Eine wahre Geschichte

Heute mal was ganz und gar Unpolitisches:

Eine Lehrerin hat mit ihren Schülern im Rahmen eines Erlebnistages Jonglierbälle gebastelt und erste Schritte zum Jonglieren geübt. Diese Bälle bestanden einfach aus mit Milchreis befüllten Ballons. Überraschender Weise ist doch mal das ein oder andere Reiskorn auf den Boden gefallen. Nach dieser Aktion wurde der Boden von den Schülern gekehrt. Alles wieder gut, oder?

Nicht ganz. Die Reinigungskraft, die für die Klassenzimmer zuständig ist, hat wohl doch noch Reiskörner entdeckt. Daraufhin hat sie sich bei der Schulleiterin beschwert. Diese hat die Lehrerin diesbezüglich ermahnt.

Ist doch logisch, oder? Warum sollte eine Putzfrau auch putzen? Diese Frauschaften (das ist übrigens nicht sexistisch gemeint, ich habe tatsächlich noch nie einen Putzmann in einer Schule oder sonstwo gesehen, ihr?) werden schließlich bezahlt, um die Klassenzimmer auf Sauberkeit zu überprüfen und zu petzen, wenn es mal was zu putzen gäbe, damit die Schüler das putzen dürfen.

Ich warte schon auf den Klempner, der sich beschwert, dass das Rohr kaputt oder verstopft ist, die Verkäuferin, die sich beschwert, dass Kunden etwas kaufen möchten und den Taxifahrer, der sich beschwert, weil er ständig irgendwelche Menschen irgendwohin fahren muss. Oder auch die Kanzlerin, die sich beschwert, dass sie regieren muss, die Abgeordneten, die sich beschweren, dass sie Gesetze lesen und verabschieden müssen (zumindest letzteres meistens) etc.

Mist jetzt wurde es doch noch politisch. 😉

Na denn, jetzt wo ACTA erstmal vom Tisch ist, geht ruhig einmal feiern. Bis morgen!

Euer Alien

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27 Kommentare zu “Eine wahre Geschichte

  1. humanicum sagt:

    Acta ad acta. Sekt und Jubelparade. Jetzt noch GEMA knacken.
    PS, ich habe auch ne Ptutze. Weil sie aber Weihnachtsgeld kriegt und was zum Geburtstag, putzt sie sogar. Und staubwischt und füttert die Fische. Ja, ja, richtig gehört. Alles sauber. Wow. Was für ein Glück.

    • Alien sagt:

      „Weil sie aber Weihnachtsgeld kriegt und was zum Geburtstag, putzt sie sogar.“

      Das ist also der Grund. 😉

      • humanicum sagt:

        jepp, hätte die Lehrerin mal ein Trinkgeld gegeben. 2 Cent pro Reiskorn hätten locker gereicht…

        • Alien sagt:

          Oder 1 Cent fürs erste, 2 fürs zweite, 4 fürs dritte, 8 fürs vierte etc.

          Könntest du 24 Reiskörner bezahlen? 😉

          • humanicum sagt:

            Das alte Rätsel von Konfuzius. Das war doch der, oder? Nö. Bin kein Milliadär.
            😉

            • Alien sagt:

              Na also bei 24 sind es immerhin nur 83.886,08 Euro. Aber eine Eigentumswohnung ist da schon drin. 😉

              Bei 30 Teilen muss schon ein Ackermann-Jahresgehalt springen, und beim Schachbrett (64 Teile) reicht ein Milliardär lange nicht mehr. 😉

              • humanicum sagt:

                Ja, dann…
                schaue mir gerade den Beitrag über die Higgs Bosonen an, die Sensation in Cern. Hammer.

  2. Diese Putzfrau ist beileibe kein Einzelfall, ich kenne etliche, die sich endlos darüber auslassen können, wie Sch…e das ist, dass sie bedienen, putzen, pflegen müssen…

    • Alien sagt:

      Die Reaktion der Schulleitung finde ich eben auch Klasse. Beschwert sich bei der Lehrerin, statt der Putzfrau noch mal ihren Arbeitsvertrag zu zeigen.

