Freiwillig frei

Ich bin auf eine höchst interessante Seite gestoßen: Freiwillig frei. Sie wurde von sogenannten Voluntaristen gegründet. Das folgende Video versucht mit Logik die Ethik des Voluntarismus herzuleiten:

Handlungen gegen die Selbstbestimmung des Menschen sind unmoralisch. Eigentum wird selbstbestimmt erworben. An sich selbst hat man sowieso Eigentum. Folglich ist es unmoralisch zu töten und zu stehlen. Voluntaristen sehen das radikal. Es ist immer unmoralisch zu töten und zu stehlen. Aus diesem Grund lehnen sie Steuern und damit den Staat als Ganzes als unmoralisch ab. Ein Gewaltmonopol impliziert ja Gewalt. Initiierende Gewalt wird aber strikt abgelehnt. Sie streben gewissermaßen eine Anarchie an. Anarchie ist hier im neutralen Sinne (Herrschaftslosigkeit) und nicht als Synonym zu Chaos zu verstehen, wie es häufig gebraucht wird.

Warum das ganze nicht im totalen Chaos enden soll, wird anhand einiger FAQs erklärt.

Wie eine voluntaristische Gesellschaft aussehen könnte, wird hier umrissen:

In so einer Gesellschaft würden die Gesetze eines absolut freien Marktes herrschen. Jeder könnte anbieten oder kaufen, was er wollte. Wenn sich zwei einigten, können sie vereinbaren, was immer sie für richtig hielten.
Da fast alle Menschen dieses Bedürfnis nach Sicherheit haben, würden sie sich private Agenturen suchen, die alle möglichen Dienstleistungen rund um die Sicherheit anböten. Da das Gewaltmonopol „Staat“ weg wäre, gäbe es einen riesigen Markt mit ungeheurer Nachfrage. So könnten beispielsweise Versicherungen oder Schlichtungsagenturen die Dienstleistungen der Gerichtsbarkeit über unabhängige Richter (die dann eben von der Versicherung bezahlt würden) anbieten. Sie könnte über private Detekteien Ermittlungen in Streitfällen anstellen lassen, die dann vor diesen Richtern verhandelt würden.
Da es in jedem Bereich einen freien Wettbewerb gäbe, stünden sowohl die Versicherungen, die Richter als auch die Detekteien im Wettbewerb miteinander und würden im Vergleich zu heute eine viel bessere Dienstleistung zu einem viel günstigeren Preis anbieten.

Wenn man sich durch diese Seiten liest findet man sicher einige bestechende Vorschläge, die auch heute schon funktionieren könnten. Dennoch habe ich ein paar Probleme mit dieser Art von Ethik.

  1. Weder Alte, Schwache, Kranke noch Waisenkinder haben ein Recht auf Hilfe. Sie sind auf Almosen angewiesen. Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit hängt also direkt davon ab, ob man sich das leisten kann und gesund genug ist. Ist dies nicht der Fall, gibt es noch die Hoffnung auf Hilfe durch erfolgreichere Mitmenschen. Diese ist allerdings nicht garantiert.
    Voluntaristen entgegnen hierauf, ohne Staat hätten wir alle mehr Geld in der Tasche und könnten so eher helfen. Außerdem wollten Menschen helfen, wie viele Beispiele von Hilfsbereitschaft demonstrieren. Sie sagen aber auch klipp und klar, dass es kein Recht auf Hilfe gibt.
  2. Eigentum steht moralisch zum Teil auf der gleichen Stufe wie Leben. Wenn ich mein Eigentum verteidigen will, muss ich zwar verhältnismäßig handeln, also nicht den Kaugummidiebstahl mit Schusswaffengewalt verhindern. Wenn ich jedoch durch mein Eigentum Leben retten könnte, ohne mir damit zu schaden, bin ich dazu moralisch nicht verpflichtet. Der riesige Vorrat an Wasserflaschen, den ich mir in der Wüste angelegt habe, könnte ich also dem vorbeikommenden Verdurstenden völlig legitim vorenthalten.
    Meine Vorstellung von Moral enthält die Reihenfolge: Zuerst Leben, dann Unversehrtheit und erst dann Eigentum. Wenn es also einen Konflikt dieser drei Punkte gibt, gewinnt das Vorrangigste.
    Die Argumentation der Voluntaristen ist, dass die wenigsten Menschen so unsozial sein werden. Schließlich sind auch sie auf Handel angewiesen. Hilfsbereitschaft liegt außerdem in unserer Natur.
  3. Freier Waffenbesitz. In der Schweiz funktioniert das angeblich wunderbar. Kaum Gewaltverbrechen, obwohl/weil jeder eine Waffe zu Hause hat. Dann frage ich mich: Was ist mit den USA. Jede Stunde stirbt ein Mensch durch Schusswaffengebrauch. Keine Einschränkungen in einem völlig freien Markt könnten außerdem dazu führen, dass sich jemand eine Atombombe bastelt. Und dann? Sind die anderen Menschen dann noch frei? Wollen wir dann lieber von einem einzelnen Menschen beherrscht werden, der uns erpresst, oder wollen wir mehreren Menschen zeitlich befristet ein eingeschränktes Herrschaftsrecht zusprechen (Demokratie).
  4. Was ich sehr zweischneidig sehe, ist die Schulpflicht. Diese ist eine enorme Freiheitseinschränkung, ohne Zweifel. Die Alternative könnte aber zu einer Selbstaufgabe des Voluntarismus führen. Wenn religiös verblendete Eltern ihren Kindern „Qualitäts“-Unterricht vorenthalten und dafür in „Schöpfungstheorie“ und Unterwürfigkeit sowie Obrigkeitsdenken ausbilden, könnte der Schuss ziemlich nach hinten losgehen.

