Frohen Tag der Erde

Dazu gibt es von mir eine Geschichte.

Version 1:

15 Menschen leben zusammen auf einer einsamen Insel. Diese Insel bietet alles, was man zum Leben braucht und einige Rohstoffe für Technik, wie Metalle und seltene Erden. Alle müssen pro Tag 14 Stunden arbeiten. Auf dem Acker um genug zu Essen zu haben, eine Unterkunft bauen und unterhalten, etc. 14 von Ihnen arbeiten jetzt 15 Stunden, damit das technische Genie etwas erfinden kann. Dieser erfindet einen Roboter, der das Feld bestellt, und noch einen, der das Haus in Ordnung hält, und noch ein paar, die etwas Luxus ins Haus bringen. Jetzt müssen die Menschen nicht mehr arbeiten und haben trotzdem genug zu Essen. Sie können sich jetzt mit „unnützen“ Dingen wie Kunst, Musik, Wissenschaft etc. beschäftigen. Alle sind zufrieden.

Version 2:

15 Menschen leben zusammen auf einer einsamen Insel. Diese Insel bietet alles, was man zum Leben braucht und einige Rohstoffe für Technik, wie Metalle und seltene Erden. Die Rohstoffe und Äcker gehören allerdings dem Chef der Insel. Alle 15 müssen 14 Stunden am Tag arbeiten, um dem Chef mit Waren zu versorgen. Dafür bekommen sie Geld, dass sie in seinen Supermärkten ausgeben können, um Lebensmittel zu kaufen. Der Chef befördert einen zum Techniker, der die Arbeitsabläufe verbessern soll. Dafür müssen die anderen eine Stunde länger arbeiten. Der Techniker erfindet Roboter, die die Arbeit besser und schneller erledigen, als die menschlichen Arbeiter. Daraufhin wirft der Chef alle anderen Arbeiter raus. Diese bekommen nun kein Geld mehr, und können keine Lebensmittel mehr kaufen. Sieben von ihnen verhungern, während am Gelände nebenan Essen wie Heu wächst. Die anderen sieben Arbeitslosen versuchen sich Essen zu erbeuten und werden von den Sicherheitsrobotern getötet.

Welche Version gefällt euch besser?

Machts gut!

Euer Alien

Advertisements

6 Kommentare zu “Frohen Tag der Erde

  1. Violet Teki sagt:

    Sehr treffend und bildlich erzählt, eine Welt mit Bedingungslosem Grundeinkommen und einmal unsere jetzige.
    Kennst du auch die Geschichte mit dem Gold auf der Insel? Und dem Verleihen des Goldes? Und wie sich das nicht mehr ausgeht?

  2. Violet Teki sagt:

    Auf einer Insel mit 10 Ein­woh­ne­rIn­nen eröff­net eine Bank und ver­leiht an jede Per­son 10 Gold­stü­cke für ein Jahr zu einem Zins­satz von 10%. Nach einem Jahr wer­den in Summe 110 Gold­stü­cke fäl­lig. Die Bewoh­ne­rIn­nen wür­den des­halb im Lauf des Jah­res ver­su­chen, sich gegen­sei­tig Gold­stü­cke abzu­ja­gen, wür­den also zur Kon­kur­renz gezwun­gen, um die Rück­zah­lung plus Zin­sen auf­zu­brin­gen. Es gibt aber ins­ge­samt nur 100 Gold­stü­cke, folg­lich seien letzt­lich Kon­kurse und Beschlag­nah­mung von Sicher­hei­ten durch die Bank die unaus­weich­li­che Folge.

    Die Kre­dit­wirt­schaft sei somit ein Betrugs– und Ent­eig­nungs­mo­dell. Franz Hör­mann sieht die aktu­elle Über­schul­dungs­krise in Europa als Aus­druck die­ser Mechanismen.

    • Alien sagt:

      Ich glaube, sowas ähnliches habe ich mal auf Youtube gesehen. Die Wirtschaftler reden sich mit Wachstum raus. Aber auf Dauer halte ich das für unrealistisch. Ich meine, vielleicht finden sie noch ein bisschen Gold. Aber nicht unbegrenzt viel.

      • Violet Teki sagt:

        Achso, wobei das mit der Insel auch so gedacht war, glaub ich, dass es kein weiteres Gold auf der Insel gibt – es zeigt eigentlich nur, dass wir eigentlich um die Zinsen anderer zu erarbeiten uns „der unsichtbaren Hand“ folgend selbst zerfleischen.

Sag mir deine Meinung!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s