Warum ist die Bibel etwas Besonderes?

Nachdem ich hier schon einmal geschrieben habe, wie problematisch es ist, die Bibel „richtig“ zu interpretieren, möchte ich erst mal wissen, wieso ein Christ die Bibel für ein heiliges Buch hält. Wieso glaubt er, dass dieses Buch irgend etwas über den wahren Gott aussagt? Warum gerade die Bibel, und nicht irgend ein anderes Buch?

Bitte, sagt es mir! Ich will es wirklich verstehen. (Es dürfen natürlich auch Nicht-Christen antworten).

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31 Kommentare zu “Warum ist die Bibel etwas Besonderes?

  1. Violet Teki sagt:

    Die Bibel ist schlicht und einfach etwas Besonderes, weil sie alt ist, eine Sammlung von Geschichten, Mythen aus tausenden Jahren Menschheitsgeschichte (vor allem das Alte Testament). Ich interpretiere das Alte Testament eher im Sinne Erich v. Dänikens, als Geschichten über Götter, Ausserirdische, die auf die Erde kamen und die damals noch sehr unterentwickelten Menschen lehrten, nutzten und benutzten, in ihre Intrigen einbanden, dadurch entstanden Halbgötter und das Wissen der Ausserirdischen verblasste nach und nach, als diese die Welt verliessen (siehe Ägypten – die ersten Pyramiden waren perfekt, die letzten erbärmlich – auch wenn die Geschichtslehre das anders behauptet). Das Neue Testament ist eine Ansage, gegen diese Götzen (diese Außerirdischen „Götter“) anzukämpfen, denn es gibt nur einen „Gott“ und der ist in dir – die universelle Kraft, der Kosmos, Bewusstsein, Bewusstheit – nichts anderes wollte Jesus sagen.
    Dass seine Worte verdreht, die Evangelien verändert, nur gesiebt und kontrolliert im Neuen Testament erschienen, ist der teuflische Beitrag der Katholischen Kirche.
    Trotz allem bleibt die Bibel und alle ihre nicht veröffentlichten Teile (Apokryphen, andere Evangelien, …) ein Gesamtkunstwerk. Wer sie wörtlich auslegt und dadurch versucht, sie ins Lächerliche zu ziehen, der oder die ist halt von einfachen Gemüt und leicht zu amüsieren und hat meines Erachtens genauso wenig verstanden, wie die, die sie wörtlich auslegen und jeden Beistrich mit Gewalt beachten wollen.
    http://neuespiritualitaet.wordpress.com
    http://gesellschaftswandel.wordpress.com

    • Alien sagt:

      Danke für deinen Kommentar.

      „Die Bibel ist schlicht und einfach etwas Besonderes, weil sie alt ist“

      Ich sehe ja ein, dass die Bibel was Besonderes ist, aber nicht, dass sie uns irgend etwas über Gott erzählt.

      „Ausserirdische, die auf die Erde kamen“

      Gibt es dafür irgend einen Beleg? Meines Wissens nach hat Däniken das zwar so interpretiert, aber nicht einen einzigen stichhaltigen Beweis geliefert.

      „nichts anderes wollte Jesus sagen“

      Wie gesagt, ich kann mir schon vorstellen, dass unter anderem sinnvolle Sachen drinstehen, aber ein göttlich inspiriertes Werk ist sie bestimmt nicht, zumindest nicht mehr, als andere Bücher, die die Phantasie (und damit das Bewusstsein) nutzen um Kreativität zu Papier zu bringen.

      „Trotz allem bleibt die Bibel und alle ihre nicht veröffentlichten Teile (Apokryphen, andere Evangelien, …) ein Gesamtkunstwerk.“

      Literarisch interessant sicherlich, aber wichtiger oder besser als andere Bücher? Ich weiß nicht.

      • Violet Teki sagt:

        Ja, großartig wichtiger oder besser nicht wirklich. Es gibt halt nur wenig vergleichbares vom Alter des Entstehens her, nur im Osten, Tao te King, Bhagavad Gita, Upanishaden …. Natürlich enthält die Bibel halt auch durchaus gut beschriebene Gleichnisse, Sprüche ,…. und ich denke für viele Menschen hatte und hat sie doch inspirierende Funktion ….

