Österreicher sind was Besseres

Als ich die Kommentare zu einem Artikel über die Abschiebung und Entzweiung einer Familie gelesen habe, kam ich zu dem Schluss, dass Österreicher offenbar wertvollere und wichtigere Menschen sein müssen, als Kosovaren und Ukrainer, bzw. als alle anderen Menschen.

Es gab von den 21 Kommentaren gerade einmal 3 menschliche. Schlechter Schnitt, wie ich finde. Hier ein besonderer Dank an Bernhard Jenny für seinen unermüdlichen Einsatz gegen die tiefbraune Suppe.

Einer von den reizenden Österreichern fragt:

wann denkt man endlich an die eigenen österreichischen Familien=???

Das klassische „Spiel sie gegen einander aus“. Die einen Armen gegen die anderen Armen, wie erbärmlich.

Ein Kommentator hat was gegen den Rechtsstaat, zumindest wenn ihn ein Nicht-Österreicher beansprucht:

Ich bin dafür daß nach dem 2. negativen Bescheid KEINE Leistungen mehr vom Staat beansprucht werden können. Wenn Caritas und Co meint, hier in JEDEM Fall ALLE Instanzen sinnlos zu beschäftigen, sollen die doch die bereits 2 x abgewiesenen bis zur letzten Instanz selbst erhalten und auch die Kosten der unnötigen Verzögerung (Auch die Gerichtskosten) selbst tragen müssen.

Erst dann hört der Wahnsinn auf.
Aber solange eh alles der Staat (Wir Steuerzahler) übernimmt, ist leicht fordern.

Ein gewisser blauschwarz poltert:

gehts noch
Die gehören eh weg die brauchen wir nicht 🙂 wo kommen wir da hin wenn wir jeden Ausländer da lassen:-\ würden die machen eh nur Ärger und leben auf unserem Steuergeld :-\ also weg damit

So etwas veröffentlicht die „Kleine Zeitung“ also. Dann möchte ich nicht wissen, was die anderen geschrieben haben, die sich beschwert haben, dass ihre „Wahrheit“ nicht freigeschaltet wurde.

Immerhin hat dieser Kommentar aber eine kritische Erwiderung provoziert, die mir dennoch sauer aufstößt:

schon mal was vom vielvölkerstaat gehört….

Bin jetzt nicht unbedingt dafür dass die familie bleiben muss, wenn ich als eltern so verantwortungslos bin und im asyl ein Kind zeuge zeigt nicht unbedingt von intelligenz aber deine Aussage is hirnlos. nur weil wer nicht aus österreich is, das is kein argument. wenn steuergeld eingezahlt statt verbraucht wird kann jeder gerne bleiben.

Asylbewerber haben also kein Recht auf Familie? Soll sie warten bis sie 90 ist, bis ihr vielleicht endlich mal ein wenig Menschlichkeit widerfährt? Ach dann ist es zu spät zum Kinder kriegen? Ist es das, was ihr wollt? Wenn ihr ehrlich seid, ja, stimmts?

So, mir reicht es jetzt, ich melde mich dort an, und kommentiere dort. Ob es was bringt weiß ich nicht, aber ich werde nicht der braunen Brut das Feld überlassen. Da könnte man ja meinen, die stellen 90 %. Und das ist HOFFENTLICH nicht der Fall!

Machts gut!

Euer Alien

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9 Kommentare zu “Österreicher sind was Besseres

  1. priesemann sagt:

    War vor einem Jahr in Wien – die sind da echt deutlich radikaler als wir Deutschen. Es waren gerade Kommunalwahlen und da hing dann auch ein Plakat von HC Strache: „Mehr Mut für Wiener Blut“. Genauso das „Bündnis Zukunft“, welches Plakate von ausländischen Bettlern aufhing und das mit einem Spruch zu Steuerzahlungen versah (an den kann ich mich nicht mehr erinnern).

    • Alien sagt:

      Die Wahlergebnisse sind schon deutlich krasser als in Deutschland. Da hilft nur diskutieren, diskutieren, diskutieren. Und auf Einsicht hoffen.

  2. danke für deine „blumen“ – aber ich kann gar nicht anders. ich fühle mich erstens dem auftrag alljener unserer vorfahren verpflichtet, die den weltkrieg, den holocaust nicht überlebt haben, ich fühle die menschenrechte quasi als das testament alljener, die dahingemordet wurden und das von gescheiten überlebenden niedergeschrieben wurde. und ich fühle eine verpflichtung unseren nachkommen gegenüber, dass wir mit dem ungeist der differenzierung zwischen richtigen und falschen menschen endlich aufhören.

