Banksystem = Betrug?

Heute hieß es in der Zeitung, der Bank Run hätte begonnen. Würden jetzt alle Griechen auf einmal ihr Geld abheben, würde das System zusammenbrechen. Grund ist wohl die Eigenkapitalquote der Banken.

Was so harmlos klingt, ist in meinen Augen Betrug. Wenn ich einer Bank Geld leihe, indem ich es zum Beispiel auf ein Konto oder Sparbuch einzahle, und man sagt mir, ich könne es jeder Zeit abheben, muss die Bank auch tatsächlich das Geld haben.

Beispiel: Eine Bank verwahrt von zehn Kunden jeweils 1.000 Euro. Macht 10.000 Euro. Dieses Geld verwahrt die Bank nun nicht einfach im Tresor, sondern vergibt 9.000 Euro als Kredit an andere Kunden. Die Bank hat also nur 1.000 Euro, entspricht einer Eigenkapitalquote von 10 %, was sogar relativ hoch ist.

Einer von diesen zehn Kunden kann also sein Geld abheben, und schon beim zweiten kann die Bank nicht mehr zahlen. Kommen alle, wars das.

Wenn die Bank verspricht, man darf sein Geld abheben, kann dann aber nicht zahlen, weil sie bewusst nur einen (kleinen) Teil des Geldes bereithält, ist das faktisch Betrug. Und darauf basiert unser Geldsystem. Das kann doch nicht wahr sein.

In dem tollen Video, dass ich schon auf verschiedensten Seiten gesehen habe beginnt der Betrug bei Punkt 8, die multiple Geldschöpfung:

Da wundert es mich nicht, dass das System immer wieder zusammenbricht. Es ist ein Haus auf Sand gebaut.

 

Machts gut!

Euer Alien

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10 Kommentare zu “Banksystem = Betrug?

  1. humanicum sagt:

    Eine Erhöhung der Eigenkapitalquote konnte in Deutschland wegen den Bemühungen eines gewissen Herrn Joseph Ackermann zunächst nicht durchgesetzt werden. Auf europäischer Ebene waren es vor allem die Briten, die dieses dringend benötigte Stabilisierungsinstrument ablehnten.
    Deutschland und Frankreich hielten sich vornehm zurück.
    Nach einem europaweiten Bankenstresstest letzten Jahres wurde allerdings das Ausmaß des „too big to fail“ Problems mehr oder weniger erkannt. „Strukturrelevante Banken“ dürfen nicht pleite gehen und müssen im Krisenfall durch Steuergelder gestützt werden. Um dieses – dem Bürger nicht mehr vermittelbares Transferverfahren – zu mildern, hat die Europäische Banken Aufsicht (EBA) reagieren müssen.

    Letztes Jahr hatte diese nämlich die Regeln zur Eigenkapitalquote verschärft. Bis zum 30. Juni dieses Jahres müssen alle europäischen Banken eine „harte Kernkapitalquote“ von sagenhaften neun Prozent vorweisen. In Anbetracht, dass bei Banken üblichen Anlage und Börsenspekulationen oft Hebel von 1:10 oder höher üblich sind, ist dies nicht sehr beruhigend. die Quote müsste bei 100% liegen des normal eingesetzten Kapitals liegen und entsprechend höher bei Hochspekulativen Geschäften, so dass niemand mehr aus der Gesellschaft für die Verluste aufkommen muss – die Gewinne indes bleiben ja bei den privaten Zockern hängen und werden bis heute nicht zur Schuldentilgung oder zur Beteiligung am Bankenrettungsschirm benutzt.

    • Alien sagt:

      Die FDP labert vom freien Markt, unterstützt aber die Bankenrettung. ???

      Warum müssen denn bitte nicht die Verursacher zahlen? Warum sitzen die im goldenen Ruhestand? Leistung muss sich lohnen, wohl auch schlechte?

      Die Verursacher sollten zahlen. Eigentlich eine klare Sache, sollte man meinen.

      • humanicum sagt:

        Die Verursacher werden niemals freiwillig für die Schäden, die sie der Gemeinschaft zugefügt haben, aufkommen. Sie werden weiterhin die Verluste sozialisieren und die Gewinne privatisieren, sie werden uns aussaugen, wie Vampire. Sie sind die wahren Schmarotzer unserer Gesellschaft. Solange wir ihr perfides Ausbeuter- und Abzockersystem nicht außer Kraft setzen und eine menschenwürdige sozial-ökologische Wirtschaftsform aufbauen, wird das so weiter gehen. In der FDP sitzen keine Leistungsträger, sondern nur schmarotzende Abzocker und Nieten im Nadelstreifenanzug. Leistung ist für sie „Geldleistung“ , die sie den Menschen abpressen. Eine Verbrecherbande.

        • Alien sagt:

          Und offenbar schmieren sie unsere Politiker. Wie erklärt sich sonst, dass die das zulassen, und die einzige Partei, die dagegen ist, wird verunglimpft als „radikal“. Denn so dumm können unsere Politiker doch eigentlich gar nicht sein.

          • humanicum sagt:

            Wir leben in einer lobbyistischen Kapital- und Finanzoligarchie mit scheindemokratischen Anstrich. Abgeordnete und deren Parteien werden von der Lobby systematisch geschmiert, das ist Bestandteil des Systems, oder besser ausgedrückt: es ist systemrelevant. Hehe. Systemmedien wie Springer und Co machen die nötige Propaganda zur Stützung und „Legitimierung“ des Systems, und sorgen gleichzeitig für Verleumdungen und Diffamierung von Gegnern. Ein einzig großes Krebsgeschwür. Es wird einem nur noch schlecht.

            • erikschueler sagt:

              Ich hab mal ein Video gesehen auf YT,
              welches zeigte, dass Lobbyismus erlaubt
              ist in Deutschland und es auch nicht
              gesetzeswidrig sei.

              • humanicum sagt:

                Lobbyismus im Sinne einer öffentlichen Repräsentation eigener Interessen ist ja ok und natürlich erlaubt. Aber die korrumpierende Form des Parlamentslobbyismus ist gesetzwidrig und unmoralisch. Es soll nicht eine Gruppe des Volkes im Parlament vetreten werden, sondern alle Menschen des Volkes. Die Interessen einer Minderheit über den gesamtgesellschatlichen Konsens zu stellen, bedeutet eine Aushebelung unserer demokratie – und das ist de facto Verfasungsbruch. Interessiert nur keine Sau.

                such doch mal das tube und stelle es hier ein 😉

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