      • Heinz sagt:

        @Alien
        „‚Ausserirdische, die auf die Erde kamen‘

        Gibt es dafür irgend einen Beleg? Meines Wissens nach hat Däniken das zwar so interpretiert, aber nicht einen einzigen stichhaltigen Beweis geliefert.“

        Natürlich sind Aliens auf der Erde gelandet – irgendwo musst du ja auch hergekommen sein 😉

  2. […] sortier das mal unter “Stöckchen” ein, weil es af ne Frage auf nem anderen Blog zurückgeht, die ich hier beantworten will. Die Fragen, es sind eigentlich mehrere, […]

  3. Anonymous sagt:

    Alle Religionen haben,weil sie es brauchen ihre **Heiligen-Buecher** Die Anhaenger halten alle die IHRE heiligeSchrieft fuer was besonderes,weil sie es glauben wollen.Wenn es wegen des Wahrheitsgehalts heilig waehre,muessten die gesammelten Werke der Gebrueder Grimm die heiligsten sein,deren Wahrheits gehalt ist wahrscheinlich mindesten genau so hoch(oder gar Hoeher)als all die *Heiligenbuecher*zusammen. Die Heiligenbuecher sind,sowie die jeweilige Lehre(Gelehrt oder mehr Ausgeleert?)Menschenwerk,vieles,wenn nicht dasmeiste,ist von aelteren Religionen „Abgekupfert“,dass darauf hinweisen bringt bei Glaeubigen nichts,und,z.B.die kath.Kirche behaubte einfach,der Teufel kennt die Zukunft und hat in der Vergangenheit diese „FALSCHEN“alte Religionen geschaffen.Was ist bloss mit diesem Gott,der sich das gefallen laesst?ER,heist es ist doch Allmaechtig und kennt auch die Zukunft,noch schlimmer,hat er doch selbst den Teufel(Luzifer) geschaffen.

    • Simsala Naseweis sagt:

      Er ist nicht nur Allmächtig sondern zudem auch Allwissend – sagt man.
      Das Problem ist dabei schon, das verschiedene Handlungsweisen von diesem angeblichen Gott völlig unlogisch sind; ob nun die Sintflut oder die Vernichtung von Sodom die zur Vernichtung vieler Lebewesen geführt hat. Was Violet Teki bezüglich Ausserirdischer angedeutet hat, hat E.v.D. zwar berichtet, aber es steht förmlich in der Bibel, jeder kann es nachlesen.
      Auch steht dort eine Passage bei der Zerstörung von Sodom , das die Frau von Lot nur noch als Schatten ihrer selbst auf dem Felsen zu sehen war und als Salzsäule beschrieben wurde. Das deutet darauf hin – wie man es übrigens auch in Hiroshima sehen konnte – das dort Kernwaffen zum Einsatz kamen.
      Sehen wir einmal, was in 1.Mose 19 24-25 steht:

      „Wer dir in der Stadt zugehört, den führe hinaus von diesem Ort! Denn wir werden diesen Ort verderben, weil das Geschrei über sie groß ist vor dem HERRN; und der HERR hat uns gesandt, sie zu verderben.“

      Der Herr, also Gott, läßt also mit Helfershelfern die Stadt zerstören -warum, wenn er doch allmächtig ist? Und warum überhaupt, wo er doch schon hätte wissen müssen, dass genau dieses Szenario passiert?
      Im übrigen war alles zeitlich geplant, sonst wäre Lot und seine Familie nicht so gedrängt worden, was sicherlich deutlich ist.

      „Da ließ der HERR Schwefel und Feuer regnen auf Sodom und Gomorra, vom HERRN, vom Himmel herab, und kehrte die Städte um und die ganze Umgebung und alle Einwohner der Städte und was auf dem Lande gewachsen war.“

      Ein konventioneller „Sprengsatz“ wäre dazu nicht in der Lage gewesen; weltweit gibt es übrigen Hinweise darauf, das man schon zu früheren zeit Kernwaffen verwendet hat. Wie sicherlich bekannt ist, sind bei Atomwaffenversuchen in den USA verglaste Sande entdeckt worden, die grünlich – milchig sind. Gleiches Material hat man mitten im südamerikanischen Dschungel entdeckt, wo heute nur noch eine Ruine steht, die einst einen Pyramide war. Auch hat man in Ägypten derartiges entdeckt wie auch an vielen anderen Stellen auf der Erde.
      Verglasungen benötigen ein Unmenge an Hitze, um sie entstehen zu lassen. Aber das nur am Rande, was jedoch den Gedanken zu Ausserirdischen schon nährt.

