INNENminister

Deutsche Innenminister wissen, wie es in der Welt zugeht. Sie wissen, wie schön es in Serbien und Mazedonien ist, und wollen deshalb alle, die von dort kommen, dort hin zurückekeln, aus reiner Nächstenliebe natürlich.

Herr Friedrich, Herr Herrmann und Kollegen, ich lade sie herzlich ein, doch einmal selbst zu erleben, wie es dort ist. Genießen sie einen rustikalen Aufenthalt ohne lästiges Trinkwasser und stinkende Kanalisation. Freuen Sie sich auf die Einschulung Ihrer Kinder in die Sonderschule und erquicken Sie sich an den freundlichen Kommentaren Ihrer Mitmenschen. Wenn Sie der vielen netten Anfeindungen überdrüssig sind können Sie sich zum Beispiel nach Deutschland reisen und sich dort von Politikern anfeinden lassen. Die geben Ihnen die volle Ladung. Vom kriminellen Asylmissbraucher bis zum Sozialschmarotzer ist alles dabei.

Wenn Sie dann nach einem Kurzaufenthalt in deutschen Ställen (auch Lager genannt) wieder in ihre naturbelassene Heimat zurückgeflogen werden, haben Sie vielleicht verstanden, dass nur ein bornierter Affenarsch aus wahlkampf-taktischen Gründen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit schürt und somit ein zweites Rostock-Lichtenhagen mindestens billigend in Kauf nimmt.

Denken Sie mal darüber nach!

Ihr Alien

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10 Kommentare zu “INNENminister

  1. Ich bin ehrlich gesagt ein wenig überrascht, einen solch‘ polemischen Artikel ausgerechnet hier zu finden.

    Nicht, weil ich ein Problem damit hätte die deutsche Politdarsteller-Laienspielgruppe von Links (gibt’s überhaupt noch Linke?) bis Rechts mit Spott und Häme zu überziehen, sondern mich wundert die unreflektierte Haltung zum Zigeuner-Problem, die der Verfasser an den Tag legt. Für ein „Bravo…!“, wie meine Vorredner(in) sich hinreißen ließ, fehlt mir die nötige Überzeugung. Und den Bogen nach Rostock-Lichtenhagen zu ziehen, klingt für mich nach üblichen, verdächtigen Nazi-Schublade.

    Und bevor das Genörgel wegen dem Wort: Zigeuner losgeht – „fahrende, ethnische Minderheit“ ist mir einfach zu umständlich – denn „Sinti und Roma“ ist eine völlig unzureichende Bezeichnung, da hiermit nur 2 von ca. 50 verschiedenen Stämmen bezeichnet werden. Doch genug davon.

    Das Problem mit diesen Leuten besteht darin, dass seit Jahrhunderten!!! alle Versuche Fehlgeschlagen sind, diese in Leute in die politisch-sozialen Strukturen europäischer Nationalstaaten einzubinden. Die nomadische Lebensweise dieser Personen passt nun einmal nicht in eine sesshafte Volksgemeinschaft, wie sie seit einigen tausend Jahren in Europa praktiziert wird.

    Dabei geht es rein gar nicht darum, dass irgendwer ein Problem damit hätte, dass diese Herrschaften gerne mal verreisen – es geht (ging immer!) nur darum, wie diese ihre Reisekasse füllen. Deren Methoden zur Geldbeschaffung sind faktisch immer kriminell. Von vergleichsweise Harmlosigkeiten wie Zaubern, Wunderheilen, Wahrsagen und (nennen wir es einfach mal: „Straßenkunst“) bis hin zu schweren und schwersten Gewaltverbrechen. Ehrliche, harte Arbeit auf dem Feld oder in der Fabrik ist diesen Personen nicht angenehm.

    Die Zustände, welche in diesem Artikel beschrieben werden sind sicherlich unschön. Keiner, der hier Anwesenden würde gern tauschen wollen – nehme ich an. Aber von einem bitterarmen Land wie Mazedonien zu verlangen, es müsse auf jeder x-beliebigen Dorfwiese, die von irgendwelchen Zigeunern gerade nach Lust und Laune „bewohnt“ wird, teilurbane Infrastrukturen schaffen, ist derart lächerlich, dass es nur in der BRiD funktionieren kann.

    Und so muss ich schweren Herzens sagen, dass ich ausnahmsweise Mal kein Problem mit den harschen Worten dieser Politbazille habe. Ich möchte diese „Fachkräfte“ – auch nicht um der Vergreisung unserer Gesellschaft vorzubeugen! – im Lande haben. Und das hat nichts – aber auch rein gar nichts mit Rassismus zu tun, sondern nur mit gesundem Menschenverstand.

