Vergewaltigung von Prostituierten

Nach Ansicht gewisser US-Richter gibt es so etwas nicht:

Hinzukommt, dass 1986 ein US-Richter in den USA entschieden hatte, dass eine Prostituierte nicht vergewaltigt werden kann, dass es also Vergewaltigung von Prostituierten nicht gibt. Weil Prostituierte Sex gegen Entgelt anbieten, können sie nicht vergewaltigt werden: “a whore is a whore is a whore” (S. 76). Diese Entscheidung prägt den Umgang mit Vergewaltigung von Prostituierten (auch durch Polizei) bis heute.

“The law does not afford prostitutes protection against rape or sodomy if they had agreed to and were paid for a lesser sex act. A man could force the prostitute to engage in sexual intercourse and sodomy without being criminally liable as long as he didn’t physically abuse her. A woman who goes out on the street and makes a whore out of herself opens herself up to anybody. She steps outside the protection of the law. That’s a basic and fundamental legal concept.”[LA Times, April 24, 1986]

Welches Rechtsverständnis muss jemand haben, um so etwas zu verkünden. Selbstverständlich kann eine „Hure“, wie der Richter sie nennt, vergewaltigt werden. Nämlich dann, wenn sie nicht mit einem Mann schlafen will, oder bestimmte Praktiken nicht duldet, und der Mann es trotzdem tut. Eine Prostituierte ist doch keine rechtlose Person.

Dass es weniger schlimm sein soll, eine Prostituierte zu vergewaltigen, als eine andere Frau wird wohl auch in Deutschland so gesehen:

Deutschland 2012 (Hannover): Im März 2012 wird ein Beamter der Bundespolizei wegen Vergewaltigung einer bulgarischen Prostituierten verurteilt. Die Freiheitsstrafe beträgt zwei Jahre, wurde aber auf Bewährung ausgesetzt.

Eine Bewährungsstrafe für eine Vergewaltigung halte ich für einen schlechten Witz. Eine Vergewaltigung ist ein weit schwereres Verbrechen als Filme auf kino.to zu hosten, dennoch wird letzteres mit viereinhalb Jahren bestraft. Die meisten Vergewaltigungsstrafen sind allerdings keine Bewährungsstrafen, was viel über die Denke bei diesem Fall aussagt.

Im Allgemeinen stelle ich mir schon lange die Frage: Gibt es eigentlich Prostituierte, die ihren Beruf gerne ausüben? Oder fühlen sich alle dazu genötigt? Theoretisch könnte ich mir schon vorstellen, dass eine Frau sagt: Super Job. Man verdient gut Geld und hat Spaß dabei. Aber gibt es sowas wirklich? Aussteigerinitiativen berichten natürlich immer von den Fällen, die das eigentlich gar nicht wollten. Sie haben aber auch eine selektive Fallauswahl, da eingefleischte Prostituierte mit Spaß an der Arbeit sicher nicht dort hin gehen.

Ich fände die Antwort auf diese Frage sehr wichtig. Denn wenn es sowieso keiner wirklich freiwillig macht, könnte man ja alle Hebel in Bewegung setzen um Prostitution abzuschaffen, etwa wie in Schweden, wo Freier und Zuhälter bestraft werden. Wenn es allerdings Freiwillige gibt, sollte man diesen Beruf komplett legalisieren und eine Ausbildung anbieten. Es sollte dann so weit wie möglich ein Beruf wie jeder andere sein, natürlich im Rahmen der Jugendschutzvorschriften.

Die Antwort kenne ich aber nicht. Insofern bleibe ich unentschieden. Was meint ihr?

Machts gut!

Euer Alien

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44 Kommentare zu “Vergewaltigung von Prostituierten

  1. humanicum sagt:

    Prostitution wird es immer geben. Es ist aber eine Frage der Regulierung und Gesetzgebung, die darüber entscheidet, ob Menschenhandel und Prostitutionszwang das älteste Gewerbe bestimmt, oder die freie – „freiberufliche“- Prostitution als Dienstleistung und anerkannter Beruf. Die Legalisierung in Deutschland ist ja bereits durchgeführt, wenn auch nicht aus vorgeschobenen humanen Gründen, sondern wegen den Steuern, die von den Damen erhoben werden. Bemerkenswert ist, dass sie zwar bezahlen dürfen, aber bislang noch über keinen Sozialversicherungsschutz verfügen, wie es bei anderen akzeptierten Berufen der Fall ist. Da muss sich noch einiges ändern – vor allem müssen wir von der christlich bürgerlichen Scheinheiligkeit und Verlogenheit weg kommen. Und wir brauchen eine bessere Kontrolle. Menschenhändlern und Zuhältern muss das Handwerk gelegt werden. Sozialversicherungsschutz muss eingeführt werden und auch die Beratung für Prostituierte finanziell unterstützt werden. Eine Verteufelung und Kriminalisierung des Gewerbes und der Freier sind kontraproduktiv und schaffen eine kaum zu kontrollierende Schattenwirtschaft, die Not und Elend unter den Prostituierten verbreiten würde.