Der Voluntarismus ist keine neue Gesellschaftsform. Es ist lediglich eine Methode, wie man neue Formen findet. Nämlich ohne Zwang und initiierende Gewalt. Mit dieser Methode sollen auch die Probleme mit Waffen, Hunger und Armut in den Griff zu kriegen sein.

Ich denke, eine voluntaristische Gesellschaft könnte sehr lebenswert sein. Ich frage mich nur, ob die Mehrheit der Menschen jemals dazu bereit sein werden. Meine Sorge ist ein Sozialdarwinismus erster Güte und/oder mafiöse Verhältnisse. Aber wie so etwas läuft, kann man wohl nur durch Versuche herausfinden. Einen ca. tausendjährigen wohl recht erfolgreichen „Versuch“ gab es anscheinend bereits in Irland. Klingt wahnsinnig spannend.

Machts gut!

Euer Alien

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20 Kommentare zu “Freiwillig frei

  1. „… Einen ca. tausendjährigen wohl recht erfolgreichen “Versuch” gab es anscheinend bereits in Irland. Klingt wahnsinnig spannend…“

    Warum blieb es dann dabei, wenn es so erfolgreich war?

    Die ach so freiwillig Freien, die Voluntaristen, setzen auf dem Eigentumsgedanken auf, der aber das Kernproblem schlechthin ist.

    Da es nach ihnen auch keinen Staat im heutigen Sinne mehr geben sollte, sind alle Eigentumslosen im Prinzip die neuen Sklaven oder auf Almosen angewiesen. Man stelle sich vor, es soll noch Menschen geben, denen der Herr nicht einen Erdteil oder Stück Land persönlich gegeben hat.

    Wie man so einen System befürworten kann, ist mir völlig schleierhaft, weil jeder Gedanke an ein Gemeinwesen fehlt.
    Was einzig und allein zählt, ist das Recht des Stärkeren, und die anderen sollen das freiwillig mitmachen, sonst…

    Nein, ich kenne nur eine Theorie, die der Menschheit praktisch etwas bringen kann: „Leistungsgedecktes Geld“, Geldschöpfung nur noch für menschliche Leistung, wie von Politprofiler eindrucksvoll beschrieben, politikprofiler.blogspot.com

    Alles andere ist Kappes, wie der Kölner sagt.

    • Alien sagt:

      „Warum blieb es dann dabei, wenn es so erfolgreich war?“

      Steht im verlinkten Artikel: Weil die Engländer sie erobert haben. Also wieder durch Zwang.

      „Da es nach ihnen auch keinen Staat im heutigen Sinne mehr geben sollte, sind alle Eigentumslosen im Prinzip die neuen Sklaven oder auf Almosen angewiesen.“

      Das ist das Problem, dass ich sehe. Siehe Artikel.

      „Wie man so einen System befürworten kann, ist mir völlig schleierhaft, weil jeder Gedanke an ein Gemeinwesen fehlt.“

      Die Frage ist aber zumindest berechtigt, ob du das Recht hast, jemanden in ein Gemeinwesen zu zwingen.

      „auf dem Eigentumsgedanken auf, der aber das Kernproblem schlechthin ist

      Nein, ich kenne nur eine Theorie, die der Menschheit praktisch etwas bringen kann: “Leistungsgedecktes Geld”“

      Eigentum schafft Probleme. Aber wie soll eine größere Gesellschaft ohne Eigentum auskommen? Zum „Leistungsgedeckten Geld“: Wer legt den Wert einer Leistung fest?