    Ich kann dem Verfasser nur empfehlen, sich mal das Vergnügen zu gönnen, einen der in der BRiD zahlreich vorhandenen Lagerplätze dieser kulturell einzigartigen Volksgruppe persönlich in Augenschein zu nehmen. Ich könnte darauf wetten, dass dieser Artikel anschließend einige Korrekturen oder Anhänge erfahren würde.

    • Alien sagt:

      „Und den Bogen nach Rostock-Lichtenhagen zu ziehen, klingt für mich nach üblichen, verdächtigen Nazi-Schublade.“

      Der Bogen nach Rostock-Lichtenhagen ist recht eindeutig. Damals wurde auch von Politikern Stimmung gegen die „Asylantenschwemme“ gemacht. Dies hat zu einer Progromstimmung geführt, die wir im Nachkriegsdeutschland nicht mehr für möglich hielten. Es ist also ein gefährliches Spiel mit dem Feuer gewissen Menschengruppen pauschal Asylmissbrauch und kriminelle Energie zuzuschreiben.

      Zu den „Zigeunern“: Wie viele kennst du denn persönlich? Wie viele Studien kennst du, die belegen, dass die Ursachen für die Ausgrenzung hauptsächlich innerhalb dieser Gruppe zu finden sind?

      Wie viele du persönlich kennst, ist zwar relativ irrelevant, da es nicht möglich ist, von ein paar Bekannten auf „Charaktereigenschaften“ einer ganzen Ethnie zu schließen. Aber es hilft manchmal Vorurteile abzubauen.
      Zu den Studien: Nach meiner Information sind „Zigeuner“ längst keine Nomaden mehr, sondern in überwiegender Zahl sesshaft. Ansonsten kenne ich keine ernstzunehmenden Studien, die den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang der Diskriminierung erklären konnten. Ich wäre dankbar für Material. Bis ich es aber nicht besser weiß, weigere ich mich, den Diskriminierungsopfern die Schuld zuzuschieben.

      • „…von ein paar Bekannten auf “Charaktereigenschaften” einer ganzen Ethnie zu schließen.“

        Genau da setzt das Problem ja an. Es handelt sich hier in keinerweise um eine geschlossene, (einheitliche) Ethnie. Deswegen verwende ich ich auch nicht die Neusprech-Formulierung: „Sinti und Roma“, sondern „Zigeuner“. Es gibt zwischen einzelnen Stämmen (geschätzte 50 an der Zahl) tatsächlich extrem unterschiedliche Ansichten über Sozialverhalten. Wobei die Stämme der Sinti und der Roma in der Tat eher im europäischen Sinne als zivilisiert gelten (inklusive Seßhaftigkeit und bezahlter Lohnarbeit) im Gegensatz zu vielen anderen Zigeunerstämmen.

        Das Netz nach Links zu durchsuchen und „sichere Quellen“ (was auch immer man darunter verstehen will) zu belegen, ist eine unlösbare Aufgabe im staatseigenen Volkspropagandaweltnetz der Deutschen Demokratischen Bundesrepublik in Deutschland. Ich bekomme praktisch bei jeder Suchanfrage die Meldung: „Google hat aus Rechtsgründen…“ usw.

        Ich kann und will nicht die Aufgabe übernehmen, auf diesem eher „kleinen“ Blog umfassende Aufklärungsarbeit zu leisten. Ich vertraue auf den Scharfsinn und die natürliche Neugier der hier angemeldeten Nutzer, gewisse Behauptungen meinerseits zu überprüfen – auf Schranken zu stoßen – diese zu überwinden – und eine eigene (womöglich neue) Sichtweise zu entwickeln.

        Meine einzige, belegbare und sehr subjektive! Quelle ist die Zahl der Jahre, die ich bereits auf diesem Planeten verweile.

        Da ich nicht wünsche als natürliche Person erkannt zu werden, kann ich gewisse Angaben nur stichpunktartig machen. Ich habe im Jahr 1972 eine Klassenfahrt mit meiner damaligen Lehrlingsklasse in die Tschechoslowakai unternommen. Nach Bratislawa, beziehungsweise in das dörfliche Umland der slowakischen Hauptstadt. (Wer gut in Mathe ist, kann jetzt gewisse Rückschlüsse auf mein tatsächliches Alter ziehen!)