  3. klausbaum sagt:

    eine schöne geschichte. diese putzfrau würde ich sofort engagieren, wenn ich nicht schon eine hätte.

    • Alien sagt:

      Ja, die würde dir schon beibringen, wie man die Wohnung sauber für die Putzfrau hinterlässt. 😉
      Das wird natürlich nicht ganz billig. 😀

  4. Christina sagt:

    Nun hackt mal nicht so auf den Putzfrauen rum. Wahrscheinlich waren das mehr als nur ein paar Reiskörner. Niemand kennt doch die genauen Hintergründe, oder?

    Die Putzfrauen an den Schulen haben es nicht so einfach (z. B. den Kaugummi überall unter den Bänken abzukratzen etc. ist sicher keine angenehme Beschäftigung) Das Übelste, was meine Kinder mal erlebt haben, war, dass in ihrer Schule, ein paar Schüler es wohl besonders witzig fanden, ständig mit der Klobürste die Toilettenwände mit Scheiße zu beschmieren.

    Da hätte ich mich als Putzfrau auch geweigert, das sauber zu machen. Schließlich hat sich dann der Hausmeister mehrere Tage auf die Lauer gelegt und die Schüler dann letztendlich auch auf frischer Tat ertappt.

    So geht es auch an den Schulen zu. Also meinerseits Hut ab vor den Putzfrauen.

    • Rowen sagt:

      „Die Putzfrauen an den Schulen haben es nicht so einfach (z. B. den Kaugummi überall unter den Bänken abzukratzen etc. ist sicher keine angenehme Beschäftigung) […]“ Wow, in welcher Schule warst du?
      Haben sich bei uns die Putzfrauen geweigert. Mussten Schüler machen. Oder es blieb einfach jahrelang unter den Tischen kleben, hat sich die Schule auch nicht dran gestört. Dreckige Toiletten? Aber ohne unsere Putzfrau, die Toiletten wurden einfach abgeschlossen mit einem „Vandalismus“-Zettel davor.
      Dreckige Tafel? Nicht das Problem der Putzfrau. Am Ende meiner Schulzeit haben sich die Putzfrauen so weit durchgesetzt dass sie nur jeden zweiten Tag putzen mussten. Und alte Räume mit Teppichboden musste entsprechende Klasse selbst saugen.
      Aufgabe der Putzfrau: Mülleimer ausleeren und die Böden wischen. Die Mutter einer sehr guten Freundin von mir arbeitet ebenfalls als Reinigungskraft und hat mehrere Jobs gleichzeitig um über die Runden zu kommen. Wäre doch viel schöner wenn die Putzfrauen den einen Job dann richtig machen könnten und davon leben können, ist aber leider in der Gesellschaft noch nicht angekommen.

  5. Jan sagt:

    Ich finde es bedenklich wenn sich jemand Humanicum nennt und sich dann über eine Person die in der Gesellschaft ganz weit unten steht so lustig macht.

    Ich frage mich ob die Person die du „Putze“ nennst, das selbe bekommt wie du pro Stunde. Ich putze noch selber und weiß das dies ein ziemlich anstrengender Job sein kann. Auch gerade in Schulen, wo jeder Person die putzt meist nur wenige Minuten pro Klassenraum zugestanden werden.

    Natürlich wäre es nett gewesen wenn die Person einfach den Reis weggefegt hätte, aber wer weiß wie oft sie schon deshalb viel länger arbeiten musste, weil die Klassenräume viel verschmutzter waren als de Schulleitung das angenommen hat. Irgendwann ist ihr vielleicht der Kragen geplatzt. Und sie hat es einfach gemeldet, das eben nicht gefegt war, sondern sie erst noch Fegen musste, bevor sie putzen konnte.

