Anschlussverwendung des Humankapitals

Wäre ich ein so eben gefeuerter Schlecker-Mitarbeiter, könnte mich diese „Arbeits“-Ministerin mal kreuzweise. Erst sollen alle Erzieherinnen werden, jetzt kommt der noch dämlichere Vorschlag, werdet doch Soldatinnen!

[Update: Wie es aussieht ist der Artikel Satire. Obiger Link liefert dafür allerdings keine Anhaltspunkte.]

ARGHH!

Frau von der Leyen,

angeblich haben wir doch super Job-Center, die sich die Fähigkeiten und Neigungen der Arbeitssuchenden ansehen und dann geeignete Jobangebote machen. Was sollen dann ihre selten dämlichen Kampagnen bringen? Übernehmen Sie jetzt die Arbeit der Job-Center? Und überhaupt: Soldatinnen? Wollen Sie invalide werden oder vorzeitig den Löffel abgeben, dann kommen Sie zur Bundeswehr, wir schicken Sie ins Ausland.

Kristina Schröder findet den Vorschlag übrigens toll:

„Es geht hier nicht darum, jemanden in eine Umschulung zu pressen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass unter diesen lebenserfahrenen Frauen viele mit Freude und Engagement diese neue berufliche Chance ergreifen wollen“, sagte die CDU-Politikerin der Süddeutschen Zeitung. Auslandseinsätze seien schon bald vorstellbar. Die Schlecker-Frauen seien Kummer ebenso gewohnt wie die Ungewissheit, aus heiklen Situationen gerettet zu werden. Außerdem, so die Ministerin, hätten sie bereits Kompetenzen darin erworben, gegen Männer mit gestrigen und menschenverachtenden Ideologien zu kämpfen.

Kummer und Ungewissheit qualifiziert also zur Soldatin? Männer mit menschenverachtenden Ideologien wurden also auch vorher schon von besagten Damen mit Maschinengewehren und Panzern bekämpft? Interessant, ist mir gar nicht aufgefallen.

Ich bin schon gespannt auf die nächsten saudummen Vorschläge. Wie wärs mit Umschulungen zu Prostituierten? Sie sind schließlich schon den Umgang mit schmierigen Kunden gewöhnt.

Machts gut!

Euer Alien

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24 Kommentare zu “Anschlussverwendung des Humankapitals

  1. Pit sagt:

    Nein, die Bundesregierung soll nicht nach Afghanistan, die wollen dieses kriminelle menschenverachtende Gesindel genauso wenig wie alle anderen anständigen Menschen.
    Wir haben es ermöglicht, das dieses Pack an die Macht kommen konnte, also müssen wir auch dafür sorgen das sie endlich dahin kommen, wo sie hingehören. Lebenslang hinter Gitter.

    • Alien sagt:

      „Lebenslang hinter Gitter.“

      Ich persönlich wäre ja schon zufrieden, wenn solche Menschen nichts mehr zu sagen hätten. Aber ob das jemals passieren wird?

    • M.E. sagt:

      Nee, lebenslang ist zu viel, dann sind wir selbst nicht besser. Vielleicht einfach mal lebenslang auf Hartz IV – sagen sie doch selber, das sei voll menschenwürdig.

  2. Ich finde ja, aus diesen sinnentleerten Vorschlägen zeigt sich vor allem eine fehlende Missachtung für den jeweiligen Beruf. Pädagogin wie auch Soldatin wird man in der Tat nicht einfach so. Und wenn man nicht die richtige Empathie und Faszination für diese Jobs mitbringt, ja, dann kann man aber ganz schön was kaputt machen. Als Soldatin oder Pädagogin wäre ich jedenfalls sauer zu hören, dass offenbar jeder meinen Job via Schnellkurs machen kann…
    Betrüblich auch, dass die Schröder das gleich einmal toll findet. Ich bin ja echt für mehr Frauen in der Politik und mehr Frauen in wichtigen, machtvollen Positionen. Dass sich Frauen aber eventuell besser anstellen als Männer, hm, ne, sorry, kann ich leider seit einiger Zeit nicht mehr bestätigen.