        Wir (Lehrlinge) hatten dort eine sehr schöne Zeit mit unseren „sozialistischen“ Brüdern und Schwestern. Sowohl Tschechen, als auch Slowaken unterschieden sich sozial-kulturell von uns „Deutschen“ praktisch überhaupt nicht. Sogar deren Essen schmeckte uns ganz gut. Wie bei Jugendlichen nun mal üblich, überwog Neugier und Interesse. Wir spielten zusammen Fußball, grillten zusammen, tanzten zu Pink Floyd, Neil Young und T Rex und brachten uns gegenseitig einzelne Worte der Sprache bei. Wir Deutsche flirteten mit den hübschen Tschechinnen und die Tschechen-Jungs buhlten um „unsere“ deutschen Mädels. Es gab Kloppereien, es gab Liebesdramen, es gab Versöhnungen und alles das, was eben so passiert, wenn man eine Gruppe von Halbstarken aufeinander losläßt.

        Es waren wunderschöne 2 Wochen (ich besitze heute noch mein rotes Halstuch mit 53 Unterschriften von deutschen und tschechoslowakischen Teilnehmern des Ferienlagers). Ich kann ehrlichen Herzens versichern und beschwören, dass ich keinerlei geerbte oder anerzogene Abneigung gegen „Ausländer“ oder „Fremde“ habe – in meinem späteren Leben hatte ich noch oft genug „Fremdkontakt“ um diese Regung klar von dumpfem Rassismus unterscheiden zu können.

        Ich erinner‘ mich noch gut an die dritte Woche Ferienlager. Die Letzte. Da hieß es plötzlich, dass wir neue Gäste bekommen würden. (Wer jemals in einer Schul-Klasse gewesen ist, kennt das undefinierbare Gefühl der Ablehnung gegenüber „Neuen“ in der Schule.)

        Als meine Kinder noch zur Schule gegangen sind, habe ich immer versucht vorzubeugen, indem ich versuchte klarzumachen, dass diese „neuen“ Kinder ebenso Angst haben sich einzugliedern, wie meine Kinder Angst hatten „Neuen“ gegenüber freundlich zu sein.

        Doch was uns Lehrlingen in der Tschechoslowakai damals passierte, kann man aus heutigen Maßstäben irgendwie nicht mehr vergleichen.

        Wir bekamen also Besuch aus Rumänien. Wir. Also die (inzwischen gut und fest zusammengewachsene Gruppe aus Tschechen und Deutschen). Uns beunruhigte nicht der Besuch – sondern das Verhalten unserer Betreuer. Man warnte uns (Tschechen und Deutsche gleichermaßen) vor den Rumänen. Wir sollten möglichst Abstand halten und nicht anfangen zu streiten. Was heute den Kindern/Jugendlichen leider völlig entzogen wurde, ist die Freiheit der Meinung.

        Als in der letzten Ferienwoche plötzlich massive Diebstähle und VERGEWALTIGUNGEN! auftraten, bildete sich ein Komitee von Jugendlichen Deutschen und Tschechen, die in Form von 2 gewählten Sprechern ihre Vertreter auswählten um mit der Lagerleitung Kontakt aufzunehmen. Ich (der Verfasser) war der deutschsprachige, gewählte Obmann im Namen der deutschen Jugendlichen der zusammen mit dem tschechischen gewählten Obmannn (dessen Namen mir nach über 40 Jahren entfallen ist) zur Lagerleitung ging, um die Mißstände einer (evtl polizeilichen) Prüfung zu unterziehen.

        Das Ergebnis dieser Besprechung war sowas von seltsam, dass wir Jugendlichen nicht die Worte fanden, es „unserem Wahlvolk“ zu erklären. Mangels Rethorik.

        Man erklärte uns so haarfein den Unterschied zwischen Rumänen und deren „ethnische Minderheiten“ über Stunden, dass wir zwangsläufig darüber einschlafen mussten. Fazit jedenfalls war, dass nicht das „sozialistische Brudervolk“ der Rumänen diese (nennen wir es ruhig Verbrechen, wenn es sich um Vergewaltigung handelt) begangen hat, sondern diese kleine Minderheit der dort lebenden „Zigeuner“. Genau eben „solche“ Zigeuner, wie wir Jugendlichen sie erleben durften. Von diesem Moment an, begriff ich überhaupt erst, dass selbst ein (aus heutiger Sicht diktatorisches) System gewisse Probleme mit „fahrenden ethnischen Minderheiten“ hatte.
        (…ach und Übrigens: Nein! Eine „Strafverfolgung“ im klassischen Sinne fand trotz Raub und Vergewaltigung durch die Zigeuner nicht statt.)