    Satt also vielleicht politische Forderungen zu stellen (mehr Zeit für das fegen/putzen von Schulgebäuden, damit die Schüler das nicht selbst machen müssen) wird sich über die Person lustig gemacht.
    Würdet ihr tauschen wollen? Ihr leben als Putzfrau gegen eures ?
    Würdet ihr euch nicht ärgern, wenn ihr immer wieder arbeit machen müsstet für die ihr nicht bezahlt werdet ?

    Daher schäme ich mich dafür das auf einen eigentlich sehr humanistischen Blog solche platte Kommentare geschrieben werden. Und ja, ich will euch den Spaß darüber kaputtt machen, denn auf Kosten schwächerer zu lachen ist für mich nicht witzig.

  6. M.E. sagt:

    Ich muss den vorherigen Kommentaren zustimmen.
    Wenn es sich wirklich nur um ein paar Reiskörner handelt, dann war die konkrete Putzfrau auch für mich eindeutig eine fiese Petze. Na und?
    Warum sollte das jetzt plötzlich ein Grund sein, sich hier über arme Frauen lustig zu machen? Merkt ihr gar nicht, wie das rüber kommt? Ich würde mich schämen, wenn ich eine private Putzfrau hätte! Wer seine Bude selber nicht aufräumen kann (und nicht behindert ist), hat eine zu große Bude. Und wenn jemand seine Haustiere nicht selbst versorgt, dann sind das nicht seine Haustiere, sondern die der Putzfrau. Darauf auch noch stolz zu sein, dass jemand deinen Dreck wegputzen muss, weil sie sonst vermutlich beim Jobcenter landet, ist mehr als peinlich. Von den 2-Cent-Trinkgeld-Vorschlägen und scheinintellektuellen Witzen auf Kosten der Ärmsten ganz zu schweigen. Und warum sind es eigentlich immer nur PutzFRAUEN? Weil die Männer sich wohl zu schade sind, für den Lohn noch diesen Ekeljob zu machen, stimmt’s? Und wie glaubwürdig ist ein Mensch, der über soziale Gerechtigkeit schreibt, die eigene Drecksarbeit aber von einer armen Frau erledigen lässt – und sich nachher auch noch über sie lustig macht?
    Statt mal ein wenig solidarischer zu sein, Respekt vor einem der schlimmsten (und der notwendigsten!) Jobs in dieser Gesellschaft zu haben und, wie eure Blogs ja versprechen, sich für den Schutz der Menschenwürde einzusetzen, scheint ihr gerade nur noch euren Reichtum und eure Männlichkeit zu feiern. Echt schade.

  7. Alien sagt:

    @Christina, Jan und M.E.:

    Ich habe meinen Artikel noch mal durchgelesen. Nein, ich lästere weder über Putzfrauen im Allgemeinen noch fände ich es gut, wenn sie unbezahlte Überstunden machen müssen. Dies ist meines Wissens zwar nicht der Fall, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

    Ich bin der erste, der sich dafür einsetzt, dass solche Damen anständig bezahlt werden. Natürlich ist der Job nicht angenehm, aber ich hoffe doch schwer, dass sie ihn freiwillig machen. Alles andere wäre faktisch Zwangsarbeit.

    Und ja ich kann differenzieren: Es war eben keine mutwillige Verschmutzung mit Exkrementen oder Kaugummis etc. Die Schüler haben den Reis auch nicht einfach liegen lassen, sondern ihn weggefegt. Also ja, ich finde die Reaktion DIESER Putzfrau maßlos übertrieben. Deshalb bin ich noch lange kein Menschenfeind. Und auch kein Putzfrauenfeind.

    Ich wollte übrigens auch mal als Nebenjob putzen, wurde aber nicht eingestellt, sondern eine Frau (vielleicht liegt es auch an den Arbeitgebern, dass es nur Frauen in dem Beruf gibt). Ich weiß, was Putzen für ein Job ist und dass man im Vergleich zu geistiger Arbeit weniger Geld bekommt. Ich sehe aber nicht ein, jemanden nur deshalb nicht zu kritisieren, weil er weniger Geld im Monat bekommt. Menschlichkeit gilt für alle, nicht nur für Politiker und Manager. Und sie beruht auf Gegenseitigkeit.

