 Millionen Medikamenten-Verweigerern (1 Million Männer und 5 Millionen Frauen) 4 Millionen gestorben sind (0 Männer und 4 Millionen Frauen).

Wer hat also Recht?

Weniger tödlich ist ein Beispiel, dass Simpson an einer Universität entdeckt hat, in der weniger Frauen als Männer angenommen wurden, und man von einer Diskriminierung ausging. Als Simpson alle Fachbereiche getrennt betrachtet hatte, stellte er fest, dass in allen Fachbereichen ein höherer Prozentsatz an Frauen angenommen wurde. Wurden also in Wahrheit die Männer diskriminiert?

Verwirrte Grüße

Euer Alien

Süddeutsche Kriegspropaganda

Nach diesem Artikel bereue ich nicht, mein SZ-Abo gekündigt zu haben.

Der Vorwurf „einseitiger Journalismus“ wäre hier noch stark untertrieben. Das ist Kriegspropaganda vom Feinsten:

Grausam war das Vorgehen der Islamisten im Norden Malis. Menschen seien die Hände abgehackt worden, wenn sie des Diebstahls nur verdächtigt wurden. Wer Musik hörte oder beim Rauchen erwischt wurde, musste mit Prügel rechnen. So beschreibt der Student Amadou Alassane Mega das Leben in der Wüstenstadt Timbuktu, das lange Zeit den Alltag unter dem Regime der Islamisten prägte.

Nun jedoch gibt es Hoffnung unter den Einwohnern, von denen viele mittlerweile aus der Stadt geflohen sind. Die Nachricht von vorrückenden französischen Truppen, einen Tag nach der Eroberung der Islamistenhochburg Gao, erreicht die Menschen in Mali. „Wir haben das Gefühl, dass wir bald befreit werden“, sagte der 67-jährige Sidi Touré.

Es wird nicht mal der Versuch gemacht, seriös über alle beteiligten Seiten des Konflikts zu berichten. Stattdessen wird über die teuflischen vom Islamismus-Virus infizierten Zombies berichtet, die von den tapferen französischen Soldaten niedergestreckt werden, um die Bevölkerung vor den gehirnfressenden Monstern zu retten. Was für ein Hollywood-Streifen!

In den Kommentaren zum Artikel wird schön weiter die Kriegstrommel gerührt:

Eine Schande ist es, wenn die Antiimperialisten, Antikapitalisten und Antifanten hier und in anderen Foren die Franzosen verdächtigen, es ausschließlich auf die Uranvorkommen abgesehen zu haben. Was für eine ideologische Verblendung! Die Menschen, die unter den Steinzeitislamisten zu leiden hatten, sind denen wohl völlig wurscht.

Diesem Kommentator wollte ich folgendes antworten, was komischerweise nicht freigeschaltet wurde:

Und ihnen sind wohl all die Menschen „wurscht“, die von den französischen Bomben zerfetzt werden.

Im Grunde sind die Militaristen argumentativ im Vorteil. Sie haben die einfacheren, leicht eingängigeren Argumente, die jeder Depp versteht. Antimilitaristen müssen viel weiter ausholen, um klar zu machen, wie falsch es ist, Bomben und Raketen vom Himmel zu werfen.

Die Medien und Frankreich behaupten doch, sie würden mit ihrem Bombardement Menschen und Menschenrechte schützen. Nur vergessen oder ignorieren diese Propagandisten, dass das mit diesen militärischen Mitteln überhaupt nicht möglich ist:

Ein Rechtsstaat, der diesen Namen verdient, stellt Menschen vor Gericht, wenn sie eines Verbrechens beschuldigt werden. Ein Rechtsstaat wirft keine Bomben auf dutzende oder hunderte von Menschen, weil sie vermutlich auf irgend eine Art und Weise „böse“ sind – also zum „Feind“ gehören. Das verstößt gegen grundlegendste Menschenrechte. Dieses Vorgehen ist demnach moralisch nicht höherwertiger, als das bösartig, verachtenswerte, bestialische Handabhacken, Steinigen und ähnliche Abartigkeiten mancher dortiger Islamisten.

Kann denn der französische Präsident von jedem einzelnen seiner Todesopfer mit 100 prozentiger gerichtsfester Sicherheit sagen, dass sie ALLE nach malischem Recht die Todesstrafe verdient hätten? Kann er nicht (ganz davon abgesehen, dass Todesstrafe immer illegitim ist).

Selbst wenn: Die Zivilisten, die bei dem Bombardement gestorben sind haben den Tod noch nicht mal nach Kriegs-„Recht“ verdient. Dennoch wird deren Tod als notwendiger „Kollateralschaden“ in Kauf genommen:

Bei den Kämpfen waren allein am Samstag mindestens elf Zivilisten getötet worden. Darunter seien auch drei Kinder gewesen, die sich bei einem Luftangriff in einen Fluss stürzten und ertranken, sagte der Bürgermeister der umkämpften Stadt Konna im Zentrum des Landes.

Scheinheilige „Helfer“

Das Verhalten der EU ist auch im größeren Rahmen unfassbar menschenverachtend. „Wir Europäer“ „helfen“ den Menschen in Mali. Wie helfen „wir“? Indem „wir“ Bomben werfen. Die Flüchtlinge wollen „wir“ aber nicht haben. Die töten „wir“ an der EU-Grenze auf zahlreiche bestialische Arten. „Wir“ lassen sie ertrinken, „wir“ machen die Grenzen so dicht, dass sie noch nicht mal ihr Recht auf Asyl prüfen lassen können, wozu sie EIGENTLICH das Recht haben und schicken sie so entweder zurück in den Tod oder in halsbrecherische Fluchtversuche. Die EU bricht ihr eigenes Recht und „spielt“ Krieg. Der perfekte Kandidat für einen Friedensnobelpreis eben.