        FAZIT:
        ICH! kann ihnen Lesern und Autoren dieses Blogs rein gar Nichts beweisen. (Ausser meinen selbsterlebten Augenzeugenberichten, die natürlich auch nur rein erfunden sein könnten vom Meinungs-Forschungs-BlaBlaBla)

        ICH! werde (spätestens Jetzt) sowieso in die Nazi-Ecke geschoben, weil der wissenschaftliche Kontext keine Deckung mit dem Deutschen Demokratischen Bundeseinheitsgesetz aufweisen kann.

        Und ich will diese Haderlumpen nicht auf dem Grund und Boden meiner Väter rumkriechen sehen.

        Und nun:

        Feuer frei! (auf mich Nazi!)

        • Alien sagt:

          „Feuer frei! (auf mich Nazi!)“

          Völlig unnötig, du hast schließlich nur interessante Erlebnisberichte geliefert.

          Es bezweifelt doch niemand, dass es in jeder größeren Menschengruppe Kriminelle und Schwerverbrecher gibt.

          Im ersten Kommentar schreibst du aber:

          „sondern mich wundert die unreflektierte Haltung zum Zigeuner-Problem, die der Verfasser an den Tag legt“

          und ich muss mich dann eben schon fragen, gibt es überhaupt ein „Zigeunerproblem“, dass über (leider normale) Einzelfallberichte hinausgeht. Wenn ja, woran liegt das?

          Wenn ich dich richtig verstehe, meinst du ja, dass viele Sinti und Roma ganz normale Europäer sind, während die „Zigeuner“ aus Mazedonien und Serbien solche Menschen seien, wie du sie aus dem Ferienlager kennst, und bei denen würden Diebstähle und Vergewaltigungen zum Kulturgut gehören.

          Ich bezweifle das so lange ich was anderes weiß. Recherchen gestalten sich schwierig, da wenig wissenschaftliches Material zur Verfügung steht, und man Einzelfälle nicht einfach verallgemeinern kann. Das heißt, selbst wenn ich zehn You-Tube-Videos sehe, wie sich Menschen unhygienisch, asozial und kriminell verhalten, kann ich weder deren Echtheit noch deren Repräsentativität prüfen. Ohne wissenschaftliche Studien, oder wenigstens Polizeistatistiken kann ich mir keine fundierte Meinung bilden.

          So lange gilt für mich die Unschuldsvermutung.

          Außerdem, waren eigentlich alle Rumänen in dem Ferienlager so, oder waren das auch Individuen? Selbst wenn also eine Gruppe von Menschen mehrheitlich verbrecherisch wäre, hätte jeder von Ihnen eine Einzelbeurteilung verdient.

          Zusammengefasst stört mich an deinen Kommentaren nicht, dass du schlechte Erfahrungen mit „Zigeunergruppen“ gemacht hast, sondern dass du unbelegt behauptest, dies gelte für nahezu alle aus diesen Gruppen. Beim Asylrecht findet eine Einzelprüfung statt und keine „Aha-Zigeuner-du-kriegst-hier-kein-Asyl“-„Prüfung“.

          Halte mich für naiv, aber ich finde rechtsstaatliche Prinzipien einfach sehr schützenswert gegen pragmatischen Opportunismus.

        • Alien sagt:

          Nachtrag:

          Genau da setzt das Problem ja an. Es handelt sich hier in keinerweise um eine geschlossene, (einheitliche) Ethnie. Deswegen verwende ich ich auch nicht die Neusprech-Formulierung: “Sinti und Roma”, sondern “Zigeuner”. Es gibt zwischen einzelnen Stämmen (geschätzte 50 an der Zahl) tatsächlich extrem unterschiedliche Ansichten über Sozialverhalten. Wobei die Stämme der Sinti und der Roma in der Tat eher im europäischen Sinne als zivilisiert gelten (inklusive Seßhaftigkeit und bezahlter Lohnarbeit) im Gegensatz zu vielen anderen Zigeunerstämmen.

          Du widersprichst dir ein wenig. Einerseits gibst du zu, dass du nicht auf alle „Zigeuner“ verallgemeinern kannst, andererseits verallgemeinerst du auf alle anderen Stämme außer den Roma und den Sinti (wie heißen eigentlich die 48 anderen?).

  2. „Zusammengefasst stört mich an deinen Kommentaren nicht, dass du schlechte Erfahrungen mit “Zigeunergruppen” gemacht hast, sondern dass du unbelegt behauptest, dies gelte für nahezu alle aus diesen Gruppen.“

    Ich bin mir im Klaren darüber, dass vieles nicht mühelos belegbar ist. Das liegt wohl überwiegend daran, dass bestimmte Statistiken nicht geführt werden. Eine Kriminalstatistik, die Vergehen und Verbrechen nach ethnischer Abstammung aufschlüsselt, gibt es in der BRiD nicht. Ist auch nicht gewünscht. Weil hier sofort ein massives Problem zu Tage treten würde, das unsere herrschende Klasse für unerwünscht hält.