    • M.E. sagt:

      Hab mich doch gar nicht über den Artikel aufgeregt, den fand ich doch völlig in Ordunung. Es ging um doch nur um die „witzigen“ Kommentare dazu. Ich dachte, das war klar. Und die anderen Kommentare habe ich auch so verstanden, dass sie sich zumindest zum Teil auf die überheblichen Äußerungen in Kommentaren bezogen.
      „Natürlich ist der Job nicht angenehm, aber ich hoffe doch schwer, dass sie ihn freiwillig machen. Alles andere wäre faktisch Zwangsarbeit.“ Willkommen in Deutschland! Jeder Job ist zumutbar, wenn man arbeitslos ist. Vielleicht werde ich irgendwann auch mal Putzfrau. Hab zwar einen Hochschulabschluss, aber die Leute im Jobcenter interessiert das doch nicht. Und bei vielen deutschen Spießern ist das ihre Lieblingsphantasie, dass „Ausländer“ ihre Klos putzen…

      • Das ist wohl wahr, dass hierzulande Putzjobs häufig nicht grade freiwillig angenommen werden. Sehr Viele arbeiten als „Putze“, weil sie Angst davor haben, in die Hartz-IV-Maschinerie zu geraten, aus der, wie wir ja als einigermaßen politisch und sozial Gebildete wissen, ein Entrinnen in vielen Fällen nur schwer wieder möglich ist… Ich arbeite in einer sehr feudalen Seniorenresidenz. Und da bekomme ich des Öfteren mit, wie hochfahrend etliche Bewohner/innen mit unseren Reinigungskräften umzuspringen pflegen… In Deutschland herrscht nach wie vor ein Standesdünkel, diejenigen, die ihre oftmals schwere Arbeit mit ihren eigenen Händen verrichten, und im Dienstleistungssektor zugange sind – unter anderem Bedienungen, Kellner, Pflege- und Putzkräfte – werden schon sehr gerne so behandelt, als wären sie tumbe Menschen zweiter Klasse…

        • Alien sagt:

          „Und da bekomme ich des Öfteren mit, wie hochfahrend etliche Bewohner/innen mit unseren Reinigungskräften umzuspringen pflegen“

          Ich frage mich, wie man so wird. Ich finde das schlimm. Wenn ich mich jemals für was besseres halten sollte, hoffe ich, dass mir das jemand sagt.

      • Alien sagt:

        „Hab mich doch gar nicht über den Artikel aufgeregt, den fand ich doch völlig in Ordunung. Es ging um doch nur um die “witzigen” Kommentare dazu.“

        Ok, manche waren wirklich nicht so gut, hast Recht.

        „Willkommen in Deutschland! Jeder Job ist zumutbar, wenn man arbeitslos ist.“

        Das ist wahr. Hab ich ja selbst schon oft genug kritisiert. Vielleicht versucht die Putzfrau ja gefeuert zu werden, um weiter Arbeitslosengeld zu bekommen. Das könnte ich sehr gut nachvollziehen.
        Ich frage mich eh, wie das mit der im Grundgesetz garantierten Berufswahlfreiheit zusammenpasst. Hat eigentlich Karlsruhe schon seinen Senf dazu gegeben?

        „Vielleicht werde ich irgendwann auch mal Putzfrau. Hab zwar einen Hochschulabschluss, aber die Leute im Jobcenter interessiert das doch nicht. Und bei vielen deutschen Spießern ist das ihre Lieblingsphantasie, dass “Ausländer” ihre Klos putzen…“

        Na ich hoffe doch, dass du einen Beruf findest, der dir gefällt und der vielleicht etwas mehr einbringt. Was hast du denn studiert?