      Die Bibel an sich ist in großen Teilen erst sehr viel später geschrieben worden, einige Bücher wurden erst um 400 n.Chr. geschrieben und je nach Wunsch ausgetauscht, vollständig aus der Bibel verbannt. Der Wunsch der Kirche wurde durchgesetzt, um so zu erziehen wie man es für richtig hielt.
      Vergleichen wir nun die Religionen und ihre Bücher, stossen wir auch auf sehr viele Gemeinsamkeiten, wobei Personen lediglich andere Namen bekamen, die Handlungen dort aber identisch sind.
      Bemerkenswert ist dabei, das diese Völker mit den verschiedensten Religionen nicht unbedingt Kontakt miteinander hatten oder haben konnten, doch gleichsam von gleichen Kontakten mit „Göttern“ zu berichten wußten. Und da ist ein Knackpunkt, denn schon die Bibel spricht nicht von einem, sondern von mehreren Göttern – je nach Übersetzung und Zugehörigkeit der Gläubigen.
      Bei Mose 1.1 steht nämlich Wort für Wort:

      “ Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht. “

      „Lasset UNS“ bedeutet ja sicher, das da nicht nur einer, sondern mehrere beteiligt gewesen sein müssen.

      Ob die Bibel nun tatsächlich ein wichtiges Buch ist, muß jeder für sich selbst entscheiden. Was jedoch an der Bibel merkwürdig ist: Die identischen Dinge – jeweils nur mit anderen namen – wurden schon von den Babylonien und Sumerern aufgezeichnet. Die Bibel ist demnach lediglich eine Kopie von vielen älteren Geschichten, denen lediglich einige hinzugefügt wurden. Bei den hinzugefügten beziehen sich die Aussagen auf Hörensagen, lediglich bei Hesekiel wird aus der eigenen Sicht erzählt; und zwar sehr datailliert

  4. Christina sagt:

    2007/2008 wurde in der Arche Hamburg eine Predigtreihe über die Grundlagen des Glaubens gehalten. Sehr interessant.

    http://www.arche-stiftung.de/arche-tv/fernsehkanzel.htm

    Unter anderem geht es da auch um Deine Frage hier. Also wenn es Dich wirklich interessiert, dann schau mal hier:

    http://www.arche-stiftung.de/arche-tv/fernsehkanzel-2007-07.htm

    • Alien sagt:

      Danke, die Frage wird hier beantwortet, ich zitiere:

      Eine andere Frage, die uns immer wieder gestellt wird, lautet: Woher wißt ihr eigentlich, daß
      die Bibel Gottes Wort ist? Welche Beweise habt ihr? Das ist ganz einfach. Die Bibel selbst
      beansprucht, Gottes Wort zu sein.

      Ich dachte ja nicht, dass es möglich ist, aber anscheinend kapieren manche Leute tatsächlich nicht das Prinzip des Zirkelschlusses.

      In der Bibel steht also, dass sie das Wort Gottes ist, deshalb ist die Bibel das Wort Gottes!?!?!?!

      Wenn der Angeklagte sagt, er lüge nicht, dann lügt er nicht?

      • Christina sagt:

        Bist Du wirklich ernsthaft interessiert?

        An Deiner Stelle hätte ich mal alle Kapitel gelesen und nicht gleich nach dem ersten Stolperstein (aus Deiner Perspektive verständlich) das Handtuch geworfen. Dann wärst Du jetzt etwas schlauer!

        • Alien sagt:

          Na also Stolperstein ist ziemlich untertrieben, wenn man elementarste Logik missachtet. Aber gut, ich habe weiter gelesen.

          Zusammengefasst muss man sich also nur der Bibel unterwerfen, und dann erleuchtet einen der Heilige Geist, woraufhin man weiß, dass die Bibel Gottes Wort ist. Ist das so etwa richtig?

          • Christina sagt:

            Ich schreib noch was dazu, vielleicht morgen, denn ich muß jetzt den Platz am PC räumen.

            • Christina sagt:

              Ich kann mir schon vorstellen, dass Dich das nicht so ganz befriedigt. Vielleicht solltest Du noch ein bißchen tiefer graben. Es gibt noch gute andere Gründe der Bibel zu vertrauen. Ich habe heute Nacht zum großen Teil wach gelegen und hatte Zeit zu überlegen, was hier vielleicht weiterhelfen könnte. Dabei sind mir zwei Bücher in den Sinn gekommen, die ich Dir sehr empfehlen möchte und die Dich auch nichts kosten (zumindest kein Geld).