    • General-Investigation sagt:

      Der Artikel ist schon deshalb als Satire zu verstehen gewesen, weil der Originalartikel ein Foto einer Soldatin zeigt, die mit Gepäck, Waffe und Schleckertüte auf dem Marsch war.

      Und eines noch: Wer die taz ernst nimmt und als Quelle nutzt, sollte sich ernsthafte Gedanken machen, denn beim Lesen so mancher Artikel in der taz wird es einem übel. Ganz speziell ist auch ihre Einstellung was Kommentare angeht, denn wagen Sie es dort, kritisch zu kommentieren oder einen Hinweis darauf zu geben, das etwas so nicht richtig sein kann, werden diese dort nicht veröffentlicht.
      Die taz ist ein ganz übles Blatt, bei dem ebenso wenig recherchiert wird wie anderswo auch; zudem hat man auch die Art der reisserischen Überschriften übernommen.

      • Ja, wie alle anderen Zeitungen – also wirklich ALLE – muss man auch die taz richtig zu lesen wissen. Womit ich aber gar nicht sagen will, dass der Blogersteller das nicht könnte. Die taz ist ein sehr interessantes und aus meiner Sicht gut gemachtes Blatt, dass einen informativ sehr weit tragen kann – so man sich bei jeder Zeile vergegenwärtigt, dass auch hier natürlich keine Objektivität vorherrscht und auch hier letzten Endes, ob bewusst oder unterbewusst, versucht wird Überzeugungsarbeit zu leisten.

        • General-Investigation sagt:

          Und genau deshalb lese ich woanders und lasse die Printmedien beiseite, denn wenn man etwas erfahren will – jedenfalls was unser eigenes Land angeht – liest man einfach besser Zeitungen aus dem Ausland. Unsere Deutschen Zeitungen und Zeitschriften wie Stern, Spiegel usw. haben lediglich den beweis erbracht, das sie ohne zu prüfen, Meldungen verbreiten oder sogar manipuliert werden.

          In dem Zusammenhang sei nur die Berichterstattung des ZDF und der ARD genannt, die in einem Filmbeitrag eine Stadt zeigten, die mit Artillerie beschossen wurde. es soll sich dabei um das syrische Homs gehandelt haben – die identischen Bilder wurden für eine Meldung verwendet, die angeblich Angriffe auf Kabul zeigen.

          http://general-investigation.blogspot.de/2012/06/die-schauspieler-von-syrien.html
          Damit disqualifiziert sich jede Berichterstattung.

          Oder auch die Geschichte um Khaled Abu Salah, der in Videos mal als Opfer auftaucht, dann Tage später – nachdem er eigentlich schon tot war – als Reporter auftaucht. Und keiner merkt es?!

          Auch scheint man bei der taz Journalistische Arbeit nicht sonderlich zu mögen, sonst wäre folgende dumme Panne sicher erspart geblieben:

          http://general-investigation.blogspot.de/2012/04/widerspruchliche-aussagen.html

          Und genau das ist ein Grund, um unter anderem der taz nicht sonderlich zu vertrauen, denn auch dort hat man lediglich Umsatzzahlen im Hinterkopf. Ein Blatt das 1978 in Berlin gegründet wurde und eigentlich eine Art Protestblatt sein sollte, hat sich heute zu einer unglaubwürdigen Postille degradiert, die es nicht wert ist, gelesen zu werden.
          Wie an anderer Stelle schon verlautbart, werden kritische Gedanken auch nicht so gerne als Kommentare veröffentlicht, sondern nur das, was gerade in die jeweilige eigene Meinung passt. Soviel also dazu.

          • Vollkommen richtig. Nehmen wir noch Herrn Wallraff und Herrn Broder und Herrn Prantl mit ihren selbstgerechten und unseriösen praktiken hinzu, dann sehen wir: Besser als die BILD sind die vermeintlichen Leisetrete rauch nicht.

          • Alien sagt:

            „folgende dumme Panne sicher erspart geblieben:
            http://general-investigation.blogspot.de/2012/04/widerspruchliche-aussagen.html

            Welche Panne meinen Sie? Die beiden Artikel widersprechen sich doch überhaupt nicht. Sie beleuchten nur einen anderen Bereich. Oder gefällt Ihnen der von der taz beleuchtete Bereich nicht?

