Soziale Marktwirtschaft – für die Banken

Würden wir in einer freien Marktwirtschaft leben, wäre folgendes passiert:

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, wer nicht arbeiten kann, hat Pech gehabt und ist auf Almosen angewiesen. Gewisse Banken spekulieren mit Immobiliengeschäften und gehen dabei pleite. Die Banken existieren nicht mehr. Arrivederci. Neue Banken werden gegründet etc.

Wir leben aber in einer sozialen Marktwirtschaft. Deshalb ist folgendes passiert:

Leute, die nicht arbeiten können, bekommen staatliche Almosen. Gewisse Banken haben so viel Geld, dass sie nicht wissen, wohin damit, so dass sie mit renditeträchtigen Immobiliengeschäften spekulieren. Sie gehen dabei pleite. Da wir aber nun in einer sozialen Marktwirtschaft sind, lassen wir sie natürlich nicht pleite gehen, sondern retten sie mit Steuergeld. Quasi Almosen, damit die Chefs mit läppischen 500.000 Euro im Jahr abgespeist werden können. Damit wir diese kleinen Zuwendungen finanzieren können, müssen eben die sonstiges Sozialleistungen drastisch gekürzt werden. Man muss eben Prioritäten setzen. Lieber rettet der Staat millionenschwere Vorstandsgehälter, als das menschenwürdige Auskommen der Armen, Kranken und Behinderten. Völlig verständlich: Man stelle sich vor, der millionenschwere Banker von nebenan müsste plötzlich seine Ersparnisse antasten, oder gar Hartz IV beantragen. Nein das wäre ja gegen die Banker-Würde, äh Menschenwürde.

Was für ein Glück (für die Banken), dass wir in einer sozialen Marktwirtschaft leben!

Machts gut!

Euer Alien

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7 Kommentare zu “Soziale Marktwirtschaft – für die Banken

  1. priesemann sagt:

    Das Problem ist, dass hinter den Banken letztendlich das Kapital der Bevölkerung liegt. Gehen die Pleite verlieren auch die Bürger. Mein Vorchlag ist daher, das Bankengewerbe strikt zu trennen. Es dürfte nur noch Banken geben, die die normalen Bankgeschäfte machen und Banken die spekulieren. Ein Unternehmen darf aber nicht mehr beide Sorten von Bank besitzen, sodass das Kapital der Bürger unabhängig von den Spekulationen wird und Banken auch pleite gehen können.

    • Alien sagt:

      Das mit der Trennung finde ich auch gut.

      Mit dem Kapital hast du natürlich recht. Wer weiß aber, ob es nicht billiger gekommen wäre, eine „Marktbereinigung“ zuzulassen und nur die sicheren Spareinlagen direkt zu entschädigen. Die könnten dann bei sinnvoll wirtschaftenden Banken eingelagert werden, was denen auch zu Gute käme (Raiffeisen- Volksbanken sind da ja ein etwas sozialeres Kaliber z.B.).

  2. erikschueler sagt:

    Die soziale Marktwirtschaft hat auch ganz andere Bereiche in ihren Bann gezogen, wie zum Beispiel die Religionen. Heute sucht man in unserer antwortenden Welt seine Fragen beantwortet zu bekommen und dabei stößt man schnell auf Religionen, nur werden die dann, ähnlich wie ein Handytarif ausgesucht, wobei man die Vor- und Nachteile abwägt und die „Gebote/ Dogmen“ anschaut und dann sagt: „Ja, das könnte mir gefallen.“ Der Sinn von einer Religion wird verkannt und damit in meinen atheistischen Augen „entweiht“.

  3. Vorschlag: gemma zu ana Bank, eröffna ma a Sporbuch und frog ma die Bank, ob se uns Sichaheiten bieten kann, zum Beispiel möcht ma ins Grundbuch der Bank eintragen werdn oder ins Firmenbuch 🙂 Denen ihre Augn möcht i sehn! :)))

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