      • Aber wie soll eine größere Gesellschaft ohne Eigentum auskommen?
        Wenn man diesen Gedanken zu Ende denkt, ist es der EINZIGE Weg! Das Interessante ist, dass sich damit das Geld von selbst erledigt, denn wenn jeder für die Gemeinschaft da ist, braucht es kein Geld mehr!

        Und mal im Ernst, ist Joe mehr wert als Jack? Falls ja, warum?

        • Alien sagt:

          Ohne Geld und ohne Eigentum?

          Wenn ich kein Eigentum an meinem Fahrrad habe, kann ich früh nicht zur Arbeit fahren, weil ein anderer es gerade gebraucht hat?

          Wo soll ich wohnen, wo habe ich Privatssphäre?

    • humanicum sagt:

      Leistungsgedecktes Geld. Dazu müssen wir die gesamte Finanzwirtschaft loswerden und das Zinswesen. Geld kann und darf nicht Geld generieren.

    • Anonymous sagt:

      es handelt sich nach meiner Auffassung bei „freiwilligfrei“ um Scientology… googelt mal bitte ausführlicher… Ich bin dem Schmarrn auch fast aufgesessen…

      • Alien sagt:

        Was soll denn freiwilligfrei mit Scientology zu tun haben.

        „Ich bin dem Schmarrn auch fast aufgesessen…“

        Wie im Artikel steht, finde ich zwar manche Ansätze bedenkenswert, finde das Gesamtkonzept allerdings fragwürdig: Was ist mit Alten und Kranken, was mit Behinderten, mit Kindern, Ungeborenen, Tieren, etc. All diese Gruppen dürften nach dieser Ideologie wie Sachen behandelt werden, ohne dafür auch nur den Hauch einer Strafe (bzw. Wiedergutmachung) fürchten zu müssen.

        • infowars sagt:

          hi

          erstens ist voluntarismus weder eine ideologie, noch ist es ein system.

          die hauptprämisse des voluntarismus ist, daß es falsch ist gewalt zu initiieren. nur wer denkt, daß die initiierung von gewalt gegenüber seiner mitmenschen ok ist, lehnt voluntarismus ab.

          • Alien sagt:

            „erstens ist voluntarismus weder eine ideologie, noch ist es ein system.“

            Das ist ja Wortklauberei.

            „die hauptprämisse des voluntarismus ist, daß es falsch ist gewalt zu initiieren. nur wer denkt, daß die initiierung von gewalt gegenüber seiner mitmenschen ok ist, lehnt voluntarismus ab.“

            Das kann man so nicht stehen lassen. Es gehört nicht nur die Ablehnung von initiierender Gewalt zum Voluntarismus sondern auch das Konzept des Eigentums. Und das kann zumindest kritisch hinterfragt werden.

  2. humanicum sagt:

    Bei den germanischen Stämmen gab es ein ähnliches staatsloses Gebilde, das ohne mehrschichtige Herschaftsstrukturen auskam. Einen gemeinsamen Staat gab es nicht. Anfführer mussten sich im Schicksalskampf immer wieder beweisen; wurden sie schwach, ungerecht oder egoistisch, war dies ein zeichen darauf, dass sie das sogenannte Hail verloren hatten. Hail ist ein Begriff aus der germanischen Götterwelt udn Mystik. Es lässt sich nicht genau übersetzen, bedeutet aber soviel wie: Glück, gutes Schicksal, Heil der Götter und Wohlgefallen aller. Stammesräte urteilten über Grenzkonflikte, familiäre Streitereien, Handelsmodalitäten und eben auch über den Zustand des Hails ihrer Führer. (und anderer Clanmitglieder) Hail habende Menschen bekamen göttliche und familiäre Hilfe bis ins hohe Alter. Haillose hatten kein Recht darauf. Man musste sich also das alles innerhalb der Gemeinschaft erabeiten und verdienen. Man könnte sagen: Autorität und Respekt durch Taten und Kompetenz, und nicht durch ein gegebenes Amt. Haste hail, haste Rente…

    • Auf diesem Weg befinden uns gerade mit Höchstgeschwindigkeit.
      Das Eigentum hilft „uns“ dabei, dass die 99 Prozent auch garantiert auch noch die 99,99~ Prozent werden und derart versklavt und damit „ett Männeken machen“ sobald der Edelmann mit den edlen Fingerchen schnippt.