            • Simsala Naseweis sagt:

              Hahahaha…Schauen Sie doch mal auf das Datum und die Aussagen!
              Sie scheinen wirklich einiges gar nicht zu reflektieren. Aber sie haben zumindest geschafft, das ich mich ziemlich gut amüsiere.

              Danke dafür.

              • Alien sagt:

                Im Gegensatz zu Ihnen habe ich mir die Artikel in dem Link durchgelesen. Und sie widersprechen sich ganz und gar nicht. Oder was widerspricht sich denn? Ach richtig, Sie können ja gar nicht sachlich argumentieren, nur trollen.

    • General-Investigation sagt:

      Ihre Auffassung bezüglich eines Vergleiches von Pädagogen und Soldaten ist beängstigend und zeigt sehr deutlich, das sie von der Ausbildung der Soldaten nicht im geringsten im Bilde sind.
      Ein Soldat wird nicht mal eben so im Schnellkurs ausgebildet, das ist völlig an den Haaren herbeigezogen. Und ganz sicher spielt Empathie im Soldatenberuf keine Rolle, denn dort geht es um Entscheidungen die getroffen werden müssen, die unter Umständen über das Leben ihrer Soldaten entscheiden.
      Die Ausbildung zum Soldaten ist gut zu vergleichen mit einem Kind, das Anfangs nur krabbelt um dann irgendwann zu versuchen, aufzustehen und aufrecht gehen will – das ist der Grundausbildung der Soldaten gleich zu setzen. Dann versucht das Kind weiter aufrecht zu gehen, kann dann sogar rennen und nach noch mehr Übung auch in Situationen das Gleichgewicht halten – das ist die Vollausbildung.
      Das soll nur ein kurzer Abriss zur Ausbildung sein, von der Sie eine völlig falsche Ansicht haben.

      Die Aussage, das Schlecker Frauen zur Bundeswehr sollen, hat bei diversen Kommentaren jedenfalls klar gestellt, das sich kaum einer mal die Mühe gemacht hat überhaupt zu prüfen, ob das so möglich ist.
      Zum einen gibt ein Höchstalter für die Einstellung, dann gibt es einen allgemeinen Fitnesstest, eine ärztliche Untersuchung und einen Einstellungstest bezüglich Allgemeinbildung, Reaktionsfähigkeit, Belastungsfähigkeit usw. Ein kurzer Blick ins Gedächtnis hätte ausgereicht um die Feststellung zu treffen, das von den Frauen, die bei Schlecker tätig waren, wohl kaum eine auch nur annähernd in die engere Auswahl gekommen wäre. Das ganze war also eine Zigarre, wie sie viele einfach so angenommen haben ohne überhaupt einmal über diese Dinge ernsthaft nachzudenken.

      Das man in der Politik solche Vorschläge angeblich so toll findet, wie Sie es formulieren, hat einen völlig anderen Hintergrund. Zum ersten wären die Statistiken der Bundesanstalt für Arbeit bereinigt, im weiteren hätte der Verteidigungsminster die Behauptung aufstellen können, das sich mehr freiwillig melden und Interesse am Soldatenberuf haben. das nennt man dann auch in dem Sinne schon Fraktionszwang, denn Frau Schröder – darüber sind wir uns wohl einig – hat noch nicht wirklich viel geleistet und versucht mit aller Macht, Fuß zu fassen.

      Meine Auffassung jedenfalls geht dort hin, das man die Wehrpflicht als solche (und damit auch den Zivildienst) nicht hätte aussetzen dürfen – abgeschafft ist sie ja nicht. Das führt auf beiden Seiten zu extremen Personalproblemen und führt zu solchen Auswüchsen, wie sie uns von der Politik gerade vorgeführt wird.

