Doppelte Staatsbürgerschaft

Ein Kumpel von mir musste sich damals entscheiden, ob er bevor er 23 wird, seinen ungarischen Pass oder seinen deutschen Pass abgibt. Er fand das unfair. Und ich ehrlich gesagt auch. Was für Gründe gibt es, einen Doppelpass zu verbieten, obwohl es genügend Fälle gibt, in denen das möglich ist. Prominentestes Beispiel ist der Papst, der neben der vatikanischen weiterhin seine deutsche Staatsbürgerschaft behalten darf. Warum also ein Verbot?

Mehrfache Staatsangehörigkeit kann generell zu staatstheoretischen und rechtlichen Konflikten führen:

  • Mehrfaches Wahlrecht: Mehrstaatler verfügen im Prinzip über ein Wahlrecht in allen Staaten, deren Angehörige sie sind. Dies kann bei Wahlen, an denen sie wie zwei Personen behandelt werden könnten, als Verstoß gegen das Prinzip der Gleichheit der Wahl verstanden werden. Theoretisch kann z. B. bei der Wahl zum Europaparlament eine multiple Staatsangehörigkeit dazu führen, dass jemand auf zwei verschiedenen Listen seinem Wahlrecht nachkommt. Dies wäre nach dem Wahlrecht für das Europäische Parlament allerdings ausdrücklich unzulässig.
  • Gespaltene Loyalität: Voraussetzung für das Funktionieren einer Demokratie sei ein Mindestmaß an Zusammengehörigkeitsgefühl. Dieses sei bei mehrfacher Staatsangehörigkeit gefährdet. Rechtlich von Bedeutung ist dieses Argument allerdings nur in dem zurzeit theoretischen Fall, dass jemand als Deutscher Pflichten hat, die auszuführen ihm das Recht des anderen Landes, dessen Bürger er ist, verbietet. Ein Problem stellt dieser Fall auch nur dann dar, wenn das Verhalten, das dem Betreffenden in Deutschland rechtlich geboten ist, bei Rückkehr in seinen anderen Heimatstaat zu Sanktionen seitens des betreffenden Staates führt.
  • Internationales Privatrecht: Dieses knüpft an die Staatsangehörigkeit an, um das anwendbare nationale Recht zu bestimmen. Durch mehrfache Staatsangehörigkeit geht Eindeutigkeit verloren, das heißt es muss geklärt werden, welches Recht als Heimatrecht gelten soll, dem der Doppelstaater unterliegt.
  • Wehrpflicht: Mehrstaatler können in mehreren Staaten zur Wehrpflicht herangezogen werden. Im Kriegsfall der beiden Heimatstaaten könnten sie sogar verpflichtet sein, auf beiden Seiten Kriegsdienst leisten zu müssen.
  • Diplomatischer Schutz: Der Mehrstaatler könnte seinen Anspruch auf konsularischen Beistand des einen Heimatlandes gegen das andere geltend machen.
  • Minderheitenschutz: Eine zahlenmäßig bedeutsame Gruppe von Mehrstaatern könnte Minderheitenschutzrechte im Wohnsitzland beanspruchen. Allerdings steht z. B. im Falle ethnischer Dänen mit deutscher Staatsangehörigkeit dieser Schutz auch solchen Menschen zu, die nicht zugleich Staatsbürger Dänemarks sind.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wirklich problematisch erscheint mir keiner dieser Punkte. Warum sich also Menschen mit Eltern verschiedener Nationalität für eine davon entscheiden müssen, was durchaus eine Belastung darstellen kann, erschließt sich mir nicht. Ich frage mich, warum das so hart durchgezogen wird und hoffe, es liegt nicht an fremdenfeindlichen Ressentiments. Aber ich fürchte fast, dass das sogar der wichtigste Grund ist. Wer weiß.

Machts gut!

Euer Alien

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18 Kommentare zu “Doppelte Staatsbürgerschaft

  1. „… Es gibt nichts Gehässigeres als Grenzen, nichts Stupideres als Grenzen. Sie sind wie Kanonen, wie Generäle…“, schrieb vor etlichen Jahren Hermann Hesse. Und dem schließe ich mich voll und ganz an.

