Menschenrechte vs. Religion

2012 wird also in Deutschland zum ersten Mal eine Selbstverständlichkeit vor Gericht entschieden. Beschneidung von Babys ohne medizinische Notwendigkeit ist eine Körperverletzung.

Das ist so selbstverständlich, dass ich beim Schreiben des letzten Artikel zu diesem Thema noch davon ausging es sei längst strafbar, bis ich nach einer Recherche feststellen musste,  dass es bis zum damaligen Zeitpunkt kein Urteil dazu gab. Endlich ist es also da.

Ich fürchte allerdings, dass das den Kindern nichts nutzen wird, da die meisten Juden und Muslime einfach in Israel bzw. einem arabischen Staat die Beschneidung durchführen lassen und dann zurückkommen und straffrei davonkommen, weil es im „Urlaubsland“ ja legal war. Hier müsste eigentlich das StGB entsprechend geändert werden, um so etwas zu verhindern.

Es kann schließlich nicht sein, dass Babys aufgrund von alten archaischen Ritualen verstümmelt werden, und das von unserem Rechtsstaat auch noch geduldet wird. Wie die Richter richtig bemerkten, ist die körperliche Unversehrtheit ein höheres Gut als die schwachsinnigen „religiös begründeten“ Regeln, denen sich die Eltern unterwerfen.

Wenn die Kinder alt genug sind, können sie selbst entscheiden, ob sie sich beschneiden lassen wollen. Umgekehrt ist das nicht möglich. Demnach ist das ein irreparabler Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht des neuen Erdenbürgers, der vollkommen inakzeptabel ist.

Was meint Ihr?

 

Machts gut!

Euer Alien

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10 Kommentare zu “Menschenrechte vs. Religion

  1. erikschueler sagt:

    „Wenn die Kinder alt genug sind, können sie selbst entscheiden, ob sie sich beschneiden lassen wollen.“
    Genauso sehe ich das auch. Wenn man noch klein ist, dann sollte das in Deutschland strafbar sein, aber wenn man es selbst will ist es rechtens, aber auch nur dann, wenn man alt genug ist.

  2. Caseus Mollis sagt:

    Ist das nicht sonst der allgemeine Grundsatz? Von wegen Religionsmündigkeit und so weiter?

  3. Warum betrifft dieser Entscheid nur das Beschneiden männlicher Personen? In Deutschland werden – still und heimlich! – auch Mädchen beschnitten! Und das find ich unerträglich und über die Maßen grausam und diskriminierend! Was man den Jungs weg schneidet ist lediglich ein Stückerl Haut am Besten Stück, und es erleichtert die Hygiene. Was man den Mädchen durch eine Beschneidung nimmt, ist ungleich gravierender, nämlich jegliches gesunde Lustempfinden! Dafür haben die verstümmelten Frauen Zeit ihres Lebens Probleme bei ihren Monatsblutungen, bei der Hygiene, beim Wasserlassen, und bei dem, was dann nur mehr rudimentär als Sex zu bezeichnen ist…

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