  3. Violet Teki sagt:

    Diese Diskussionen sind leider sehr sehr mühsam.

    Bevor ich irgendwas dazu sage:

    Ja, jeder Mensch ist gleich und hat die gleiche Menschenwürde und mein Wunsch wäre, dass jeder Mensch auf der Welt das tun und lassen kann was er oder sie will, in gleicher materieller und spiritueller Freiheit.

    Aber …

    So leicht ist das nicht.

    Es hat nichts mit brauner Suppe und „rechten“ Ideen zu tun. Ich komme mir bald wie ein Kämpfer gegen diese veralteten rechts-links-Ideen vor.
    Vor allem verstehe ich nicht, warum links immer so gut sein soll. In real existierenden Kommunismus und Sozialismus war ist man auch nicht immer Freund anderer Denkensweisen und Ausländer. Naja, und Ausländer gabs ja wenig im Ostblock. Man durfte (und wollte) ja auch nicht wirklich hin.

    Auch wenn es uns in Österreich sehr gut geht – so sagt die Statistik, geht es vielen Menschen aber auch nicht so gut. Es fehlt an allen Ecken und Enden und dann sieht man halt immer wieder wie Flüchtlingen geholfen werden soll .. das ist ja im Einzelfall auch in Ordnung, das Problem ist nur:

    Jeden hereinlassen, der sich verfolgt fühlt? Oder nur die akzeptieren, die in medienwirksamen Aktionen kurz vor der Abschiebung stehen?
    Von einem Rechtsstaat wird aber immer gefordert, dass es ein allgemeines Verfahren und Gründe geben muss, wer wann und unter welchen Bedingungen zu akzeptieren ist.

    Klar wirkt es furchtbar, wenn dann eine voll integrierte Familie abgeschoben werden soll, nach zehn Jahren im Land.
    Warum zehn Jahre vollintegriert? Ja, weil das Verfahren so lange dauert. Das darf doch nicht sein!

    Legt man aber wiederum fest, jeder der kommen mag, kann kommen – also rechtsstaatlich – dann sind wohl ein paar 100 000 000 Menschen durchaus interessiert und ich weiss auch nciht wie das funktionieren soll.

    Und Wien hat in Österreich das Problem, ca ein Viertel der Bevölkerung des Landes zu beherbergen und die einzige Großstadt Österreichs zu sein und die Situation ist damit ein wenig anders als in Deutschland.

    So, ziemlich viel für einen Kommentar.

    • Alien sagt:

      „Ich komme mir bald wie ein Kämpfer gegen diese veralteten rechts-links-Ideen vor.“

      Mich nervt diese rechts-links-Einteilung sowieso. Mir ist nur aufgefallen, dass wenn die Linke im Bundestag was beantragt, ich das gut finde, und das meiste was die CDU bis NPD von sich geben, ziemlich doof finde. Lassen wir am besten diese undifferenzierte Einteilung, und gehen zur Sachpolitik über:

      „Jeden hereinlassen, der sich verfolgt fühlt?“

      Warum nicht? Wie wäre es den Schengen-Raum auf die ganze Welt auszudehnen, dann gäbe es keine hochgesicherten Schengen-Außengrenzen mehr.

      „Von einem Rechtsstaat wird aber immer gefordert, dass es ein allgemeines Verfahren und Gründe geben muss, wer wann und unter welchen Bedingungen zu akzeptieren ist.“

      Deshalb konsequent keine Grenzkontrollen. Das wäre viel rechtsstaatlicher als dieser Quark im Moment.

      „Legt man aber wiederum fest, jeder der kommen mag, kann kommen – also rechtsstaatlich – dann sind wohl ein paar 100 000 000 Menschen durchaus interessiert und ich weiss auch nciht wie das funktionieren soll.“

      Hier muss ich ausholen:

      Grundsätzlich sind die wenigsten Menschen willens, ihre Heimat zu verlassen. Außer natürlich es gibt gute Gründe. Extreme Armut, Krieg, Verfolgung etc. Wenn die Politiker in Österreich oder Deutschland also weniger Flüchtlinge wollen, müssen sie dafür sorgen, dass solche extremen Fluchtgründe wegfallen. Dies kann einerseits durch aktives Unterlassen passieren (keine Waffenexporte mehr etc.) oder durch aktives Handeln (wirksame Entwicklungshilfe etc.).