        • M.E. sagt:

          „Na ich hoffe doch, dass du einen Beruf findest, der dir gefällt und der vielleicht etwas mehr einbringt. Was hast du denn studiert?“ Danke, das möchte ich auch hoffen, obwohl ich feststelle, dass es immer schwieriger wird, aus der Armut rauszukommen, je länger man arm ist (bzw. gehalten wird). Was ich genau studiert habe, sag ich besser nicht, sonst findet noch jemand raus, wer ich genau bin, und manche Kommentatoren hatten mir schon mit Schlägen und Ähnlichem gedroht. Aber auf jedem Fall kein MINT-Fach (weswegen mich dann Nazis total nutzlos nennen, wenn ich versuche, mit denen zu diskutieren). Das Problem ist, in meiner Stadt gibt’s nur Jobs als Putzfrau und im Callcenter (das kann ich aber auch nicht machen, weil ich Angst vorm Telefonieren habe). Und generell findet man nur sehr schwer Arbeit im geisteswissenschaftlichem Bereich, da muss man am besten noch mehrere Praktika machen, die meistens unbezahlt sind, und dafür habe ich wirklich kein Geld und auch keine Eltern, die mich unterstützen könnten.
          Was das Ganze mit der Berufsfreiheit zu tun hat, wüsste ich auch gerne… Aber die Berufsfreiheit wird hier doch schon bei 10-jährigen Kindern mit den Füßen getreten, wenn sie gegen ihren Willen in die Haupt- oder Sonderschule gesteckt werden!
          Außerdem habe ich immer mehr den Eindruck, dass der Staat dafür sorgt, dass arme Leute auch arm bleiben, indem er Möglichkeiten verbaut und nur den Reichen was schenkt. Hier kann man sogar ins Gefängnis kommen für Armut! Also selbst wenn ich einen Job finden sollte, habe ich allein durch Bafög mehr Schulden als ich mir überhaupt vorstellen kann, könnte langsam für ein Haus reichen! Ich habe schon Geldstrafen verhängt bekommen nur dafür, dass ich kein Geld hatte (und auch das passiert viel mehr Menschen als man denkt). Es ist, als ob es ein Verbrechen wäre, dass ich geboren bin.
          Aber was soll’s, den meisten Flüchtlingen geht’s auch ähnlich wenn nicht sogar noch schlimmer…

          • Alien sagt:

            „Was ich genau studiert habe, sag ich besser nicht, sonst findet noch jemand raus, wer ich genau bin, und manche Kommentatoren hatten mir schon mit Schlägen und Ähnlichem gedroht.“

            Verstehe ich. Deshalb verstoße ich auch gegen die Impressumspflicht, um nicht plötzlich ein paar „nette“ Nazis vor der Tür zu haben, die mich, oder noch schlimmer, meine Familie bedrohen.
            Ein Beruf mit geisteswissenschaftlichem Studium ist leider wirklich nicht einfach zu finden. Am ehesten noch im Lehramt oder durch Promotion an der Uni, aber auch dort sieht es eher schlecht aus.
            Ich drück dir jedenfalls die Daumen!

            • M.E. sagt:

              „Verstehe ich. Deshalb verstoße ich auch gegen die Impressumspflicht, um nicht plötzlich ein paar “nette” Nazis vor der Tür zu haben, die mich, oder noch schlimmer, meine Familie bedrohen.“

