1000000000 Hungernde

Warum muss ein Siebtel der Weltbevölkerung hungern und alle 3 Sekunden ein Mensch (meist Kind) verhungern?

Theoretisch könnte es nicht genug Essen geben. Dies ist aber, nach allem was ich gelesen habe, heutzutage falsch.

Das Essen kommt also nicht dort an wo es gebraucht wird. Fragt sich nur wieso?

Die meisten Ursachen, die auf Wikipedia stehen, habe ich mir auch so schon gedacht. Die meisten sind allerdings auch sehr beschämend:

50 % der Hungernden sind Kleinbauern, die hauptsächlich von dem leben, was sie selbst anbauen. Da sie arm sind, können sie bei Bedarf keine ausreichenden Nahrungsmittel dazukaufen und sind von Hunger bedroht, wenn ihre Ernte schlecht ausfällt oder – wenn sie Produkte zum Verkauf anbauen, um vom Erlös Nahrungsmittel zu kaufen – sie keine existenzsichernden Preise für ihre Waren erzielen können. 20 % der Hungernden sind Landarbeiter ohne eigenes Land, weitere 20 % leben in städtischen Elendsvierteln, die restlichen 10 % sind Fischer und Viehzüchter. Auch sie sind aufgrund ihrer Armut für Hunger anfällig. In vielen Ländern wird die Situation durch Naturkatastrophen (Klimaschwankungen, Dürre, Überschwemmungen etc.), durch bewaffnete Konflikte, Korruption und schlechte Regierungsführung verschärft.

Korruption und schlechte Regierungsführung ist den Regierenden in den jeweiligen Ländern vorzuwerfen. So weit so schlecht. Bei bewaffneten Konflikten sind wir zwar nicht direkt beteiligt, machen uns aber über ungezählte Waffenexporte mitschuldig. Dass aber Menschen hungern, nur weil sie sich nichts zu essen leisten können, ist verbrecherisch.

Wenn auf der Erde genügend Essen für alle Menschen produziert wird, dann darf es keinen Hunger geben. Folgende Idee spricht für sich:

Als Lösungsalternative zu Wirtschaftshilfen im Sinne einer entwicklungspolitisch gedachten Hilfe zur Selbsthilfe werden auch Grundeinkommenskonzepte, also leistungsfreie Transfers, in Betracht gezogen. Zu bedenken ist, dass es sich bei den Grundeinkommentransfers um menschenrechtssichernde Maßnahmen handelt, die nicht unbedingt national organisiert sein müssen. Pioniere des globalen Grundeinkommen wie Frankman oder Busilacchi denken zur Finanzierung eines solchen transnationalen Grundeinkommen eine global erhobene Ökosteuer oder eine Börsentransaktionssteuer an. Eine Studie der NGO FIAN befindet, dass sich das Transfervolumen im Grundeinkommensfall eher noch verringern würde. Würde gemäß dieser Studie ein Land wie Deutschland weniger als den Betrag, den es sowieso schon an Entwicklungshilfe zahlen müsste, nämlich 0,24% des Bruttoinlandsprodukts, in einen internationalen Grundeinkommensfond für Ernährung einzahlen, könnte der Hunger mit einem Schlage ausradiert werden.

Wenn wir finanziell in der Lage sind, die Menschenrechte bedingungslos zu achten, haben wir die verdammte Pflicht, dies auch zu tun. Alle drei Sekunden machen wir uns sonst des Mordes durch Unterlassen schuldig.

Machts gut!

Euer Alien

PS: Hier gibt es noch reichlich interessanten Informationen zum weltweiten bedingungslosen Grundeinkommen.

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Ein Kommentar zu “1000000000 Hungernde

  1. erikschueler sagt:

    Solange das Schuldgeldsystem existent ist wird das bedingungslose Grundeinkommen absolut unmöglich sein. Aber solange wir nicht begreifen, dass wir unseren Lebensstandard massiv zurückfahren müssen, zumindest in den Industrieländern. Solange werden wir weitermachen bis eines Tages das Abenteuer Mensch ein und für alle mal Geschichte ist.

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