      • humanicum sagt:

        Ja, das sind die Legetimationsstrukturen des Feudalismus und des radikalen Kapitalismus, der sich jetzt weltweit verbreitet, und zusammen mit der Ökologischen Krise zu einem Zusammenbruch der Zivilisationen und deren Neuausrichtung führen wird. Wenn Besitz soziales Bewertungskriterium, Machtmaßstab und Rangabzeichen darstellt, entfernt sich die Moralität vom Leben, dem Seienden. Das menschliche Leben wird dann nach materialistischen Kriterien geregelt. Profitwirtschaft entsteht. In einer Existenzweise des Seins hingegen wird das Leben nach dessen Bedarf, und dem Streben nach Glück bestimmt. Eine Bedarfswirtschaft entsteht. Diese ist dann unabhängig von der Willkür der Herrschenden. Gute vorraussetzungen für eine wirkliche Demokratie und schlechte Karten für eine Feudalherrschaft.

  3. humanicum sagt:

    Das Konzept des Voluntarismus ist auf tönernen Füssen aufgebaut. Ja, die gänzlich andere Perspektive unterscheidet sich auf faszinierende art von den christlich geprägten Weltbild und ihrer angehängten Radikalwirtschaft. Aber es ist eine ausschliesslich materialistische Gesellschaftskonstruktion, die Gier und Egoismus fördert. Sie ähnelt dem herrschenden Wirtschaftsfeudalismus, der ebenso die Überlebensfertigkeit und Wertigkeit an Besitz festmacht. Nein, eine Freiheit von Moralität und gesellschaftlicher Verantwortung ist die schlimmste Diktatur. Die Profitwirtschaft geht hier vor der lebensfördernden Bedarfswirtschaft; die völlige Loslösung von der Verantwortung gegenüber dem Leben und dem Menschen fördert Egomanie und Unmenschlichkeit. Insofern seh ich dieses Konzept als krank und ungeeignet an, eine Gesellschat in eine lebenswerte Zukunft zu führen.

  4. M.E. sagt:

    Irgendwie ist das alles nicht ganz neu. Der (traditionelle) Liberalismus ging ebenfalls davon aus, dass Menschen möglichst selbstbestimmt und die Anderen oder der Staat/Gemeinschaft/sonst was so wenig Einfluss wie möglich haben sollte. Der Anarchismus ist ebenfalls daraus entstanden. Obwohl es verschiedene Auffassungen und Theorien dazu gibt (wäre alles gleich, wäre das ja auch kein Anarchismus mehr), hab ich das Grundprnzip ungefähr so verstanden: Freie Menschen in freien Kooperationen. Find ich absolut erstrebenswert. In Theorie.
    Was mir Sorgen macht, ist dann die Umsetzung, die vielleicht unmögich ist. Was die Leute unter Voluntarimus als Utopie beschreiben, sieht ja gar nicht herrschaftsfrei aus (oder vielleicht nur für sie selbst). So wenig wie ich an einen „guten“ Staat glaube, ein „guter“ Markt ist genauso unrealistisch. Der ungleiche Zugang zu Ressourcen, extrem ungleiche Lebenschancen sind Herrschaft. In einem System, wo alles über den Markt geregelt ist, können Minderheiten oder marginalisierte Gruppen (so wie heute Frauen, Kinder, arme Menschen) genauso untergehen wie jetzt, weil sie eben ihre Bedürfnisse nicht laut genug artikulieren können, sich nicht durchsetzen, nicht genug „Nachfrage“ schaffen. Wenn ich glauben könnte, dass die Menschen vernünftig sind und den anderen den gleichen Individualismus einräumen würde wie sich selbst, wäre ich sofort für die Anarchie. Ich kann es leider nur nicht wirklich glauben.
    Und das ist alles super alt. Der ursprüngliche Neoliberalismus (nicht das, was heute damit gemeint ist) hat genau das Problem auch schon längst (so Ende des 19.Jhs) erkannt. Es geht nämlich darum, dass die negative Freiheit nur die halbe Freiheit ist. Negative Freiheit (=Freiheit von fremder Einmischung) kann höchstens einen Teil der Gesellschaft frei machen, für die Anderen ändert sich nichts, weil sie mangels Ressourcen die positive Freiheit (also die Möglichkeit, so zu handeln wie man wirklich will) nicht haben. Der Schluss, der daraus folgte, waren die Mindeststandards an Lebensunterhalt, Bildung etc., die heute als Menschenrechte gelten. Ich finde es für die damalige Zeit ganz schön weise. Also verstehe ich jetzt nicht ganz, warum wir hier das Rad neu erfinden sollen. Freiheit ist, wenn man die Wahl hat. Überflüssiges Eigentum auf der einen Seite verhindert die Wahlmöglichkeiten auf der anderen Seite, also passt das einfach nicht zusammen.
    Auf der anderen Seite kann ich aber auch wenig nachvollziehen, warum so viele Leute andere Menschen zwingen wollen, nach ihren Vorstellungen zu leben. Warum ist Demokratie denn immer gut? Ich sehe überhaupt keinen großen Unterschied zu einer Diktatur, in jedem System behaupten schließlich irgendwelche Leute, die stärker sind als ich, sie hätten Anspruch auf mein Leben und ich wäre für die Gemeinschaft (Volk, Familie, Wirtschaft, whatever) da und nicht für mich selbst.
    Ich find beides blöd, weil ich weder dem Markt noch dem Staat dienen will. (Ich möchte nämlich gar nicht dienen.) Und ich weiß nicht, ob es eine Lösung gibt. Ich weiß nur, dass es nicht so sein muss wie jetzt. Man könnte jetzt schon versuchen, so wenig Zwang wie möglich zuzulassen, und ja, für mich gehört die Schulpflicht dazu genauso wie Hartz-IV-Sanktionen. Ich will, dass die Schulen aufhören, wie Gefängnisse zu sein, und anfangen, sich wirklich um die Menschen zu kümmern. So wie es jetzt aussieht, müssen die Schulen gar nicht attraktiv sein, weil die Kinder zur Not eben mit Polizeigewalt eingeliefert werden. Ich finde, man muss versuchen, Menschen anders zu überzeugen, zur Schule oder zur Arbeit zu gehen. Alles Andere ist sinnlose Gewalt. Und das im Artikel erwähnte Problem mit blöden Eltern würde ich versuchen daduch zu lösen, dass man mehr Rechte den Kindern überlässt (sollen sie doch selsbt entscheiden, ob sie diese Eltern haben wollen!) und zweitens Schulen für alle Alterstufen offen macht (man kann dann also später noch lernen und die Fehler korrigieren, wenn man will).
    Als Zwischenlösung fänd ich es gut, erst mal die Grundschulpflicht beizubehalten (damit wir hier nicht gleich Analphabeten haben, weil die Kinder verrückt werden vor Freiheit) und den Leuten schrittweise beizubringen, für sich selbst zu entscheiden (und auch verantwortlich zu sein):