Wenn wir wirklich helfen wollten, und nicht nur unsere neuesten Waffen testen würden, bräuchte die EU nur den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für alle öffnen bei gleichzeitiger Einführung eines Mindestlohns, um Lohn-Dumping verhindern. Dann würden Flüchtlinge nicht zurück in den Tod geschickt, sondern könnten sich ein Leben aufbauen, Geld verdienen, sich bilden etc. Dies würde der Heimat, aus der sie kommen bestens helfen. Einerseits wird nämlich sehr viel Geld von Migranten in die Heimat transferiert. Andererseits gehen einige auch eines Tages zurück. Da hilft dann unter anderem die gute Ausbildung, die dortigen Verhältnisse zu verbessern und/oder zu stabilisieren.

Diese Methode würde außerdem fanatische radikale religiöse Terroristen den Nährboden entziehen, was diese langfristig schwächt – 100 mal mehr als Drohnen-Mord-Aktionen.

Rechtsstaatlichkeit ist kein Luxus-Gut, dass wir nur in guten Zeiten pflegen sollten. Gerade in schwierigen Zeiten ist es DAS Mittel um ein Abgleiten in ein sehr finsteres Mittelalter zu verhindern.

Pazifistische Grüße

Euer Alien

Studiengebühren ade! (2)

Die Studiengebühren müssen weg. Tragt euch ein, damit wir die Hürde von 10 % noch schaffen. Es fehlen noch viele Stimmen.

Studiengebühren dienen der Re-Etablierung und Zementierung einer Klassengesellschaft, in der scheinbar möglichst viele Menschen möglichst dumm gehalten werden sollen.

Argumente gegen Studiengebühren:

  • Hochschulabschlüsse sind für viele Berufe Voraussetzung. Die Berufswahlfreiheit gerät zur Farce, wenn sich nur Kinder reicher Eltern frei für einen Beruf entscheiden können. Auch andere Berufsausbildungen sollten kostenfrei möglich sein. Es ist zynisch, andere Ungerechtigkeiten (wie die teuren Kindergartenplätze oder unbezahlbare Ausbildungen) im Bildungssystem als Rechtfertigung für Studiengebühren zu benutzen.
  • In einer hochspezialisierten arbeitsteiligen Gesellschaft sind viele gut ausgebildete Spezialisten notwendig.
  • In einer gesunden Gesellschaft sind außerdem GEBILDETE MENSCHEN notwendig.
  • Arme potentielle Studenten werden vom Studium abgehalten. Dies ist sowohl ungerecht als auch wirtschaftlich dumm.

Also bitte: Eintragen bis SPÄTESTENS 30. Januar! (Zumindest wenn ihr in Bayern wohnt)

Euer Alien

Mein Vorsatz für das neue Jahr

Ich werde nie wieder „Land A tut dies“, „Land B tut jenes“ schreiben. Es ist eine Unsitte, der ich auch hin und wieder verfallen bin, einen Staat als Akteur zu beschreiben, wenn man eigentlich dessen Regierung meint, und von dieser meist nur einen Teil. Deutschland besteht aus über 80 Millionen Individuen. Alle anderen Länder haben auf ihren Territorien ebenfalls unzählige VERSCHIEDENE Individuen. Ich werde mich nach Möglichkeit auch von idiotischen Mehrheitsaussagen verabschieden. Die spielen meistens nämlich keine Rolle.

Durch Verwendung dieser Art von Aussagen, driften Diskussionen nämlich sehr schnell in klischeehafte gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ab. Interessanterweise sind gerade Blogs, die sich gegen die Diskriminierung und Verfolgung einer Minderheit einsetzen schnell bereit gegen eine andere Minderheit zu hetzen. Hier zum Beispiel schert der Autor alle Muslime über einen Kamm. Dieser Autor scheut sich sonst nicht, allen möglichen Menschen des öffentlichen Lebens Antisemitismus zu unterstellen (zum Teil berechtigt) – hat selbst mit seiner Islamhasser-Haltung aber kein Problem. In den zustimmenden Kommentaren, bzw. in den Antworten auf meinen Kommentaren, werden schnell auch mal „die Türken“ als generell vergewaltigungsfreudiger dargestellt, und dies quasi als kulturelle Besonderheit gedeutet.

Diesem höchst menschlichen Trieb, alles mit allem in Verbindung zu setzen – so wenig Sinn es auch macht – gilt es zu reflektieren, und damit dessen schädliche Auswirkungen zu verringern.

Euer Alien

Weltuntergangsstimmung…

… bei den Veranstaltern der Weltuntergangspartys am 21.12.2012. Bei allen bis auf einen. Ein Hofer Gastronom hat sich beim Münchner Patentamt den Namen „Weltuntergang“ für seine Party schützen lassen. Jetzt verklagt er sämtliche Konkurrenten, die sich dazu erdreistet haben, seinen wahnsinnig originellen Namen für eine Party zu verwenden.

Jetzt stehe ich vor der schwierigen Entscheidung, wen ich mehr verachten soll. Den Gastronom, oder das Patentamt, dass so einen Bullshit schützt. Die Gerichte sind vermutlich machtlos, weil die Gesetze wohl keinen Raum mehr für gesunden Menschenverstand lassen.

Einen kleinen Tipp, für alle die schnell durch Lizenzklagen Geld verdienen wollen: Lasst euch folgende Begriffe schützen:

  • Silvesterparty
  • Weihnachtsfest (damit kann man sogar Kirchen verklagen)
  • Neujahrsfete
  • Valentinstagsparty
  • Osterparty

Ich erbitte eine 20 %-ige Provision, falls jemand damit durchkommt.

Euer Alien