  2. Doppelte Staatsbürgerschaft? Wie soll man da ordentlich Krieg führen?
    Das wäre dann Bürgerkrieg und das wollen wir doch alle nicht, oder? 😉

    • Alien sagt:

      (Ironie an)Stimmt, Bürgerkrieg ist natürlich viel schlimmer, als wenn Fremde gegeneinander kämpfen.(Ironie aus)

      „Ordentlich“ Krieg führen ist sowieso eine sehr interessante Ausdrucksweise. Der Darm muss aber ordentlicher um den Laternenpfahl gewickelt werden. Der Knochen sollte nicht so weit rausstehen. Wer wischt hier mal das ganze Blut auf. 😉

  3. M.E. sagt:

    Ok, ich beteilige mich mal als Betroffene…
    Die meisten Punkte gegen die doppelte Staatsbürgerschaft sind nicht wirklich relevant. Der Reihe nach:
    – was die Wahlen angeht, ist das Problem in vielen Bereichen nicht vorhanden. Bei Kommunalwahlen etwa ist sowieso nur die im jeweiligen Gebiet gemeldete Bevölkerung wahlberechtigt. Auf nationaler und internationaler Ebene ist das natürlich schwieriger, aber gerade im Rahmen der EU-Strukturen ließe sich das Wahlen-nach-Wohnort-Prinzip problemlos umsetzen. Also kein großes Problem.
    -Internationales Recht/Völkerrecht/diplomatischer Schutz: Man vergisst bei dem Punkt, dass es jetzt schon eine große Zahl von Menschen mit doppelter Staatsangehörigkeit gibt, die im Völkerrecht bereits berücksichtigt wird. Zumindest hieß es in meinen Völkerrechtskursen, dass bei mehreren Staatsangehörigkeiten versucht wird, den Lebensmittelpunkt der betroffenen Person zu ermitteln: Wo wohnt/studiert/arbeitet der Mensch, wo bleibt er auf Dauer, wo sind seine Kontakte? Der entsprechende Staat ist dann logischerweise mehr für die Person verantwortlich als der andere.
    – diplomatischer Schutz eines Staates gegen den anderen/unterschiedliche Pflichten oder Strafbarkeit: Auch hier sehe ich gar kein Problem. Abgesehen von dem Nutzen der Wehrpflicht als solcher wird auch diese normalerweise am Wohnort umgesetzt. Bei Gesetzen ist vor allem relevant, ob sie den internationalen Standards und den Menschenrechten entsprechen. Wird ein Mensch in einem seiner Staaten zu Unrecht verfolgt, muss der andere Staat eben Schutz leisten. Ist eigentlich logisch. Der Krieg ist als solcher völkerrechtlich geächtet (moralisch sowieso), und es wird wohl auch kein gebürtiger Afghane in Deutschland dazu gezwungen, sich an Afghanistan-Einsätzen zu beteiligen, oder? (Wenn doch, muss er dringend dagegen klagen!) Der Punkt ist also auch nicht von Bedeutung.
    -Bleibt also der vermeintliche Loyalitätskonflikt. Nun, der ist nur vorhanden, wenn man, grob gesagt, an den Kampf der Kulturen glaubt. Viele Menschen in Deutschland sind gegen eine doppelte Staatsbürgerschaft, weil sie meinen, erstens können sie nicht Bürgern trauen, die sich nicht ausschließlich zu Deutschland bekennen und zweitens fühlen sie sich benachteiligt, weil die Anderen dann mehr Rechte (siehe Wahlrecht) haben. Das ist so nicht haltbar. Wenn ich woanders geboren bin, muss ich die Menschen dort hassen oder für minderwertig halten, um hierher zu gehören? Hört sich an wie Blödsinn. Mehrfache oder eben postnationale Identitäten sind völlig legitim und zeitgemäß, die entsprechende Gesetzgebung in Deutschland wohl nicht so ganz. Wenn es ums Grundgesetz geht, nach dem alle hier so schreien, dann hab ich oft den Eindruck, ich (und andere Ausländer_innen) habe es viel eher verinnerlicht als die Leute, die das von mir einfordern (vor allem, was das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung angeht;-)). Was ich nicht einsehe, ist, wieso ich ein Visum bräuchte, um meine Mutter zu sehen, wenn ich den hier ein Mensch mit Rechten sein will. Wenn es aber nicht um Werte geht sondern um Volkszugehörigkeit, dann wird es eh schnell rassistisch, und die Diskussion hat keinen Sinn mehr.
    Zu der Frage der Deutschen-Benachteiligung: Die Leute vergessen allzu gerne, dass es ihnen erstens offen steht, selbst in ein anderes Land zu ziehen, um dann von den gleichen Regelungen zu profitieren, und zweitens, dass Ein- und Auswandern für ärmere Menschen gar kein Spaß und kein Privileg ist. Allein die ganzen Umstellungen und „Startschwierigkeiten“ dauern häufig Jahrzehnte, und das tut man sich eben nicht einfach so aus Langeweile an. Die meisten Menschen suchen sich also ein anders Land nicht aus Spaß, sondern aus Not. Ihnen jetzt zu allen Schwierigkeiten noch einen künstlichen Loyalitätskonflikt aufzuzwingen, ist weder solidarisch noch menschlich (im positiven Sinne) noch fortschrittlich. Ein Land wie Deutschland hätte eher davon profitiert, Vielfalt zuzulassen und zu fördern, als davon, sich alle anderen Länder zu Feiden zu machen. In anderen Ländern werden mehrsprachige Menschen z.B. sehr geschätzt, weil sie besondere Fähigkeiten haben. In Deutschland betrifft das aber nur Biodeutsche, wenn aber jemand z.B. arabisch als Muttersprache hat, wird das wie eine Behinderung oder sogar Störung, eine Art Geburtsfehler aufgefasst. Seit wann ist denn bitte arabisch minderwertig? Ich befürchte, seit immer, oder zumindest so lange, wie viele Leute in Deutschland rassistisch denken, obwohl sie selbst kein Wort arabisch lernen könnten. Vielleicht ist das zum Teil auch versteckter Neid und der Wunsch, sich auf Kosten der Anderen aufzuwerten.
    Es ist also weniger die Frage nach Möglichkeiten oder Pflichten, als die Frage nach Stereotypen und populistisch geschürten Ängsten, die der mehrfachen Staatsangehörigkeit im Weg steht.