      Und bitte, woher die Zahl mehrere hundert Millionen??? Hast du eine Quelle dafür? Das kommt mir eher vor wie ein Horrormärchen, und wie würde das außerdem in der Praxis aussehen? Würden plötzlich Heerscharen von Afrikanern und Asiaten über das Mittelmeer, den Evros und durch Israel wandern und durch ihre reine Körpermasse sämtliche Häuser platt walzen? Klingt jetzt vielleicht etwas sarkastisch, aber ich frage mich wirklich ganz konkret, wie habe ich mir eine solche „Überschwemmung“ mit Flüchtlingen vorzustellen? Ganz konkret! Nicht in bloßen Zahlenwerten. Nebenbei sagt ja keiner, dass alle nach Österreich kommen, es gibt ja auch noch ganz viele andere Länder und Europa hat sehr viele Einwohner (ca 5-6 hundert Millionen). Ob das also nicht-xenophoben Leuten überhaupt auffällt?

      • Violet Teki sagt:

        Ich gebe Dir recht, dass Menschen tendenziell vermutlich ihre Heimat nicht verlassen wollen. Die 100ten Millionen sind plakativ, aber mE nicht ganz so unrealistisch, denn immerhin sind wir ja merh als 7 Milliarden und da wären nur 1 % schon 70 000 000. Und von den 7 Milliarden gehts ja schon ein paar Milliarden nicht so gut.

        Natürlich wollen die nicht alle nach Österreich : ) Die wollen auch in andere europäische Staaten.

        Und man sieht ja bereits jetzt, wieviele Afrikaner bereit sind, teilweise dem sicheren Tod ins Auge sehend, übers Mittelmeer nach Italien überzusetzen – und das alles mit dem Wissen, dass es nicht erlaubt, ja nicht erwünscht ist.

        Ich weiss nicht, ob es Umfragen, Statistiken gibt, wieviele Menschen nach Europa und Nordamerika wollten, wenn sie reisefrei wären.

        Hier sieht der Spiegel nur für Italien nur für ein Jahr 100.000 – trotz vehementer Abwehrmaßnahmen:
        http://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-aus-nordafrika-exodus-uebers-mittelmeer-a-775741.html

        Im Prinzip auch egal.

        Der richtigere Weg wäre sicherlich ein Gesellschaftswandel mit bedinungslosem Grundeinkommen, Messung des Glücksindexes, auf dem alles weitere basieren soll. Unsere eigenen Werte sollten sich verschieben in RIchtung, wie kann ich das Glück aller maximieren.
        Dann wäre Hilfe für andere vor Ort und Lernen von den Menschen in Afrika, in Asien möglich und schön.

        Vieles wird man nicht im vorhinein wissen, wie es bei einer Systemänderung aussehen würde. Ein bisschen Experimentieren ist notwendig. Aber ich könnte mir vorstellen, gerade das, gerade diese Änderung des Alltags könnte Millionen von Burn-Out-Kranke heilen, endlich mal was sinnvolles tun, anderen helfen, Freude machen !!

        • Alien sagt:

          Und man sieht ja bereits jetzt, wieviele Afrikaner bereit sind, teilweise dem sicheren Tod ins Auge sehend, übers Mittelmeer nach Italien überzusetzen – und das alles mit dem Wissen, dass es nicht erlaubt, ja nicht erwünscht ist.

          Hier ist ein klasse Artikel zum Thema.

  4. Violet Teki sagt:

    Zumal wenn man weiß, dass Wirtschaft und Politik in Afrika zu großen Teilen von Europäern zum Schlechteren beeinflusst wurden und werden.

    Das ist ein Kernproblem. Im Prinzip müssten wir Europäer als eine Form der Wiedergutmachung mehr leisten in dem Bereich. Das bedeutet für mich nicht nur, in Afrika unsere Strukturen aufzupressen, sondern auch Menschen die Möglichkeit, zu geben, in der Form zu leben, wie sie es wünschen, wie die Tradition es schafften, jahrehundertlange in Harmonie mit der Natur zu leben.
    Davon könnten wir dann wohl auch so einiges lernen.
    Namibia ist in dem Bereich sehr fortschrittlich – wenn auch nicht in allen Belangen. Aber man darf als Deutsch(sprachig)er auch mal stolz darauf sein, wenn wir Deutsch(sprachig)e auch mal besseres geleistet haben als andere.

  5. Kaylea sagt:

    People noramlly pay me for this and you are giving it away!

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