  2. pH!L sagt:

    Man könnte wieder die Philosophiekeule auspacken und fragen, ob es so etwas wie einen freien Willen überhaupt gibt.
    Ungeachtet dessen finde ich, dass Prostitution nichts Schlimmes ist. Ich würde sogar soweit gehen zu fordern, dass einjeder das Recht darauf haben sollte, sich selbst prostituieren zu dürfen.
    Menschenhandel und Zwangsprostitution sollte unterbunden werden, da eindeutig gegen den Willen der Frauen gehandelt wird. Das Wort Vergewaltigung bezieht sich nicht nur auf die Gewalt über den Körper sondern und das finde ich viel bedeutsamer auf die Gewalt über den Willen.
    Es gibt viele Prostituierte, die von sich selber behaupten, dass sie es freiwillig tun. Weiterhin umfasst der Begriff Prositution (für mich) nicht nur bezahlten Geschlechtsverkehr. Stichworte: Cybersex, Telefonsex, Webcamsex. Im Prinzip all das, wo man für sexuelle Leistungen bezahlt wird. Und insbesondere beim Cyber- und Webcamsex erleben wir in den letzten Jahren einen regelrechten Boom, der nicht durch Zuhälter erzwungen wird. Das Internet macht es vielen Frauen leichter, sich auch ohne Zuhälter zu prostituieren.

    • Alien sagt:

      „Man könnte wieder die Philosophiekeule auspacken und fragen, ob es so etwas wie einen freien Willen überhaupt gibt.“

      Theoretisch hast du Recht. Praktisch denke ich, dass man die Freiwilligkeit sehr gut überprüfen könnte, z.B. mit anonymen Fragebögen.

      Ansonsten stimme ich dir wahrscheinlich zu.

  3. Ich denke durchaus dass es viele freiwillige Prostituierte gibt, worunter sie vermutlich noch am ehesten leiden ist das Bild von ihnen in der Öffentlichkeit. Ich sehe nichts schlimmes daran diese Dienstleistung zu erbringen. Und dass Prostituierte in den USA nicht vergewaltigt werden können halte ich für krass. Ein Dienstleister hat das Recht bestimmte Kunden, die sich nicht seinen Vorgaben gemäß verhalten abzuweisen. Ein Taxifahrer muss auch keinen pöbelnden Kunden mitnehmen.

  4. Anonymous sagt:

    Wenn du in unserer Gesellschaft nach Menschenrechtsverletzungen oder idiotischen Gesetzen suchst, dann schau in die USA oder nach China. Es ist unvorstellbar was dort alles abläuft.

  5. Christina sagt:

    „Wenn es allerdings Freiwillige gibt, sollte man diesen Beruf komplett legalisieren und eine Ausbildung anbieten. Es sollte dann so weit wie möglich ein Beruf wie jeder andere sein, natürlich im Rahmen der Jugendschutzvorschriften.“

    Wenn das wirklich mal ein Beruf mit Ausbildung werden sollte, dann können sich die Arbeitslosen (wie z. B. auch M.E. hier) ja wirklich freuen.

    Ich habe das gedanklich mal durchgespielt.

    Arbeitsvermittler: „Wir haben Ihnen hier eine Stelle als Prostituierte anzubieten.“

    Arbeitsloser: „Nein das möchte ich nicht machen.“

    Arbeitsvermittler: „Was? Sie lehnen eine Ihnen zumutbare (sie sind ja jung und gesund) Arbeitsstelle ab? Das müssen wir sanktionieren. Also, die nächsten 3 Monate wird Ihre Stütze erstmal gestrichen. Dann haben Sie genug Zeit um über Ihre Arbeitsunwilligkeit nachzudenken. Geht doch wohl nicht an, dass Sie dem Steuerzahler auf der Tasche liegen.“

    So ähnlich könnte ich mir das dann vorstellen. Das wären ja super Aussichten. Würdet Ihr das wirklich wollen?

    Ansonsten bin ich dafür, dass Prostitution verboten wird (egal ob das jemand gerne macht oder nicht). Ich wußte gar nicht, dass das in Schweden so ist. Finde ich super. In der ehemaligen DDR war das auch verboten und niemand hat es vermisst. Frauen sind keine Gegenstände, die man je nach Laune benutzen kann. Sex sollte was mit Liebe zu tun haben. Das ist meine Meinung.