    Ich kann an dieser Stelle empfehlen die Seite http://www.deutscheopfer.de/ mal zu besuchen. Allerdings ist diese Seite durchaus nicht kritiklos zu betrachten. Sie ist ebenfalls sehr einseitig. Jedoch verschafft sie einen gewissen Überblick.

    Sicherlich sind meine vorangegangenen Kommentare nicht erschöpfend. Ich will ja auch eigentlich nicht immer solche ewigen Romane schreiben, um die Aufmerksamkeitsspanne nicht zu strapazieren. Da kann es schon mal vorkommen, dass unaufgelöste Widersprüche im Raume bleiben. Ich stehe grundsätzlich voll hinter der Auffassung, dass die Unschuldsvermutung und die Einzelfallprüfung das Maß der Dinge ist und bleiben soll. Jedoch ist mir wohl bewußt, daß Einwanderungsbehörden in einer großen Zahl von Fällen schlicht belogen und getäuscht worden sind. Im Normalfall kann eine schwerfällige, unflexible Einrichtung wie eine Behörde auch keine umfassende Einzelfallprüfung durchführen. Schon gar nicht, wenn der/die Antragsteller nicht seßhaft sind. Es hat weniger mit pragmatischem Opportunismus zu tun, als mit gesundem Menschenverstand, wenn nun also gefordert wird, dass bestimmte Einreiseregelungen verschärft werden.

    Ich kann außerdem nicht erkennen, weshalb ausgerechnet Deutschland diese Personen überhaupt aufnehmen soll. Weil wir so reich sind? Oder etwa „historische“ Schuld? Ich sehe schlicht und einfach keine Notwendigkeit. Italien ist geographisch gesehen dichter dran. Warum also hierher? Natürlich kennen Sie und ich längst die Antwort auf die Frage. Nur hier gibt es Sozialämter die reichlichen Geldsegen verteilen. Doch genug Polemik für den Augenblick.
    Ich hatte kürzlich einen sehr interessanten Beitrag auf Youtube gesehen, der recht anschaulich darlegt was ich meine:

    Abschliessend möchte ich noch einen Link einfügen, der auf die Frage nach den restlichen Zigeuner-Stämmen abzielt. Tatsächlich ist es nicht ganz einfach, zu diesem Thema zu recherchieren, da es offenbar nicht sehr viele Untersuchungen zu geben scheint.
    http://suite101.de/article/kalderasch-gitanos-und-sinti-manusch-a67285

    Epilog: Wie unschwer zu erkennen sein dürfte, bin ich nicht frei von Vorurteilen und Ressentiments gegenüber den vielen, lieben Gästen die in Scharen in unser Land strömen um uns zu bereichern. Und da ist es mir – einfach ausgedrückt: Wurscht, ob es Zigeuner sind, oder jedwedes andere Volk. Ich habe noch bis vor wenigen Jahren in dem Berliner Altstadt-Kiez gelebt, wo ich auch groß geworden bin. Doch zu meinem Bedauern musste ich ins Umland ziehen, weil die Wohn- und Lebensverhältnisse unerträglich wurden. Der Dreck, Gestank und Lärm in dem Haus meiner Kindheit, der sich von Jahr zu Jahr verschlimmerte, das Verschwinden von dem kleinen Bäcker wo ich mir immer für den Schulweg ein warmes Brötchen gekauft hatte, wo nun ein Döner-Kebab drin ist – all das war zwar schmerzlich, aber nicht Grund genug meinen Kiez zu verlassen. Als wir unser erstes Kind erwarteten überfielen mich Schauer und Entsetzen. Als werdender Elternteil nimmt man sein Wohnumfeld mit etwas anderen Augen wahr. Jeden Tag 2-3 mal die Polizei, Notarzt oder Feuerwehr in unserer Strasse. Meist spät Nachts. Polizei selten mit weniger als 5 Einsatzfahrzeugen. Am 1. Mai regelmäßig brennende Autos und Mülltonnen ein paar Ecken weiter. Der Kinderspielplatz ein paar Strassen weiter, existierte schon zu meiner Kindheit. Heute waren da aber keine Kinder mehr. Die neuen Spielgeräte wurden von 19-25 jährigen Männern „mit südländischem Aussehen“ bevölkert.

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