              Eben. Ich dachte früher auch, ich hätte doch nichts zu verbergen, und nun stelle ich fest, dass hier für viele schon mein Nachname wie ein Dorn im Auge ist. Also schreib ich jetzt nur unter dem falschen. Tja, so wird man paranoid… Meine Freunde lösen das Impressum-Problem auch häufig durch Anmelden von Vereinen, die dann für die Internetseiten verantwortlich sind.
              Mal sehen. Ich habe viele Nachteile („nutzloses“ Studienfach, zu viele moralische Bedenken, schlechtes Funktionieren morgens, gar keine Ressourcen und Probleme mit Autoritäten aller Art, vor allem), aber immerhin auch ein paar Vorteile, z.B. dass ich gar nicht wirklich reich werden will. Ich studiere ja nicht um was Besseres zu werden, mir macht Bildung (zumindest freie, Schule zählt nicht) einfach so Spaß.
              Deshalb bewerb ich mich erst mal für einen Master und hoffe dass das klappt – der Bachelor ist zwar nutzlos, aber dafür recht gut geworden. Dann bin ich erst mal für ein paar Jahre sicher 😉 Und wenn ich dann immer noch gut bin, kann ich auch promovieren. Außerdem find ich, dass es auch den Unis nicht schadet, wenn da mehr Leute mit krassen Lebensläufen reinkommen, die auch wirklich Ahnung von sozialer Ungleichheit haben. Die meisten wissen echt nicht, wovon sie reden…
              Wie hast du deinen Beruf gefunden?
              Schade, dass man nichts fürs Bloggen bezahlt wird!

              • Alien sagt:

                „Wie hast du deinen Beruf gefunden?“

                Ich antworte per Mail.

                „Schade, dass man nichts fürs Bloggen bezahlt wird!“

                Mit Spendenbuttons, Flattr oder Werbung etc. kann man zumindest ein wenig verdienen. Aber ich bezweifle, dass das hauptberuflich genug abwirft.

  8. Christina sagt:

    „……..noch fände ich es gut, wenn sie unbezahlte Überstunden machen müssen. Dies ist meines Wissens zwar nicht der Fall, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.“

    Die Reinigungskräfte arbeiten meines Wissens nach Norm. Das heißt, sie haben für ein bestimmtes Objekt (Raum etc.) eine gewisse Zeit, in dem sie das schaffen müssen. Kommen da nun unvorhergesehene Dinge hinzu (wie umherliegende Reiskörner), kostet das zusätzlich Zeit (z. B. fegen), die sie dann natürlich gratis machen müssen.

    Wenn das Fegen eines Raumes allerdings mit inbegriffen ist, dann spielt es meines Erachtens nach keine Rolle, ob neben dem sonstigen Dreck, dann auch noch ein paar Reiskörner mit rumliegen. Wie das an dieser Schule aber nun gehandhabt wird, weiß ich nun mal nicht, deshalb ist es schwierig sich ein Urteil in diesem nun speziellen Fall zu erlauben. Man kennt ja nicht die örtlichen Gegebenheiten und ob Fegen wirklich mit im Arbeitsvertrag steht. Also weiß man noch nicht mal, ob die Putzfrau nun eine gemeine „Petze“ war oder ob sie es einfach nur satt hatte (vielleicht war es ja nicht das erste Mal) wieder mal unbezahlte Überstunden zu machen.

    Wir hatten mal Fensterbauer hier, die haben von früh bis abends 19.00 Uhr hier gearbeitet. Auf meine Frage, ob sie denn die Überstunden bezahlt bekommen, bekam ich die Antwort: „Nein, der Chef sagt, wenn ihr länger braucht als bis Feierabend, dann ist das eurer Bier, dann ward ihr halt nicht schnell genug.“ Jetzt könnte jemand auf die Idee kommen, aber die machen das doch freiwillig. Ja sicher, aber was wäre, wenn sie es nicht machen würden, wahrscheinlich – Hartz IV. Das ist vielerorts die Realität.

  9. Steffi sagt:

    Einige Berufsgruppen sind aber auch nur am meckern, da gebe ich dir Recht 😉 Aber die gute alte Reinigungskraft ist nicht für Sonderleistungen wie extwa Reiskörner zuständig. Die Reinigungsfirma hat nen Vertrag, dass gewischt wird, Mülleimer geleert und vllt. die Tafel abzuwaschen. Aber Sonderaufgaben muss Sie nicht machen und wenn Sie es macht, dass aus freien Stücken.
    Du hast Glück,dass Sie dir das nicht in Rechnung stellen. Zwar selten aber alles schon vorgekommen.

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