    • Alien sagt:

      Also ich glaube, bzw. hoffe, dass es auch unter heutigen anerkannten Berufen welche gibt, die nicht für jeden als zumutbar gelten. Zum Beispiel kann ich mir nicht vorstellen, dass jemand eine Metzgerausbildung machen muss, weil das Jobcenter grad eine Stelle hat. So sehe ich das hier auch. Prostitution als normaler Beruf mit Sozialversicherung und allem drum und dran, aber nicht zumutbar für jeden Arbeitslosen.

    • Caseus Mollis sagt:

      „In der ehemaligen DDR war das auch verboten und niemand hat es vermisst.“
      Na klar, und in der Sowjetunion gab es bekanntlich auch keinen Sex.

      Man muss bloß in den entsprechenden Wikipedia-Artikel schauen (auch wenn das natürlich nicht die beste Quelle ist), um zu sehen, dass diese Aussage so nicht stimmt. Prostitution wurde geduldet und zur Devisenerwirtschaftung und zur Informationsbeschaffung für die Stasi verwendet.

      Ein Verbot der Prostitution führt doch nur dazu, dass sie auf den Schwarzmarkt verlagert wird – mit entsprechend schlimmen Folgen für die Sexarbeiter_innen.

      „Sex sollte was Liebe zu tun haben.“
      Der Meinung darfst du ja gerne sein, aber zwinge doch bitte nicht anderen Leuten deine romantischen Vorstellungen von Liebe auf. Am meisten vom Thema dürften ohnehin die Sexarbeiter_innen selbst verstehen. Entsprechende Infos gibt es z.B. unter http://www.hydra-berlin.de und beim Global Network of Sex Work Projects http://www.nswp.org/.

      • Christina sagt:

        „Na klar, und in der Sowjetunion gab es bekanntlich auch keinen Sex.“

        Klar gab es da Sex, sonst wären sie dort ja ausgestorben. 😉
        Aber ich nehme mal an, Du meinst käuflichen Sex.
        Ich kann nicht sagen, wie das in der SU war, denn ich bin in der DDR groß geworden.

        „Man muss bloß in den entsprechenden Wikipedia-Artikel schauen (auch wenn das natürlich nicht die beste Quelle ist), um zu sehen, dass diese Aussage so nicht stimmt. Prostitution wurde geduldet und zur Devisenerwirtschaftung und zur Informationsbeschaffung für die Stasi verwendet.“

        Nun, ich bin in der DDR aufgewachsen. Zählt das mehr als Wikipedia?

        Im normalen Leben gab es keine Prostitution. Es sollen aber (das wurde aber glaube ich, wenn ich mich recht erinnere, erst nach der Wende bekannt) für „ausländische“ Diplomaten etc.,die in die DDR eingereist sind, Frauen, die sich freiwillig zur Verfügung gestellt haben, wahrscheinlich gegen entsprechende Entlohnung, bereitgestellt worden sein.

        Das waren Einzelfälle. Aber man kann insofern schon sagen, es war eine Doppelmoral, jawohl.

        Aber die normale Bevölkerung hat davon nichts mitbekommen und war davon auch wie schon gesagt nicht betroffen. Ich fand’s besser. Und es wurden nun infolge dieses Verbots auch nicht massenweise Frauen auf der Straße vergewaltigt, ganz im Gegenteil, war ja die Kriminalitätsrate in der ehemaligen DDR niedriger als wie heute.

        „Der Meinung darfst du ja gerne sein, aber zwinge doch bitte nicht anderen Leuten deine romantischen Vorstellungen von Liebe auf. “

        Wem bitte habe ich was aufgezwungen? Ich habe geschrieben, das ist MEINE Meinung.

    • M.E. sagt:

      Es gibt bereits ein Urteil, nachdem das Jobcenter eine Person nicht zur Prostitution zwingen darf – weil sie es nämlich schon versucht haben. Sie sind gescheitert, obwohl die Prostitution in Deutschland legal ist.
      Und ich möchte als Vegetarierin auch nicht gezwungen, in einer Metzgerei oder einem Schlachthof zu arbeiten. Auch das ist eigentlich nicht erlaubt.
      Was allerdings sehr wohl passieren könnte, sind Jobangebote von Institutionen, die ich nicht weniger verachtenswert finde als Bordelle – Ausländerbehörden, Abschiebeknäste, Psychiatrien, oder eben Ausbeuterunternehmen oder Call-Center… Was zumutbar ist, sollte eigentlich am besten die Person selber entscheiden. Ich fände es eine Frechheit, mir einen Job anzubieten, wo ich anderen schade, und das wäre für mich eine Schande, die nicht geringer wäre als die, meinen Körper zu „vermieten“.
      Bitte benutze mich nicht mehr als Argument. Ich kann für mich selbst reden und kenne meine Situation besser als du. Ich denke nicht, dass es böse gemeint war, aber ich lästere hier doch auch nicht über religiöse Mütter oder so, ohne selbst welche zu kennen.