  4. M.E. sagt:

    „Das sehen wir ja in Frankfurt,Berlin , Hamburg, dem Ruhrgebiet, Köln, Aachen und vielen anderen Städten.“ Was genau nun sehen wir bzw. seht ihr (ich gehöre ja offenbar nicht dazu)?
    Was ich persönlich sehe, sind ein paar soziale Brennpunkte, die mit „Ausländern“ an sich wenig zu tun haben. Und was ich noch sehe, sind Gebiete in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Brandenburg, wo man sich als normaler Mensch gar nicht mehr hintraut vor lauter Nazis. Also ja, Deutschland würde eindeutig davon profitieren, Weltoffenheit und Akzeptanz von allen Menschen zu fördern und auch umzusetzen.
    „es hilft nichts mit anderen Ländern Frieden zu haben und sie sich zu Freunden zu machen.“ Begründung? Keine eingefallen?
    „In welcher Form würden wir profitieren, wenn z.B. ein Krimineller Ausländer (völlig egal welche Nationalität) n i c h t abgeschoben werden kann?“ In gleicher Form, wie auch bei einem kriminellen Deutschen. Die Wortkombination „krimineller Ausländer“ ist ein Hirngespinst. Erstens gibt es keine kriminellen Ausländer, es gibt Kriminelle, und wo sie herkommen, ist egal. Sonst müsste ich hier behaupten, DIE Deutschen seien Nazis, Kindervergewaltiger und Räuber (guckt euch doch mal die reichen Steuerhinterzieher an, was sind sie sonst?). Wäre doof. Mindestens genauso doof ist aber auch das Gerede von kriminellen Ausländern. Zweitens ist es sehr relativ, was als kriminell gilt. Wer entscheidet das? Nicht alle Gesetze sind auch moralisch vertretbar.
    Aber konzentrieren wir uns doch lieber auf die „echte“, die Gewaltkriminalität, etwas, was man meiner Meinung nach niemals dulden darf. Wenn nichtdeutsche Menschen also, die eine Straftat begangen haben, nicht abgeschoben werden, sondern ganz normal ins Gefängnis kommen, ist das ein Zeichen für ein funktionierendes Rechtssystem (gleiche Strafen für gleiche Vergehen!), und von einem funktionierenden Rechtsstaat könnten sogar alle profitieren (je nachdem, wie die Gesetze so aussehen). Da Abschiebung für betroffene Leute aber oft einer Todesstrafe gleicht, handelt Deutschland im Moment wie die übelste Diktatur.
    Ich habe gesagt, es steht euch frei, auszuwandern und selbst eine doppelte Staatsbürgerschaft zu beantragen. Hier ein paar Länder zu nennen, die Einwanderung irgendwie streng regeln, ist kein Gegenargument. In Deutschland sieht die Lage auch nicht besser aus, was auch diverse Leute bestätigen, die schon daran gescheitert sind, hier zu bleiben (und auch einige, die es schafften). Aber genau das finde ich falsch. Wenn Kanada oder die USA nur Reiche bei sich willkommen heißen, ist das genauso falsch. Und dennoch ist das Problem bei Deutschen weniger vorhanden als bei dem Großteil der Weltbevölkerung. Ich habe geschrieben, man könnte sich EIN Land suchen, nicht das Land, wo man noch reicher und privilegierter wird. Und so leid es mir tut, die Deutschen sind immer noch krass privilegiert, und zwar überall auf der Welt. Leute mit anderen Pässen sind weit weniger willkommen. Hier echte Not und Sorgen um das eigene Leben und Gesundheit mit Luxus-Auswanderung zu vergleichen, zeugt von großer Unkenntnis und Mangel an Respekt vor anderen Menschen.

