Eine Welt!

In einem früheren Artikel habe ich beschrieben, warum ich Staatsgrenzen nicht ausstehen kann. Es gibt ja immer wieder allerlei xenophobe Ideen, dass wir ohne Grenzkontrollen „überschwemmt“ werden von einer „Welle“ aus Menschen. Manche labern auch davon, dass Europa schwarz werden würde, und plappern damit dem irren weißen Gaddafi nach. Ich halte das für vollkommen übertriebene Panikmache.

In einer Welt, wie sie meiner Meinung nach sein sollte, kann jeder Mensch sich eine Wohnung nehmen und eine Arbeit suchen, wo er will. Weltweit.

Seit es Grenzöffnungen gibt, Schengen etc., haben davon vor allem wirtschaftlich denkende Unternehmen profitiert. Leider nicht unbedingt immer im Sinne des Allgemeinwohls. Wenn ausländische Arbeiter ausgebeutet werden, und sich nicht gerichtlich wehren, da sie sonst abgeschoben werden, und gleichzeitig hierfür keine Leute zu anständigen Löhnen eingestellt werden (was die Konkurrenten, die anständig bezahlen belastet), ist das ein unhaltbarer Zustand. Mit der Grenzöffnung für die Wirtschaft hätte eigentlich auch eine Grenzöffnung für Gewerkschaften und Sozialstaaten einhergehen müssen. Dies ist nicht (oder zu wenig) passiert.

Deshalb wird die Globalisierung von vielen Menschen so negativ wahr genommen. Sie passiert nur in einer Ebene – der wirtschaftlichen.

Wichtig ist daher, dass sich eben auch die soziale Ebene globalisiert – und, nicht zu vergessen, die demokratische. Langfristig führt kein Weg an einer demokratischen Weltregierung vorbei, die sich auch um soziale Mindeststandards kümmert. In dieser Nation – genannt Erde – hätten wir heute übrigens kein Demographieproblem für die Rente. Das Demographieproblem geht in die andere Richtung, nämlich Überbevölkerung. Dies würde durch bessere Grundversorgung wahrscheinlich gelöst. So wie es auch in Europa weniger Geburten gab, als sich die medizinische Versorgung verbessert hatte.

Momentan geht die Entwicklung (meistens immerhin) in die richtige Richtung. Wo früher Stadtmauern waren, sind jetzt häufig Parks. Wo früher Schlagbäume zu anderen Ländern waren, stehen jetzt nur noch Schilder mit dem Landesnamen. Gegenteilige Entwicklungen lassen sich leider auch beobachten, wie z.B. in Israel. Aber im Vergleich sieht man, wie wichtig grenzenlose Freiheit für den Frieden ist. Seit Ende des zweiten Weltkrieges leben wir in der ganzen EU in Frieden. Das grenzt schon fast an ein Wunder, wenn man die europäische Geschichte betrachtet. In Israel wird auch erst dann dauerhafter Frieden herrschen, wenn die Mauern eingerissen sind. Diese bieten im Moment vielleicht einen gewissen Schutz der israelischen Bevölkerung, aber von Frieden kann hier keine Rede sein.

Eine Welt, ohne Grenzen bedeutet:

  • Keine Toten bei Grenzkontrollen oder illegalen Grenzübertrittsversuchen
  • keine Schleuserbanden / Menschenhandel
  • Freiheit

Ich hoffe sehr, dass ich das noch erleben darf.

Machts gut!

Euer Alien

 

PS: Beim Suchen nach dem Titel des Artikels bei Google bin ich auf die Partei EINE WELT gestoßen. Auch wenn man nicht mit allen Details einverstanden sein muss, handeln sie in genau die richtige Richtung.

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3 Kommentare zu “Eine Welt!

  1. Horst sagt:

    „Ich hoffe sehr, dass ich das noch erleben darf!“
    Träum weiter…ich träume mit.

  2. […] Familie. Schlepper und Menschenhändler verdienen sich aufgrund dieser Gesetze eine goldene Nase. Keine Grenzen, keine Schlepper. Unsere Angst vor Fremden ist aber leider größer als unsere Menschlichkeit. Die christliche […]

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