      Ich sage:

      Wehrpflicht – Ja.
      Zivildienst – Ja
      Frauen bei der Bundeswehr – Nein
      Bundeswehr in Auslandseinsätzen – Nein
      Bundeswehr zur Landesverteidigung – Ja
      Bundeswehr bei Katastrophenschutz – Ja
      Anwerbung von zukünftigen Rekruten an Schulen – Nein

      Eine Anmerkung noch, was Frauen in der Politik angeht.
      Schauen wir uns mal in Berlin um, haben wir eine Machtbesessene Kanzlerin, die wie ein Fähnlein im Wind weht; eine Arbeitsministerin von der Leyen, die ebenso Machthungrig ist und Ihrem Vater (Ernst Albrecht, früher Ministerpräsident von SH) alle Ehre macht; eine Familienministerin Schröder, die nichts zustande bringt und noch erwachsen werden muß. Ein Kind zu bekommen, prädestiniert lange nicht für einen solchen Posten. Die Unfähigkeit in Person ist Ilse Aigner als Ministerin für ür Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
      Und als Krönung des ganzen nehmen wir Frau Koch-Mehrin, die nicht nur ihren Doktortitel verloren hat, weil ihre Dissertation lediglich zusammenkopiert war, sondern auch, weil sie im Europaparlament gerade mal 50% anwesend war. Sie ist lieber nach Hause gefahren und hat an Sitzungen, bei denen die Teilnahme Pflicht war, einfach nicht besucht und sich von anderen Politikern im EU Parlament eintragen lassen.

      Und Sie wollen noch mehr Frauen in der Politik?
      Wohl besser nicht!

      • Alien sagt:

        Also der zweite Teil dieses Kommentars ist böse sexistisch. Warum sollten Frauen nicht in die Bundeswehr dürfen? Ihre genannten Einzelbeispiele könnte man eins zu eins auf männliche Politiker übertragen. Seehofer und Co. z.B. Das hat nichts, aber auch rein gar nichts mit dem Geschlecht zu tun.

        • General-Investigation sagt:

          Warum ist es sexistisch, wenn man eine Feststellung bezüglich dessen macht, was diese genannten Damen bislang nicht zustande bekommen oder tatsächlich versaut haben?
          Wenn Sie eine Chefin haben die Ihre Arbeit negativ bewertet, wird das so hingenommen, wenn es denn so ist; umgekehrt ist es auch so. Und nun soll das Sexistisch sein? Das ist neben eigener meinung auch Fakt und belegbar!

          Oder wollen Sie behaupten, das Frau Koch-Mehrin doch an allen Sitzungen teilgenommen hat – und das, obwohl in den damaligen Meldungen sogar die Listen der Teilnahme veröffentlicht wurden?
          Ob man nun die beispiele auf männliche Politiker übertragen kann steht ausser Farge, es geht aber doch darum das sie mehr Frauen gefordert haben und nun einmal unbestritten ist, das die Damen dort nur „Mist“ machen.

          Im übrigen sollten Sie nicht Begrifflichkeiten verwenden, deren Bedeutung Sie allem Anschein nach nicht wirklich verstanden haben.
          Sexismus unterteilt alle Menschen anhand ihrer biologischen Geschlechtsmerkmale in Frauen und Männer, unterstellt ihnen damit eine grundlegende Unterschiedlichkeit und weist ihnen auf dieser Basis unterschiedliche Rechte und Pflichten zu. Wo wurde das gemacht?

          • Alien sagt:

            Sie zählen Beispiele von Mist auf, den einzelne Frauen gemacht haben, und folgern daraus, es sollte nicht mehr Frauen in der Politik geben. Das ist Schwachsinn.

            Genauso könnte ich Ihnen Mist von Männern aufzählen und fordern, es sollte keine Männer in der Politik geben. Merken Sie was?

            „Wo wurde das gemacht?“

            Sie wollten Frauen aus der Politik ausschließen (nur Frauen, nicht Männer), weil einzelne Frauen Mist machen, wie würden Sie das nennen.

  3. Das ist doch so was von hirnverbrannt, menschen- und realitätsfern!

  4. sickness sagt:

    vielleicht sollten sie erstmal richtig recherchieren, bevor sie sich so echauffieren. der artikel ist satiere und auch als solche von der taz kenntlich gemacht…

  5. erikschueler sagt:

    SOWAS GESTÖRTES!!! Die haben 0 Ahnung vom Wert des menschlichen Lebens! Krieg ist immer gleich, nur der Grund ändert sich. Machen Werbung zum Mörderwerden und sowas sitzt in der Regierung.

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