      • Christina sagt:

        Ich habe Dich nicht als Argument benutzt, sondern lediglich als Beispiel angeführt, da ich Deinen Kommentaren zufolge angenommen habe, dass Du arbeitssuchend bist. Was soll daran denn „lästern“ gewesen sein – verstehe ich echt nicht. Ich habe nichts Abwertendes oder Schlechtes über Dich gesagt. Aber bitteschön, ich werde Deinen Namen in Zukunft nie mehr erwähnen, egal in welcher Beziehung. Ist vielleicht besser so.

        • Christina sagt:

          Und mal noch nebenbei, mein Mann und ich kennen Arbeitslosigkeit auch sehr gut. Also warum sollte ich über Arbeitslose lästern?

      • Alien sagt:

        „weil sie es nämlich schon versucht haben“

        Oh mein Gott! Das kann nicht wahr sein. Was für ein kranker Mitarbeiter war das denn?

        • Christina sagt:

          Ich kann mich an diesen Fall auch noch erinnern und vielleicht sollte ich an dieser Stelle jetzt doch mal eine Bresche für das JobCenter schlagen. Nicht, das ich mit allem, was dort passiert einverstanden wäre, ganz im Gegenteil.

          Aber in dem Fall war es wohl so, dass der Arbeitsvermittler (ich glaube es war in Sachsen) der Arbeitssuchenden eine Stelle vorgeschlagen hatte, die als „Bardame“ o. ä., wie deklariert war. Es war aus der Arbeitsbezeichnung jedenfalls nicht ersichtlich, dass es sich dabei um Prostitution handeln sollte.

          Als sich die Arbeitssuchende dann dort vorstellte, erfuhr sie ihr wahres Einsatzgebiet. Daraufhin hat sie sich furchtbar darüber aufgeregt und natürlich zu Recht beim JobCenter beschwert. Dieses hat sich dann bei ihr entschuldigt.

          So lag der Fall wohl. Der wahre Schuldige ist da wohl eher derjenige Witzbold, der glaubte, über das JobCenter seine Prostituierten anwerben zu können, indem er seine offenen Stellen dort meldete.

    • pH!L sagt:

      „Ansonsten bin ich dafür, dass Prostitution verboten wird (egal ob das jemand gerne macht oder nicht). Ich wußte gar nicht, dass das in Schweden so ist. Finde ich super. In der ehemaligen DDR war das auch verboten und niemand hat es vermisst. Frauen sind keine Gegenstände, die man je nach Laune benutzen kann. Sex sollte was mit Liebe zu tun haben. Das ist meine Meinung.“

      Nur weil es ein paar Menschen nicht gefällt, heißt das nicht, dass es verboten werden soll. Ich glaube dir nicht, wenn du sagst, dass es in der DDR niemand vermisst hätte, weil ich nicht glaube, dass du alle Bürger der DDR persönlich kanntest. Demzufolge zählt dein Leben in der DDR nur bedingt soviel, wie ein Wikipediaartikel oder eine ordentliche Dokumentation/Reportage, da du einfach als Einzelperson mit deinem eingeschränkten Umfeld eine viel zu kleine Sicht auf das Ganze gehabt haben kannst.

      „Sex sollte etwas mit Liebe zu tun haben.“ Das klingt für mich sehr altmodisch, nach einem durch Tabus sehr eingeschränktem Denken, nach Dogmen, die keinerlei Begründung haben. Essen sollte vielleicht auch etwas mit Hunger zu tun haben. Das würde sogar noch mehr Sinn machen, da, wenn man etwas isst, Essen vernichtet und es in Anbetracht der vielen Hungernden eigentlich ziemlich ignorant wäre. Trotzdem isst einjeder auch einmal wenn er keinen Hungern hat, da es einfach schmeckt, weil es einem gefällt.

      • Christina sagt:

        Nun ja, „es hat niemand vermißt“, war vielleicht ein bißchen falsch ausgedrückt. Ich meinte damit, das Leben hat funktioniert ohne Bordelle und Prostituierte und niemand hat laut danach geschrien.

        In der DDR galt Prostitution als Diskriminierung der Frau als „reines Sexobjekt“, was es ja auch ist.

        • Alien sagt:

          Ist ein Handwerker dann ein „reines Bauobjekt“? Wenn ich eine Dienstleistung in Anspruch nehme, degradiere ich damit nicht den Dienstleister.

          • Christina sagt:

            Kann man wohl kaum miteinander vergleichen.

            Seinen Körper zu sexuellen Handlungen zu verkaufen, ist was ganz anderes und ganz und gar kein normaler Broterwerb. Der Frau wird signalisiert, Du bist eigentlich NUR dazu gut, mich an Dir zu befriedigen. Wie ekelhaft. Wohl ganz und gar nicht mit einem Handwerker etc. zu vergleichen.