    • Alien sagt:

      Guter Kommentar, auch wenn ich fürchte, dass dies bei ihm vergebene Liebesmüh ist.

      • M.E. sagt:

        Das fürchte ich auch, aber will ich wirklich zulassen, dass solche Leute die Diskussionen in deinem Blog dominieren, jetzt wo ich mich hier so gemütlich eingenistet habe? 🙂

    • General-Investigation sagt:

      Sie sollten sich unbedingt mit Polizeibeamten und Staatsanwälten unterhalten. Fragen Sie in Bremen zum beispiel nach dem MIRI CLAN; das hat dann nichts mit einem Sozialen Brennpunkt zu tun. Der MIRI CLAN taucht übrigens in BW als BLACK JACKETS auf und ist in alle möglichen kriminellen Handlungen verwickelt, wie der gesamte MIRI CLAN, der mittlerweile über 2700 Mitglieder umfasst. In Bremen gehört zudem die Rocker Gruppe MONGOLS dazu.

      Bitte erst informieren statt zu erklären das es sich lediglich um soziale Brennpunkte handelt, jedoch gar nicht erst auf die Gangs eingeht die Drogenhandel, Prostitution, Menschenhandel, Schutzgelderpressung usw. auf der Karteikarte hat.

      “ Hier echte Not und Sorgen um das eigene Leben und Gesundheit mit Luxus-Auswanderung zu vergleichen, zeugt von großer Unkenntnis und Mangel an Respekt vor anderen Menschen.“

      Luxus Auswanderungen nennen Sie das, wenn jemand hier keine Arbeit mehr hat und sich eine neue Existenz aufbauen will? Was bitte hat das mit Luxus zu tun, wenn andere Länder so klug sind und verlangen, das man sich so viel finanzielle Absicherung mitbringt, das eine Versorgung aus eigener Kraft möglich ist?
      Was bitte hat das meinerseits mit Unkenntnis und Mangel an Respekt an deren menschen gegenüber zu tun? Ich fürchte, sie verdrehen da gerade etwas zu ihren Gunsten.

      “ Wenn Kanada oder die USA nur Reiche bei sich willkommen heißen, ist das genauso falsch.“
      Das hat doch mit Reichen überhaupt nichts zu tun, sondern damit, das man nicht möchte, das jeder in die USA kommt und sich dort durch das US System bedient.

      Sofern Sie die Nachrichten verfolgt haben ist erst kürzlich ein Fall in Brüssel gewesen, der sehr nachdenklich macht. es heißt, das jeder Europäische Bürger überall in Europa leben und arbeiten kann – so die Theorie. Die Stadt Brüssel wollte eine junge Französin wieder ausweisen, weil Sie in Belgien studieren wollte aber keine Arbeit fand.
      Nur durch Zufall hat sie innerhalb der ihr Gesetzen Frist einen Arbeit bekommen und durfte bleiben.
      Das ist in Europa Realität.

