Grasse israelische Regierung!

Günter Grass ist ein Antisemit, denn er behauptet in einem „Gedicht“ dreiste Lügen, wie z.B.:

  • Israel habe Atomwaffen
  • Israel bereite einen Krieg gegen den Iran vor, bei dem iranische Menschen sterben könnten und bedrohe somit den Weltfrieden
  • Deutschland solle keine U-Boote für Atomsprengköpfe an Israel liefern, auch wenn man damit ausnahmsweise nicht das Kriegswaffenkontrollgesetz brechen würde
  • das Verdikt „Antisemitismus“ sei geläufig

Solch ein „Hasspamphlet“ und ein „Vermächtnis von Verdrehungen und Verirrungen“ ist natürlich völlig widerlich. Noch dazu bringt Grass den völlig absurden Vorschlag, die IAEA sollte iranische und israelische Atomanlagen inspizieren. Als würde von israelischen Atombomben eine Gefahr ausgehen, wie lächerlich. Immerhin habe Israel noch nie eine Atombombe gezündet – im Gegensatz zum Iran natürlich. Israel sei außerdem ein demokratischer Staat, und wie wir alle wissen wurden nur zweimal tatsächlich Atombomben eingesetzt, nämlich von der diktatorischen Sowjetunion und nicht etwa von der demokratischen USA.

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17 Kommentare zu “Grasse israelische Regierung!

  1. […] 5. April 2012 Nach dem gestrigen satirisch gehaltenen Artikel möchte ich nochmal ernster auf das Thema Israel eingehen. Es ist meiner Meinung nach Fakt, dass […]

  2. bravo56 sagt:

    Eben. Wenn man kein Antisemit sein will, muss man das so sehen 😉

    • Alien sagt:

      Wenn man das wirklich so sehen muss, bin ich wohl ein homophiler Antisemit 😉
      Ich mag Juden und Israelis, genauso wie alle anderen Menschen, weil sie Menschen sind, aber ich kann viele Entscheidungen der israelischen Regierung dennoch nicht gut heißen. Wenn das schon Antisemitismus ist, wundert es mich nicht, das der so weit verbreitet ist.

  3. Joan sagt:

    Naja. Ahmadinedschad als „Maulhelden“ abzutun halte ich schon für eine Verharmlosung, die niemandem einfach so passiert. Es muss ja nicht zwingend Antisemitismus sein, aber eine gewisse Verkehrung von Ursache und Wirkung sehe ich da durchaus. Die Garnitur „man wird doch wohl noch sagen dürfen“ macht´s nicht besser…

    • Herr Daimon sagt:

      Ich denke, dass man Ahmadinedschad durchaus als Maulhelden bezeichnen darf, wenn auch die Formulierung etwas überspitzt ist. Denn hinter ihm stehen jene, die wirklich gefährlich sind: Die realitätsfernen iranischen Ajatollahs. Auch wenn dann und wann Zeichen eines internen Machtkampfes zu sehen sind, bleibt er doch eher das Gesicht des Regimes, nicht aber die Hand.

      Zum Thema Ursache und Wirkung muss man erst untersuchen, wo der Kreislauf überhaupt begonnen hat. War es mit der Polemik Ahmadinedschad? Oder nicht eher noch viel früher? Ehrlicherweise müsste man sagen, dass sich der Beginn des Ursache-Wirkung-Kreislaufs nicht mehr eruieren lässt. Ist aber insofern auch unwichtig. Wichtig ist nur, wie JETZT weiter verfahren wird. Und da gibt es keine kindischen Schuldzuweisungen, sondern nur Taten des Entgegenkommens.

    • Alien sagt:

      Da muss ich dir erstmal Recht geben. Ich finde aber,

      „Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag,
      der das von einem Maulhelden unterjochte
      und zum organisierten Jubel gelenkte
      iranische Volk auslöschen könnte,
      weil in dessen Machtbereich der Bau
      einer Atombombe vermutet wird.“

      dass das „unterjocht“ die Verharmlosung wieder wett macht. Denn jemand der unterjocht ist nicht harmlos.

  4. Joan sagt:

    @Herr Daimon: zugegebenermaßen kenne ich mich mit iranischer Innenpolitik wenig aus. Der Aussage, dass es nur Taten des Entgegenkommens geben kann, ist natürlich kaum zu widersprechen, allerdings deucht mir, dass Iran da auch erst mal ein bisschen Entgegenkommen zeigen könnte.

    @Alien: Jetzt hab ich mir das ganze Ding tatsächlich nochmal durchgelesen. Mich würde mal interessieren, ob das mit dem „Verursacher der erkennbaren Gefahr“ absichtlich im Doppeldeutigen gelassen wurde. Wobei, weiter unten ist ja dann eindeutig Israel am gefährdeten Weltfrieden schuld. Und das verstehe ich nicht – wenn man ankündigt, sich zu verteidigen, dann liegt die Gefahr doch bei demjenigen, von dem der potenzielle Angriff ausgeht. (Nota bene: ich bin strikt gegen atomare Erstschläge.) Oder, um es mal juristisch zu sagen: Der Verhaltensstörer ist in meinen Augen schon eher der Iran.

  5. essess sagt:

    Die Entrüstung über das Israel-Gedicht von Günter Grass hält an. Bei der überwiegend scharfen Kritik fällt nicht zuletzt ins Gewicht, dass der vierundachtzigjährige Literaturnobelpreisträger mehr als sechs Jahrzehnte verschwiegen hat, dass er als Junge in die Waffen-SS eingezogen wurde; erst 2006 sprach er darüber. Auch die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff findet gegenüber der F.A.Z. deutliche Worte, wenn sie Grass vorwirft: „Die eigene SS-Nähe verschweigen, sich unermüdlich zum Lehrmeister Deutschlands aufschwingen, Konrad Adenauer schmähen, obwohl der eben gerade kein Nazi gewesen war, und nun den Israelis vorwerfen, sie wollten alle Iraner auslöschen“.

    • Alien sagt:

      Genau das ist es, was ich meine. Grass wird aufgrund seiner Person kritisiert. Nicht aufgrund der Aussagen im Gedicht. Die sind nur ein willkommener Anlass über ihn herzuziehen. Ob er das verdient hat oder nicht hat mit dem Gedicht nichts zu tun.

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