            Man kann sicher vieles an der DDR kritisieren, aber in dem Punkt hatte die damalige Obrigkeit der DDR schon vollkommen Recht: Prostitution ist menschenverachtende Diskriminierung von Frauen. (Manchmal merken es dieselben nur gar nicht mehr, was da mit ihnen geschieht und haben noch Spaß daran, wie traurig.)

            • Alien sagt:

              „(Manchmal merken es dieselben nur gar nicht mehr, was da mit ihnen geschieht und haben noch Spaß daran, wie traurig.)“

              Das ist ja schon irgendwie egozentrisch und überheblich. Den Leuten vorzuwerfen, sie könnten nicht selber denken, und nicht selbst wissen, was ihnen Spaß macht. Für mich wäre dieser Beruf nichts, für dich offenbar auch nicht, aber das heißt doch noch lange nicht, dass es nicht für manche Menschen genau das Richtige ist.
              Ich kann mir viele andere Berufe auch nicht vorstellen, die aber tatsächlich Leute gerne machen.

              • M.E. sagt:

                Find ich auch. Man sollte seine Meinung nicht zum Standard für alle machen.
                Ich fände es auch eklig, Sex mit ganz fremden Menschen zu haben, wiel für mich Sex schon etwas mit Symphatie oder ähnlichen Gefühlen zu tun hat, aber warum sollen andere Menschen das auch so sehen? Solange sie andere damit in Ruhe lassen und niemandem schaden, sehe ich nicht, warum sich andere Menschen einmischen sollen.
                Ich finde es übrigens auch ekelhaft, um 5 Uhr morgens aufstehen und den ganzen Tag arbeiten zu müssen, weil man mir dadurch mein Leben und alle Rechte wegnimmt und ich mich dann doch lieber umbringen würde, wäre weniger schmerzhaft… Trotzdem stelle ich fest, dass es staatlich sogar verordnet ist, dass Millionen Kinder in Deutschland (und auch einige Menschen jenseits der Schulpflicht) genau das tun müssen!
                Was ekelhaft ist und was nicht, und was eine Schande sein soll, ist immer kulturell definiert und daher relativ.

              • Christina sagt:

                Fändest Du es auch egozentrisch und überheblich, wenn ich sagen würde, dass manche Menschen, die von Zigaretten, Alkohol oder Drogen abhängig sind manchmal gar nicht mehr merken, was da mit ihnen geschieht und dass sie sogar noch Spaß daran haben, sich ihre Gesundheit und ihr Leben zu ruinieren? Ist etwa dasselbe.

                • Christina sagt:

                  Sorry, die Antwort ist hier irgendwie an der falschen Stelle gelandet, war für Alien gedacht.

                  • Christina sagt:

                    „Ich fände es auch eklig, Sex mit ganz fremden Menschen zu haben“

                    Da hast Du mich etwas falsch verstanden. Natürlich ist das auch eklig, was Du schreibst, aber ich meinte eigentlich, dass es eklig ist, was diese Männer tun, nämlich Frauen wie Gegenstände zu benutzen.

                    • pH!L sagt:

                      Du kannst das ja eklig finden, wenn du möchtest. Dann empfindest du eben so. Doch solltest du im Hinterkopf behalten, dass es wesentlich konstruktiver von dir wäre, wenn du mal überlegen würdest, warum viele Menschen anders denken.
                      MMn gibt es Dinge auf der Welt, die es wesentlich mehr verdient haben, als eklig eingestuft zu werden. Und weiterhin die Frauen als Opfer darzustellen und die Männer als eklig, zeugt davon, dass verdrängt wird, dass es auch viele Frauen auf dieser Welt gibt die auch männliche Prostituierte in Anspruch nehmen.
                      Diese generelle Verurteilung von Männern die eben kein Interesse an mehr als nur Sex haben, geht mir tierisch auf den Geist. Wenn das von vornherein alles klar ist, dann ist da, wie ich finde, nichts schlimmes dabei….