      “ Erstens gibt es keine kriminellen Ausländer, es gibt Kriminelle, und wo sie herkommen, ist egal.“

      Das ist so nicht richtig – das kann ihnen übrigens jeder Jurist bestätigen, insbesondere Richter und Staatsanwälte.
      Kommt jemand nach Deutschland, hat die Staatsbürgerschaft z.B. als Chinese, wird hier straffällig, ist er ein straffällig gewordener Ausländer. Wäre das nicht so, würde es demnach keine Ausländerbehörden geben müssen, weil jeder andere Behörde – wie in dem Fall die Meldebehörde – die gleichen Aufgaben übernehmen könnte.
      Wenn ich als Deutscher Staatsbürger ins ein beliebiges land fahre, dort eine Straftat begehe, bin ich dort ein Ausländischer Straftäter.
      Ob Sie es nun wollen oder nicht, das ist so nun einmal Tatsache.

      Verschiedene juristische Seiten und Gerichtsurteile bestätigen das im übrigen; wie z.B. hier:

      http://www.anwalt.de/rechtstipps/straffaellig-gewordener-auslaender-gericht-bestaetigt-ausweisung_025470.html

      • M.E. sagt:

        „Sie sollten sich unbedingt mit Polizeibeamten und Staatsanwälten unterhalten.“ Und wozu? Damit sie erklären, dass ausländische Personen manchmal straffällig werden? O Wunder, es gibt Straftäter unter Menschen! Überraschung, Ausländer sind auch Menschen… Wusste ich gar nicht :0
        „Bitte erst informieren statt zu erklären das es sich lediglich um soziale Brennpunkte handelt, jedoch gar nicht erst auf die Gangs eingeht die Drogenhandel, Prostitution, Menschenhandel, Schutzgelderpressung usw. auf der Karteikarte hat.“ Sie kennen alle Gangmitglieder in Deutschland wohl persönlich, wenn Sie hier so sicher behaupten, das sie alle Ausländer sind und sogar explizit als solche handeln? Und wenn wir jetzt eine kriminelle Organisation mit deutschen Mitgliedern auftreiben würde (so was gibts natürlich niemals, die Deutschen sind ein Engelvolk:-) ), werden Sie dann auch konsequenterweise über Deutschenkriminalität reden? Irgendwie hab ich da meine Zweifel…
        „Luxus Auswanderungen nennen Sie das, wenn jemand hier keine Arbeit mehr hat und sich eine neue Existenz aufbauen will? Was bitte hat das mit Luxus zu tun, wenn andere Länder so klug sind und verlangen, das man sich so viel finanzielle Absicherung mitbringt, das eine Versorgung aus eigener Kraft möglich ist?“
        Solange es sich hierbei nicht um Bedrohung durch Kriege, Gewalttaten, politiche Verfolgung, extreme Armut etc. handelt, halte ich an der Formulierung fest. Interessanterweise ist es auch in Deutschland meist nicht das unterste Zenhtel der Bevölkerung, das auswandert. Vielleicht auch, weil die meisten anderen Länder genauso „klug“ (= menschenverachtend geizig) sind, dass es kaum noch möglich ist. Luxus ist das auf jeden Fall, denn auf der Welt ist das eher eine Minderheit, die über dem Niveau der deutschen Sozialleistungen lebt. Hiesige Arbeitslose sind weltweit Mittelschicht. Die Länder, die sich also nur die Reichen auspicken wollen, taugen nichts als Sozialstaaten und ruinieren die Menschenrechte. Ich habe trotzdem nichts dagegen, wenn Menschen das Land wechseln wollen, aus welchem Grund, geht mich nichts an. Ich habe nur was dagegen, dass die einen sich überall bedienen, und die Anderen zum Verrecken verdammt werden, bloß weil sie „falsch“ geboren sind. Und außerdem habe ich was dagegen, wenn jemand seine Privilegien über das Leben anderer Menschen stellt, so wie Sie das hier tun. Da verdrehen Sie wohl selber was.
        „Das hat doch mit Reichen überhaupt nichts zu tun, sondern damit, das man nicht möchte, das jeder in die USA kommt und sich dort durch das US System bedient.“ Und ob es was mit Reichen zu tun hat: Wer braucht Sozialleistungen, Reiche oder Arme? Sich bedienen tun Leute, die ihren Firmensitz in die Schweiz verlegen oder ein illegales Konto dort eröffnen, um Steuern zu sparen. Sich bedienen tun Menschen, die in die USA ziehen, um noch reicher zu werden. Menschen, die Sozialhilfe beantragen, nehmen damit ihr Recht auf Leben und Unversehrtheit in Anspruch. Aber offenbar ist Ihnen der Unterschied immer noch nicht klar, weil Sie anderen einfach gar nichts zugestehen wollen.
        „Die Stadt Brüssel wollte eine junge Französin wieder ausweisen, weil Sie in Belgien studieren wollte aber keine Arbeit fand.“ Grausam. Aber was hat das mit dem Thema zu tun? Bloß weil es woanders auch schlimm ist, macht das die Situation hier nicht besser. Und Menschen aus Nicht-EU-Staaten dürfen hier übrigens gar nicht studieren, wenn sie nicht ein fett gefültes Konto vorweisen, weil sie nämlich ein Arbeitsverbot haben. Wollen Sie mit ihnen tauschen? Wenn nicht, könnten Sie mal langsam aufhören, so zu tun, als wären Sie und ihre Kameraden die ärmsten Opfer der Welt.