              Das erste hier habe ich selbst zu Hause im Regal zu stehen und natürlich auch gelesen. Es trägt den Titel “Ist die Bibel Wahrheit?” Indizien und Betätigungen für die Vertrauenswürdigkeit der Bibel von William MacDonald

              http://www.betanien.de/Material/Wahrheit.pdf

              Das zweite Buch kannst Du Dir auch kostenlos herunterladen (PDF unter dem Bild anklicken). Es ist vielleicht besonders interessant für Dich, weil es von einem ehemaligen Atheisten geschrieben wurde, der sich eines Tages vorgenommen hatte, die Absurdität der Bibel nachzuweisen und am Ende seiner Recherche zu der Erkentnis gekommen ist, dass die Bibel absolut wahr ist. Das Buch ist sozusagen in Form eines Indizienbeweises geschrieben (er selbst ist nämlich Jurist, glaube ich jetzt jedenfalls mal, ich habe das Buch selbst noch nicht gelesen, nur überflogen).

              http://www.clv.de/index.php?sid=b41524f1c9f6063901b51626a8596b9e&cl=details&cnid=fda40ebfcec827150.08616270&anid=531&pgNr=2&listtype=list

              Er ist wohl auch nicht der Einzige, dem es so ergangen ist. William MacDonald erzählt in seinem Buch auch ähnliches:

              “Zu einer Zeit, als man sagte, der Deismus (eine Religions­auffassung, die lehrt, Gott greife nicht in das Weltgesche­hen ein und der Mensch könne sich selber erlösen) habe in den gebildeten Klassen Englands triumphiert, galten die angesehenen Juristen Lord Lyttleton und Gilbert West als zwei der größten Verfechter des Rationalismus. Diese zwei brillanten Rechtsanwälte wurden als Champions da­rin gefeiert, alles Übernatürliche in der Bibel zu leugnen und solchen den Mund zu stopfen, die für die Bibel als das Wort Gottes eintraten. Eines Tages trafen die beiden sich in Lord Lyttletons Privaträumen, um ihre Pläne zu besprechen und einen vereinten Angriff auf die Wunder der Bibel vorzubereiten.

              West erklärte, dass sie ihren Standpunkt niemals durch­setzen können, solange sie sich nicht mit der Auferstehung Christi beschäftigt und sie als bloße Legende erwiesen ha­ben. Lyttleton hingegen hatte entdeckt, dass die Bekehrung von Saulus das größte Hindernis für ihre Lehre darstellte. Diese in der Apostelgeschichte überlieferte Bekehrungsge­schichte musste ebenfalls als »Mythos« widerlegt werden. Sie kamen überein, dass sie beide jeweils ein Buch schrei­ben wollten: West ein Buch, das bewies, dass Christus nicht von den Toten auferstanden ist, und Lyttletons Buch sollte beweisen, dass Saulus von Tarsus nicht so bekehrt wurde, wie es in der Apostelgeschichte überliefert ist.

              So begannen sie beide mit ihrem vereinten Angriff auf die biblischen Lehren von Christi Auferstehung und von Saulus bemerkenswerter Bekehrung durch die Kraft des verherrlichten Christus. Als angesehene Rechtsanwälte beschlossen sie bei dieser Besprechung vor Beginn ihrer Arbeit, dass sie »die Bedingung auferlegen, die Indizien zu untersuchen«, die die Bibel für diese beiden histori­schen Tatsachen liefert, für Christi Auferstehung und für Saulus’ Bekehrung.
              Bei einer weiteren Besprechung einige Zeit später ge­stand West gegenüber Lyttleton ein, dass sein Studium der Bibel »seinen Standpunkt etwas erschüttert« habe. Lyttle­ton sagte, er sei überrascht, dass »an der Bekehrung von Saulus doch irgendetwas dran sein muss«.

              Nach ein paar Monaten trafen sie sich wiederum, und als West gefragt wurde, ob er sein Buch fertiggestellt habe, antwortete er: »Ja, aber es ist anders als erwartet. Als ich die Indizien für die Auferstehung Christi untersuchte und sie gemäß den anerkannten Gesetzen der Beweisführung erwog, wurde ich überzeugt, dass er tatsächlich von den Toten auferstand, so wie die Bibel es berichtet. Mein Buch ist nun ein Bekenntnis, dass ich daran glaube.«