  6. M.E. sagt:

    Das Problem an dieser Diskussion (ähnlich wie vor einiger Zeit beim Beitrag über Schutzehen) ist, dass sie wohl ohne die Beteiligung der Betroffenen auskommen muss. Dabei wissen die Leute doch am besten selber, ob sie freiwillig arbeiten und ob ihr Job abgeschafft gehört, oder?
    Ich habe jetzt einiges dazu gelesen, unter Anderem eine sehr auflussreiche Studie von Studierenden aus Barcelona (gibt’s leider nur auf Spanisch, daher kommt man nicht so leicht dran, bei mir steht sie im Bücherregal). Ob es wirklich freiwillige Prositution gibt? Jein. Da muss man sich zuerst überlegen, was „freiwillig“ überhaupt bedeutet. Stellen wir uns mal vor, wir würden in einer Gesellschaft ohne materielle Not leben, für die Befriedigung der Grundbedürfnisse wäre dann gesorgt, es gäbe keine Benachteiligung von Migrantinnen auf dem Arbeitsmarkt und die Berufs- und Wohnortwahl wäre wirklich frei, auch Bildung wäre wirklich kostenlos, so dass sich kein Mensch den Kopf zerbrechen müsste, wovon er seinen Kindern denn das Studium bezahlen soll… Dann gäbe es keine freiwillige Prostitution. Wer Bock auf Sex mit Fremden hätte, könnte sich irgendwie anders organisieren. Ohne Existenzängste gäbe es keinen Arbeitszwang, und ohne den auch keine Prostitution.
    Nun fällt aber jedem auf, dass wir von dieser Gesellschaft weit entfernt sind. Und unter den vorhandenen Bedingungen kann Prostitution durchaus eine rationale Wahl sein. Etwa für Frauen (und auch einige Männer, Trans- und Intersexuelle), die nicht damit klarkommen, immer einen Chef zu haben, der sie herumkommandiert und ihnen feste Arbeitszeiten vorschreibt. Auch Menschen, die einen anderen Tagesrhytmus haben und z.B. früh am Morgen kaum arbeitsfähig sind, werden in dieser Gesellschaft unheimlich diskriminiert und erniedrigt, ihnen wird mangelnder Fleiß vorgeworfen und Arbeit aufgezwungen, die sie krank macht. Auch heißt es über Verhältnisse in Spanien, dass insbesondere Migrantinnen häufig nur Prostitution oder Arbeit als Haushaltshilfe offen stehen (wobei Letzteres viel schlechter bezahlt wird und häufig noch viel mehr Erniedrigungen mit sich bringt).
    Meine Schlussfolgerung daraus: Solange es den Kapitalismus gibt, wird es auch Prostitution geben. Daher führen alle Debatte um deren Abschaffung ins Nichts. Das einzige, was man da erreicht, ist, den Beruf zu kriminalisieren und die Prostituierten dadurch erst recht zu Opfern von Gewalt zu machen. Lieber sollte man sich ernsthaft fragen, was für Menschen denn so drauf sind, dass sie andere Menschen besitzen wollen (und warum die allermeisten von ihnen männlich sind). Und wie man die Not abschaffen könnte, die die freie Wahl der Beschäftigung bei Menschen einschränkt.
    Hier noch ein Link zu einer richtig coolen Posterkampaghne aus Irland:
    http://www.turnoffthebluelight.ie/about/poster-campaign/

    • Alien sagt:

      „Meine Schlussfolgerung daraus: Solange es den Kapitalismus gibt, wird es auch Prostitution geben. Daher führen alle Debatte um deren Abschaffung ins Nichts. Das einzige, was man da erreicht, ist, den Beruf zu kriminalisieren und die Prostituierten dadurch erst recht zu Opfern von Gewalt zu machen.“

      Nicht unbedingt. Ich halte eine volle Legalisierung der Prostitution für einen sinnvollen Weg, unter der Voraussetzung, dass sie freiwillig (ja ich weiß, das ist relativ) stattfindet. Die Freiwilligkeit könnte man übrigens durchaus sehr stichhaltig und wissenschaftlich mit anonymen Fragebögen erheben.

      Aber wenn man die Prostitution verbieten möchte, ist Schweden sicher ein relativ gutes Beispiel, da dort eben nicht die Prostituierten kriminalisiert werden, sondern die Freier und Zuhälter. Wobei das schwedische Konzept eben den Pferdefuß hat, dass freiwillige Prostitution faktisch auch verboten ist.

      • M.E. sagt:

