Lehrstuhl für Esoterik

Kein Scherz. In Freiburg wird einer eröffnet. Als wäre das nicht schon witzig genug, macht sich auch noch ein KATHOLISCHER THEOLOGE darüber lustig:

Wenn Bernhard Uhde erklären will, was Esoterik ist, malt er ein Nilpferd. Genauer gesagt den Kopf des Tieres. Von vorne. Er zeichnet die kugeligen dunklen Augen, die kleinen Ohren und das Maul in Form eines rund geschwungenen Ws.

Die Schnauze erklärt, wie Esoteriker ticken. So sieht es zumindest der katholische Theologe. Esoteriker würden das Maul, das viele Menschen entweder als putzig oder vielleicht noch als bedrohlich wahrnehmen, als doppeltes Gotteszeichen interpretieren. Die Gestalt würde sie erinnern an den griechischen Buchstaben Omega, der mit dem Alpha ein Zeichen für den allumfassenden Gott im Christentum bildet. Oder die Schnauze würde sie an einen arabischen Buchstaben denken lassen, der im Wort Allah vorkommt.

Annahmen ohne Struktur dahinter, nennt Uhde das. Wildes Interpretieren ohne Grundlage.

Ein katholischer Theologe wirft Esoterikern Annahmen ohne Struktur und wildes Interpretieren vor. Darf ich lachen?

Ich nehme an die äußerst stringente Herleitung, dass die Bibel uns den Willen Gottes offenbart, wenn wir nur daran glauben, ist viel sinnvoller. Lieber Herr Uhde, ich glaube sie haben zwei Sprichwörter durcheinander gebracht:

Wer im Glashaus sitzt, der werfe den ersten Stein.

Viel Spaß beim Scherben aufkehren!

Machts gut!

Euer Alien

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5 Kommentare zu “Lehrstuhl für Esoterik

  1. humanicum sagt:

    Selig sind die Bekloppten, denn sie brauchen keinen Hammer.

  2. Violet Teki sagt:

    Ja, wir bräuchten viele Lehrstühle für Esoterik. Das einzige Problem an der Esoterik ist — das Wort selbst, denn leider wurde das Wort „Esoterik“ in den letzten beiden Jahrzehnten sowas vom eigentlichen Sinn und Bedeutung entwertet, dass in den Köpfen der meisten nur mehr „Esoterikschmäh“ mitklingt.
    Esoterik ist aber eigentlich im Gegensatz zur Exoterik, die philosophische Lehre der inneren, spirituellen Erkenntnis, bzw. teilweise war es auch einfach die Lehre, die nicht allen zugänglich ist.
    Es ist ein Art Metaphysik, eine wissenschaftliche Spiritualität – sei dem ganzen aufgeschlossen, wenn auch immer kritisch!

    • Alien sagt:

      „sei dem ganzen aufgeschlossen, wenn auch immer kritisch“

      Bin ich immer. Ich brauche allerdings sinnvolle Gründe, irgendwas zu glauben. Wenn ich zum Beispiel an ein Leben nach dem Tod glauben soll, kann ich das nicht, wenn irgend ein altes Buch davon berichtet. Wenn hingegen jemand der medizinisch tot war, Dinge berichtet, die er nicht wissen kann, kommen wir in den interessanten Bereich, dass man begründet etwas glauben kann und sich Möglichkeiten der weiteren Forschung ergeben.

      Leere Behauptungen mit abenteuerlichen Begründungen (oder ganz ohne Begründung) sind etwas für Bischöfe, aber nicht für mich.

      • Violet Teki sagt:

        Das ist auch gut so.

        Watch out my post

        http://neuespiritualitaet.wordpress.com/2012/05/12/unsterbliches-bewusstsein-beweise-erbracht/

        auch einige andere Artikel bei mir, aber vor allem auch den nächste Woche folgenden, quasi Teil 2 zu dem obigen.

        Ich verstehe ja auch manchmal die Wut vieler über so reine Amtskirchenoberwürdenträger. Ich hab da ja auch schon oft fast blasphemisch gegen die gewettert, aber ich versuche mich dann auch immer wie einzukriegen und versuche halt auch zu sehen, dass vieles der Kirche gut gemeint ist, wenn auch nicht immer gut ausgeführt.

        Warum die Kirche heute so ist wie sie ist, können wir mal nen eigenen Artikel als Grundlage starten.

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