              Und Lord Lyttleton sagte: »Auch ich bin überzeugt worden, dass Saulus von Tarsus so bekehrt wurde, wie es in der Apostelgeschichte steht, und dass der christliche Glaube der Bibel wahr ist.« Diese beiden Bücher wurden daraufhin gedruckt und befinden sich heute noch in eini­gen Bibliotheken.” (Beispiel entnommen aus: Ist die Bibel Wahrheit?, William MacDonald, S. 87/88)

              Und als letztes noch ein Buch, auch kostenlos downloadbar:

              http://www.clv.de/index.php?sid=b41524f1c9f6063901b51626a8596b9e&cl=details&cnid=fda40ebfcec827150.08616270&anid=488&pgNr=2

              Ich hoffe, ich konnte Dir damit weiterhelfen. 🙂

              Beste Grüße

      • Heinz sagt:

        „In der Bibel steht also, dass sie das Wort Gottes ist, deshalb ist die Bibel das Wort Gottes!“
        Du hast es verstanden, mehr ist es wirklich nicht – Glückwunsch 🙂

        • Alien sagt:

          Ich hatte halt auf irgend eine Sinnvollere Begründung gehofft, aber bisher konnte mir keiner eine liefern, was vermutlich daran liegt, dass es keine gibt.

  5. Ginny sagt:

    Ich denke, das liegt wie schon gesagt daran, dass die Bibel eben alt ist und alte Geschichten erzählt. Praktischerweise sind diese Geschichten so alt, dass es schlicht nicht möglich ist, sie auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, weswegen man entweder daran glauben oder es lassen muss. Oder man denkt nicht darüber nach, weil man eh nicht dahinter kommen wird.

    Ausserdem ist das Christentum eine Gemeinschaft und jede Gemeinschaft braucht ihre Regeln. Was tut man also am Besten, um diese Regeln zu verbreiten? Na ja, heute würde man wahrscheinlich eher ’ne Fernsehserie darüber drehen, aber damals schrieb man eben ein Buch. Ich muss aber zugeben, die Bibel selbst nie komplett gelesen zu haben, dafür war mein persönliches Interesse daran zu klein, schon allein weil ich dieses „ich glaube an die heilige katholische Kirche…“ im Glaubensbekenntnis für ’nen sehr schlechten Witz halte. Die Kirche ist ein Haus! Wieso glauben Menschen an ein Haus?!

    Allerdings kenne ich einige Stellen daraus aus meinem früheren Kommunionsunterricht, Religionsunterricht und habe teils auch einfach so darin gelesen. Letzteres mache ich heute nicht mehr, aber nicht wegen der Bibel selbst, sondern weil ich keine besitze und mich der katholischen Religionsgemeinschaft nicht mehr zugehörig fühle. Ich denke, dies ist nachvollziehbar, wenn man Teile der Bibel kennt und mal ein bisschen in Geschichte aufgepasst hat, denn diese Religiongemeinschaft handelt dermaßen gegen ihre Prinzipien (Hexenverfolgung, Sündenfreikauf, heute noch Kirchensteuer – das ist echt unchristlich, liebe Leute!), dass es für mich menschlich nicht vertretbar ist. Die Bibel ist durchaus lehrreich und viele Menschen sollten sich zumindest die meisten der 10 Gebote mal zu Herzen nehmen. Du sollst nicht lügen, Du sollst nicht töten, Du sollst Deine Mutter und Deinen Vater ehren (ausser in Ausnahmefällen, z.B. wenn sie ihre Kinder schlagen oder missbrauchen), Du sollst nicht begehren Deines nächsten Hab‘ und Gut, Du sollst nicht ehebrechen. Das sind doch gute Vorsätze, oder? Daher finde ich die Bibel an sich – bis auf einige Stellen – durchaus annehmbar. Als Richtlinie für Menschlichkeit, nicht als Wort Gottes!

    Darüber, ob ich an Gott glaube, habe ich ehrlich gesagt seit meinem 10. Lebensjahr nicht mehr nachgedacht, weil es für mich keine Rolle mehr spielt. Ich glaube an mich, meine Lieben und das Leben. Dementsprechend kann ich leider nicht beantworten, ob die Bibel das Wort Gottes ist, denke aber ehrlich gesagt, dass man diese Frage auch gar nicht beantworten kann. Mit Fakten ist es auf jeden Fall nicht belegbar, also muss wohl jeder selbst entscheiden, wie er darüber denkt. Für mich steht für Gott die Hoffnung und Güte in jedem Menschen, nicht mehr und nicht weniger, so interpretiere ich auch die Bibel. Es geht bei jeder Religion mehr oder weniger darum, dass die Menschen etwas brauchen, woran sie glauben können, um zu leben. Sei es Gott, Liebe, sich selbst, die Familie, irgendwas. Frage: Wieso willst Du das nur von der Bibel wissen und nicht von anderen heiligen Büchern, z.B. dem Koran oder der Tora?

