Entmenschlichung, wie oft noch?

Dass das Militär „den Gegner“ durch seine entlarvende Sprache entmenschlicht, ist hinlänglich bekannt. Leider findet das auch im normalen Pressebetrieb statt:

Eine österreichische Nachrichtenseite fragt ernsthaft:

„Klopfzeichen: Wusste Lkw-Lenker von illegaler Fracht?“

Im Text selber kommt dieser Ausdruck nochmal vor:

„Ob der Lenker des Lkw von der illegalen Fracht wusste, versucht derzeit die Polizei zu klären.“

Einer der Männer  wurde in Schubhaft genommen, der andere hat Asylantrag gestellt und ist in einem entsprechenden Lager untergebracht worden.

Illegale Fracht? Gehts eigentlich noch? Das waren Menschen verdammt noch mal! Ich kann nicht glauben, dass solche Worte in normalen Zeitungen, die nicht zum hetzerisch-nationalistischen Spektrum gehören, wirklich veröffentlicht werden. Schämt euch!

Machts gut!

Euer Alien

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Ein Kommentar zu “Entmenschlichung, wie oft noch?

  1. Mein „Lieblingswort“, bei dem ich jedesmal den Brechreiz bekämpfen muss, ist „Kolateralschäden“…

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