        Ich fände das im Prinzip ja auch am besten, weil man dann diejenigen bestrafen würde, die ja die wirkliche Schuld tragen. Es ist nur so, dass ich jetzt schon oft gehört habe, dass das in der Praxis nicht funktioniert und dann doch den Sexarbeiterinnen schadet.
        Habe jetzt Folgendes nachgelesen (sorry ist auf Englisch, du hast aber studiert und wirkst relativ jung, daher nehme ich an, du kannst es lesen):
        „Sex workers rights groups and some antitrafficking
        organisations (including GAATW) have strongly opposed criminal penalties against clients as this
        approach:
        • Has not reduced trafficking or sex work;
        • Threatens sex workers’ income security and working conditions, such as by increasing competition
        amongst sex workers, and increasing the vulnerability of sex workers who must negotiate with
        nervous and scared clients (i.e. less time for workers to determine whether a potential client is
        safe or not);
        • Has not stopped violent or abusive clients who are more experienced at evading law enforcement,
        but has ended up impacting less experienced clients and ‘good’ clients;
        • Dismisses and silences the concerns, priorities and knowledge of sex workers;
        • Muddles anti-trafficking efforts by confusing trafficking with sex work;
        • Increases police’s power over sex workers; and
        • Increases stigma against women in sex work.“
        Und zwar aus diesem Report (ist aber ewig lang, ich hab auch nur den Anfang gelesen, ist also mehr als Beweis gedacht, dass ich das nicht erfunden habe).
        Ist ein schweres Thema. Der Beruf kommt mir eklig und unheimlich sexistisch vor, weil die Mehrheit der Anbietenden eben weiblich und die Mehrheit der Kunden eben männlich sind und ich deswegen intuitiv befürchte, dass wenn so etwas normal wäre, die unfairen Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern zementiert wären und jeder Arsch dann das Recht hätte, von mir auf der Straße sonst was zu verlangen… Aber ich muss manchmal auch ein wenig weiter denken als das, was meine Ängste und Traumata suggerieren. Ich finde SM-Sexpraktiken auch ziemlich eklig und Gruppensex auch recht seltsam, aber wer bin ich denn, um das für andere Menschen zu entscheiden? Viele Menschen finden es genauso komisch, dass ich in einer offenen Beziehung lebe, wo Fremdgehen möglich ist, solange man sich nicht anlügt. Viele Menschen sagen, das kann nicht sein, wenn ich sage, dass ich zwei Freunde habe, und dann bin ich beleidigt, weil das nämlich schon seit Jahren funktioniert, weil ich nicht pervers oder promiskuitiv oder was auch immer bin und mich um meine Freunde wirklich kümmere – mehr als manche Leute, die nur einen(n) Partner(in) haben. Wenn ich damit in Ruhe gelassen werden will, dann muss ich diese Ruhe auch anderen gönnen!

        • Alien sagt:

          Danke für die Info. Das und die Vermutung, dass es Freiwillige gibt, bestärkt mich in dem Ruf nach Legalisierung und Akzeptanz des Berufs.

  7. Alien sagt:

    Ein interessanter Artikel dazu. Freiwillig, weil es mehr Geld bringt.

  8. Joan sagt:

    Spannendes Thema, dazu kann ich dir zwei Blogs empfehlen:
    streetgirl.twoday.net und sinamore6.blogspot.de, die sich aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln mit dem Thema befassen.
    Ich hab mir jetzt nicht die ganze Diskussion durchgelesen, aber ich würde Prostitution ganz legal wie jede Dienstleistung auch behandeln, mit dem wichtigen Unterschied, dass legal nicht mit zumutbar gleichgesetzt wird, und den Beruf nicht „institutionalisieren“ (iSv Ausbildung, Qualifikation, geschützten Bezeichnungen etc.), darauf kommen hoffentlich nicht mal die Industrie- und Handwerkskammern. Also: es gibt durchaus Prostituierte, die das gern machen, oder zumindest als akzeptablen Job betrachten – allen anderen muss natürlich geholfen werden, einen anderen Weg zu finden, aber in Form von Angeboten, nicht von Verboten.

    • Alien sagt:

      Danke für die Links.

      Zum Thema Ausbildung: Diese hätte sicherlich Vorteile. Gesundheitsschutz etc. könnten dort intensiv behandelt werden. Sie muss ja nicht gleich drei Jahre dauern.

  9. Christina sagt:

    Es wundert mich immer wieder, dass sogar Frauen es gutheißen, wenn andere Frauen sich wie Gegenstände behandeln und sexuell mißbrauchen lassen (selbst wenn sie das freiwillig tun). Übrigens nicht immer aus Not, sehr oft einfach aus Geldgier, eben nicht so anstrengend wie ein anderer Job, z. B. Putzen. Habe darüber schon öfters Reportagen gesehen.

    Wie schon gesagt, man kann es ja auch nicht gutheißen, wenn andere Menschen sich mit Nikotin, Alkohol und Drogen ihre Gesundheit und ihr Leben ruinieren.

    • Alien sagt:

      Alkohol und andere Drogen können süchtig machen. In diesem Fall sind die Süchtigen nicht vollkommen entscheidungsfähig. Prostituierte hingegen machen das aus freien Stücken, und wenn sie sich gut schützen, ist die Gesundheit auch nicht überdurchschnittlich gefährdet. Der Vergleich hinkt also sehr stark.
      Solange die Damen psychisch damit klar kommen und es freiwillig tun, ist es damit doch in Ordnung.

