Blasphemie-Verbot aufheben

Erzbischof Ludwig Schick möchte Gotteslästerung härter bestrafen. Das Gegenteil wäre sinnvoll. Diese unsäglichen Paragraphen 166 abzuschaffen. Das Problem an der Formulierung ist der öffentliche Friede:

(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Das heißt, man darf eigentlich alle Religionsgemeinschaften und deren Glaubensinhalte beschimpfen, außer die Gläubigen machen danach einen riesigen Aufstand. Religionen, die sich provozieren lassen, darf ich also nicht provozieren. Andere schon. Das finde ich weder fair noch sinnvoll. Entweder eine Provokation wird bestraft oder nicht. Die Handlung ist doch die selbe, aber die Bestrafung hängt von der Reaktion eines anderen ab. Das macht meiner Ansicht nach nicht viel Sinn.

Eine Lösung wäre natürlich den Nebensatz mit dem öffentlichen Frieden zu streichen. Dies würde aber ein Verbot von Satire und Witzen nach sich ziehen, was ich nicht gutheißen kann. Zwei harmlose Witze, die dann vielleicht verboten wären, wer weiß:

Ein Kirchturm ist vom Blitz getroffen worden und abgebrannt. Der Pfarrer sammelt für den Wiederaufbau. Ein Alter Bauer, darauf angesprochen, ob er nicht etwas spenden wolle, antwortet “ Nein, Hochwürden, für einen Hausherren, der sein eigenes Haus anzündet, geb‘ ich nichts…“

Maria und Josef stehen in Bethlehem vor einer Herberge und bitten um Quartier. Der Wirt: „Wir haben kein Zimmer mehr frei.“ Josef: „Ja, seht Ihr denn nicht, dass mein Weib schwanger ist?“ Wirt: „Dafür kann ich doch nichts.“ Josef: „Ich vielleicht?“

Machts gut!

Euer Alien

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10 Kommentare zu “Blasphemie-Verbot aufheben

  1. sonnyraven sagt:

    Es ist immer wieder schön, zu beobachten, wie Leute, auf die eine Satire abzielt, mit einem Beißreflex reagieren. Damit spielen sie dem Satiriker doch in die Hand! Eine Satire baut auf die Empörung der Leute.

    Um auf eine Satire angemessen zu antworten, fehlt es anscheinend vielen an Cleverness. Auf einen Witz, der auf die eigenen Kosten geht, antwortet man am besten mit einem anderen Witz auf Kosten des Satirikers.

    P.S.: Sehr schöne Witze, die kannte ich noch nicht. 🙂

  2. erikschueler sagt:

    Du hast Recht mit deinen Gedanken, aber ich finde die Witze nicht witzig. Vielleicht fehlt es mir heute mal an Humor 😉 Ich glaube da findet man sehr viel bessere. Außerdem ist alles im künstlerischen Bereich eine Ausnahme, wenn man über Religionen herzieht. Künstlerische Freiheit.

    • Alien sagt:

      Bessere? Hm, Humor ist wohl nicht objektivierbar. Aber bitte, welche kennst du?

      Einen hätte ich noch:

      Ein Philosoph und ein Pfarrer streiten sich darum, welcher der beiden von ihnen vertretenen Disziplinen der höhere Rang zukomme. Spöttisch meint der Pfarrer: „Philosophie ist, als ob jemand in einem dunklen Raum mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die es gar nicht gibt.“ Darauf antwortet der Philosoph: „Theologie ist, als ob jemand in einem dunklen Raum ebenfalls mit verbundenen Augen eine schwarze Katze sucht, die gar nicht da ist und plötzlich ruft: „Ich hab sie!…“

    • Alien sagt:

      Und wie findest du den?

      Ein überzeugter Atheist, der gerade gestorben ist, findet sich selbst auf einmal in einem dunklen Gang wieder. Er entdeckt ein Schild: „Zur Hölle“. Er hat keine andere Wahl als den Gang zur Hölle zu folgen. Er trifft nach geraumer Zeit an eine Türe, die nicht verschlossen ist. Der Atheist betritt die Hölle und traute seinen Augen nicht. Heller Sonnenschein, angenehme Temperaturen, Palmen, Meeresstrand, alle 100 Meter eine Strandbar, fröhliche Menschen tummeln sich, kurzum paradiesische Verhältnisse. Der gerade verstorbene Atheist geht am Strand entlang, bis er plötzlich eine Gestalt mit einem Pferdefuß und einem Schwanz in einem Strandkorb sitzen sieht. Er geht auf die Gestalt zu und fragte diese, ob er denn der Teufel sei. Dieser bejaht dies und begrüßt den Neuankömmlingen der Hölle äußerst herzlich. Er schickt den Atheisten nach dem Geplauder an eine der Strandbars, um sich dort einen Drink zu besorgen. Der Atheist holte sich einen Drink und schlendert am Strand entlang um die Hölle weiter zu erkunden. Zwischen Dünen entdeckt er ein großes, tiefes Loch. Neugierig blickte er in die Tiefe und erschrickt sich fürchterlich. Er sieht am tiefen Grund von diesem Loch wimmernde, unbekleidete Menschen. Es lodert ein heißes Feuer und wilde Bestien schlagen auf die Körper der Menschen ein. Sogleich rennt der Atheist verwirrt zum Teufel und fragte aufgelöst, was denn das für ein Loch sei? Der Teufel versteht die Frage nicht und so fragte der Atheist nochmals nach dem tiefen Loch mit dem Feuer, den Bestien und den Menschen dort hinten bei den Dünen. Ach, meint der Teufel, „Das ist für die Christen, die wollen das so..

      Quelle

      • erikschueler sagt:

        Der gefällt mir unglaublich gut 😀

        • sonnyraven sagt:

          Was haltet ihr von diesem Witz: Ein Astronaut kehrt nach erfolgreicher Mission auf die Erde zurück. Er geht zum Papst und sagt: „Als ich dort oben war, habe ich Gott gesehen. Und wenn Du mir nicht drei Millionen Euro gibst, sage ich allen die Wahrheit“. „Mein Sohn,“ sagt der Papst, „es ist doch gut, wenn die Menschen die Wahrheit erfahren.“ „Ja,“ antwortet der Astronaut, „aber Gott ist schwarz.“ Er bekommt seine drei Millionen Euro. Dann reist er nach Israel, geht zum Ober-Rabbi und sagt: „Als ich dort oben war, habe ich Gott gesehen. Und wenn Du mir nicht drei Millionen Euro gibst, sage ich allen die Wahrheit“. Der Ober-Rabbi antwortet: „Mein Sohn, es ist doch gut, wenn die Menschen die Wahrheit erfahren.“ „Ja,“ erwidert der Astronaut, „aber Gott spricht arabisch“. Er bekommt wieder seine drei Millionen Euro. Daraufhin reist er in die islamischen Länder, trifft sich mit dem Oberimam und sagt: „Als ich dort oben war, habe ich Gott gesehen. Und wenn Du mir nicht drei Millionen Euro gibst, sage ich allen die Wahrheit“. „Mein Sohn“, antwortet der Oberimam, „es ist doch gut, wenn die Menschen die Wahrheit erfahren.“ Darauf der Astronaut: „Ja, aber sie ist lesbisch“.

  3. Violet Teki sagt:

    Astronaut: Ich war jetzt schon so oft im Weltall – doch sowas wie einen Gott habe ich noch nie gesehen

    Hirnchirug: Ich habe jetzt schon soviele Gehirne operiert, aber sowas wie einen Gedanken habe ich noch nie gesehen

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