  5. Sadness sagt:

    M.E.

    Sie kennen alle Gangmitglieder in Deutschland wohl persönlich, wenn Sie hier so sicher behaupten, das sie alle Ausländer sind und sogar explizit als solche handeln?

    Du scheinst tatsächlich viel zu reden und dich zu winden, kennst aber die Miris und die Mongols nicht? Hast nicht mal eine Ahnung das es tatsächlich alles Ausländer sind? Wow, da lebt wohl jemand auf dem tiefsten Land was…?

    Dann kannst ja mal kräftig lesen, damit Du auch mal etwas Information bekommst.

    http://www.pi-news.net/2010/11/bremen-arabischer-miri-clan-kassiert-millionen/

    http://politik-news.net/video-miri-clan-u-mongols-miris-verbreitet-angst-und-schrecken-in-bremen/

    http://deutschlandwoche.de.dd25630.kasserver.com/2011/04/04/problemstadt-bremen-nach-kriminellem-miri-clan-kommen-jetzt-noch-die-radikalen-muslime/

    http://zoelibat.blogspot.de/2010/10/miri-clan.html

    http://www.reconquista-europa.com/showthread.php?56096-Kiel-Libanesischer-Miri-Clan-l%C3%A4%C3%9Ft-Kurden-hinknien-und-schneidet-ihm-die-Kehle-durch

    • Alien sagt:

      „Hast nicht mal eine Ahnung das es tatsächlich alles Ausländer sind?“

      Richtig lesen: Es gibt sicher auch deutsche Verbrecherclans! Oder sind die Deutschen für so was zu ehrlich und nett? Organisierte Kriminalität mit Deutschen gibt es wohl nicht?

      • M.E. sagt:

        Ich glaub, ich lasse das lieber so stehen. Rechte, die hier rumpöbeln, blamieren sich doch schon selbst genug. Bei einem, der allen Ernstes hier PI zitiert und ausländerfeindlichen Blödsinn ablässt, lohnt sich der Aufwand echt nicht mehr…
        Aber es werden immer mehr. Ich weiß nicht, wie viele du noch sperren kannst…

  6. humanicum sagt:

    Also der Umgang mit Trolls, die man mal gerufen hat, ist wirklich ausgesprochen schwierig. Man wird sie nicht los, muss sie in den spam Filter setzen, und immer wieder schauen, ob sie nicht wieder unter neuer Identität wieder auferstehen. Und diese Drohung mit Anwalt und Klagen. Hm. Das habe ich jetzt mal umgedreht. Jede Verleugnung und Diffamierung, jede Beleidigung, die eingeht, drohe ich dem Anwalt zu übergeben. Habs geschrieben, und ein paar Minuten später trollt sich tatsächlich wieder mein Lieblingstroll auf der Seite und macht unbeeindruckt weiter; wenn auch etwas gewählter im Ausdruck.

    Arghh. Hilfeeeee….

  7. Caseus Mollis sagt:

    Zu der Problematik mit Trollen, Verschwörungstheoretikern und Hetzkommentaren hab ich grad diese beiden Artikel gefunden. Es scheint bei weitem nicht nur euch so zu gehen.

    https://netzpolitik.org/2012/einfach-mal-die-kommentare-schliesen/
    https://netzpolitik.org/2012/kommentarkultur-neu-entwickeln/

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