    • M.E. sagt:

      „Wie schon gesagt, man kann es ja auch nicht gutheißen, wenn andere Menschen sich mit Nikotin, Alkohol und Drogen ihre Gesundheit und ihr Leben ruinieren.“
      Nö. DU kannst es nicht gutheißen. Bitte nicht verallgemeinern. Andere können machen, was sie wollen, und auch gutheißen, was sie wollen.
      Ich kann zum Beispiel nicht gutheißen, wenn andere Menschen mir aufzwingen wollen, wie ich mein Leben führen soll. Ich halte das für Gewalt. Und ich finde, Religion ist auch eine Droge. Habe aber nichts dagegen, wenn sich die anderen nicht ihres Verstandes bedienen wollen – es ist eben ihr Verstand und ihr Leben.
      Außerdem kann ich es nicht gutheißen, wenn man einvernehmlichen Sex mit sexuellem Missbrauch verwechselt. „Sexuell missbraucht werden“ und „freiwillig tun“ sind völlig gegenteilige Sachen. Das gleichzusetzen finde ich verletzend und verharmlosend, und auf Dauer führt das zu mehr Gewalt.
      Jede*r soll so leben wie er oder sie will, solange das nicht anderen schadet. Weder du noch jemand Anderes auf der Welt hat das Recht, anderen Menschen ihre Lebensweise zu verbieten.

    • Joan sagt:

      Das mit dem „Gutheißen“ würde ich gern korrigieren. Ich fände es nur sonderbar, die Strafverfolgungsbehörden mit Dingen zu beschäftigen, die einvernehmlich unter Erwachsenden geschehen und bei denen niemand zu Schaden kommt. Für alles andere (Nötigung, Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung etc.) gibt es jetzt schon die entsprechenden Straftatbestände. Siehst du denn keinen Unterschied zwischen dem, was du nicht in Ordnung findest, und dem, was verboten sein soll? Wenn eine Frau es entwürdigender findet, 12 Stunden am Tag fremder Leute Küchen zu putzen, als ihren Körper zu verkaufen, dann sind das nunmal ihre Prioritäten, auch wenn wir die nicht teilen.

  10. Sina sagt:

    „Gibt es eigentlich Prostituierte, die ihren Beruf gerne ausüben?….Denn wenn es sowieso keiner wirklich freiwillig macht…“

    Dazu ist anzumerken, dass es zwischen leidenschaftlicher Berufung und Zwang noch vieles dazwischen gibt. Darin fallen wahrscheinlich die meisten Sexarbeiterinnen, wie auch die meisten anderen Berufstätigen. Ich bin als Sexarbeiterin tätig und liebe diesen Job, die Kolleginnen welche ich kennengelernt habe machen es auch gern. Meine Erfahrung ist natürlich vorselektioniert, aber sie zeigt dass es sicherlich keine Riesenausnahme ist. Das muss man eigentlich gar nicht fragen, es gibt hunderte von Sexarbeiterinnen welche das öffentlich sagen, auch wenn sie davon keinen wirtschaftlichen Nutzen haben (denn öffentliches outen als Prostituierte ist eher geschäftsschädigend, da das Gewerbe von Diskretion lebt). Ich schätze für die meisten ist es aber nicht der Traumjob, sondern schlicht etwas das sie machen um die Miete zu zahlen. Die Frage nach dem Zwang…da zähle ich den normalen wirtschaftlichen Zwang, den wir alle haben nicht dazu. Und gerade wenn es tatsächlich Zwang ist, zb. in Ländern wo Frauen fast keine anderen Möglichkeiten haben als Prostituierte, Sweatshoparbeiterin oder Hausmädchen zu sein, das dann aber sexuell missbraucht wird, nützt die Abschaffung der Prostitution nichts, im Gegenteil. Man muss für gesellschaftliche Veränderung bzgl mehr (zumutbaren, d.h. attraktive Alternativen zur Prostitution) Berufsmöglichkeiten sorgen anstatt Prostitution zu verdammen.

  11. Sina sagt:

    ps: Ich halte es für die Bekämpfung von Menschenhandel für unverzichtbar, Sexarbeit zu entstigmatisieren. Opfer von Zuhältern werden nicht nur mit Gewalt gefügig gehalten, sondern auch mit Drohungen der Familie von dem Missbrauch zu erzählen. Viele Zwangsprostituierte gehen deshalb nicht zur Polizei, weil sie Angst haben nicht ernstgenommen zu werden- etwas, das manchmal leider begründet ist. Scham spielt auch hinein, denn zusätzlich zum Stigma des Opfer-seins (welches ja auch andere Opfer von Vergewaltigungen erleben können) kommt das Prostitutions-Stigma, welches internalisiert wird, hinzu. Für ein erfolgreiches Entkommen stellt eine zwangsläufige Lücke im Lebenslauf eine weitere Hürde dar, da die unfreiwilligen Prostituierten Angst haben sowieso keine andere Stelle zu finden und so im altbekannten Leiden verharren. Kenne dazu keine Studien, habe von diesen Probleme aber schon in vielen Einzelberichten gelesen.

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