  5. erikschueler sagt:

    Wahnsinn diese hoch philosophischen Kommentare 😀 da schlägt mein Philosophenherz höher ^^. Ich glaube die Demokratie ist eine gute Herrschaftsform, aber die Weiterentwicklung fehlt, dadurch setzen sich „Geschwüre“ fest, auch genannt Lobbyisten, die dem System schaden und das Vertrauen in die Demokratie zerstören. Einen demokratiefreudigen Menschen heranbilden kann nur dann funktionieren, wenn man es endlich anpacken würde. Wir finden heute die Demokratie nur in Wahlen wieder in jedem anderen Prozess sind Monarchien zu finden, das sind Strukturen die Einzelpersonen treffen.

    Das Problem mit dem Staat als „Gewalts“monopol finde ich nur dann nicht schlecht, wenn die Demokratie geschwürfrei sein würde, nämlich nur dann wird nach Mehrheitsentscheid gehandelt und nicht nach finanziellen Interesse von Einzelpersonen. Außerdem treten wir ja auch Freiheiten an den Staat ab damit wir Sicherheit erhalten können.

    Krasses Beispiel: Ich darf niemanden töten, denn es wäre ein Eingriff in das Leben des anderen und deren Freiheit. Deshalb darf ich nicht töten, denn es hätte zur Folge, dass mein anderer Nachbar mich ja dann auch töten könnte, denn er hätte ja die Freiheit dazu.

    Wenn dein Interesse besteht „Alien“, dann solltest du dich mit Staatstheorien von Hobbes, Montesquieu, Locke, Machiavelli und Rousseau auseinandersetzen.

  6. chAOs sagt:

    Hier mal ein Link zum Thema Geldentwicklung. Dieses Video sollte man unbedingt mal gesehen haben….sehr empfehlenswert 😉

  7. chAOs sagt:

    Der Fehler im Geldsystem Fabian – Gib mir die Welt plus 5 Prozent
    http://m.youtube.com/watch?v=CnjKnHXnL34

  8. […] habe auf diesem Blog schon mal die Seite freiwillig frei vorgestellt, die von anarchistischen Kapitalisten betrieben wird. Selbst […]

  9. Jagdblut.DE sagt:

    Zum Thema Waffenbesitz, gibt es auf der Seite http://jagdblut.de sehr interessante Artikel unter dem Menuepunkt: Waffen- und Jagdrecht.

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