    Grüße von einer sehr unreligiösen Noch-Katholikin, die nie in die Kirche geht 😀

    • Alien sagt:

      „Wieso willst Du das nur von der Bibel wissen und nicht von anderen heiligen Büchern, z.B. dem Koran oder der Tora?“

      Mich interessiert das bei jeder heiligen Schrift, aber ich bin unter sich christlich nennenden Menschen aufgewachsen, und ich kenne die Bibel einfach besser als die anderen Bücher. Von daher: Gute Anregung, wenn mir ein Jude oder ein Muslim erklären kann, warum seine jeweilige heilige Schrift das Wort Gottes ist, immer her damit.

  6. Ginny sagt:

    Christina, es ist ja sehr schön, dass Du so fest daran glaubst. Ich finde es auch wirklich bewundernswert, dass Du so für Deinen Glauben einstehst, aber dass viele Menschen davon überzeugt sind, ist kein Beweis dafür, dass irgendetwas davon stimmt oder das Wort Gottes ist. Hitler überzeugte die Deutschen und noch einige andere Nationen davon, dass alle Juden vergast werden müssen, was meine Meinung nach nur beweist, wie beeinflussbar die Menschen sind. Ich habe die Bücher jetzt nicht extra runter geladen und gelesen, falls da echte Beweise drinstehen, kannst Du sie mir gerne zeigen, ich lasse mich mit Freuden eines besseren belehren.

    • Christina sagt:

      Du hast vollkommen Recht, nur weil viele Menschen von etwas überzeugt sind, ist das noch lange kein Beweis dafür, das es stimmt. Das mit Hitler ist ein gutes Beispiel, das habe ich auch schon mal des öfteren verwendet.

      Zu den Büchern muß ich sagen, dass Du die Dir schon mal selber zu Gemüte ziehen mußt. Das von William MacDonald ist ja gar nicht so umfangreich (und sehr gut) und bei den anderen, nun ja ich habe das letzte gar nicht gelesen (nur für Euch jetzt hier so angeführt) und das von dem ehemaligen Atheisten habe ich nur überflogen und teilweise gelesen. Das scheint aber sehr gut und ausführlich zu sein.

      Außerdem sind die Bücher auch in Kapitel eingeteilt. Da kann man ja auch einfach mal so blättern und das lesen, was einen interessiert oder besonders ins Auge fällt.

      Schönen Sonntagabend noch!

  7. Rowen sagt:

    Ich habe die Bibel gelesen. Ganz. Ich habe mir 13 Jahre lang zu meinen Schulzeiten angehört wie die Religionslehrer immer wieder predigen, dass das Buch von Menschen geschrieben wurde – was ja auch stimmt – aber gleichzeitig reihenweise ausflippen wenn man Textstellen dazu infrage stellt.
    Es ist „Die Heilige Schrift“ weil es nüchtern betrachtet dazu ernannt worden ist. Das Alte Testament wurde größtenteils von Mönchen aufgeschrieben und die jeweilige politische Situation hat auf den Text abgefärbt (ich muss mir nur „Das Buch der Richter“ und was darauf folgt ansehen), sodass unsere Religionslehrerin uns darüber aufgeklärt hat dass man bei ihrem Studium zumindest eine Zeittafel benutzt hat um die Auszüge einordnen zu können.
    Wieso es genau dieses Buch ist und kein anderes? Ich denke mir das so, dass es halt das erste war, was in dem Sprachraum des Geschehens zusammengetragen wurde. Und wenn sich erst einmal eine Tradition eingebürgert hat …
    Für mich ist das Buch ungefähr so heilig wie mein Kochbuch oder ein biliges Porno-Heftchen. Nach meiner Definition von „heilig“ kann nichts heilig sein, was wir selbst geschaffen haben. Der Mensch ist mit Fehlern behaftet und daher muss auch jedes Werk von uns genauso fehlerhaft sein. Es ist ein altes Buch, und es schreibt viel über die damalige Ansicht von Gott, aber die muss nicht automatisch richtig sein. Das ist eher wie mit den Lemmingen, nur weil alle über die Klippe springen muss das nicht sofort eine gute Idee sein.
    Jesus‘ Worte können manchmal noch so treffend sein, oder auch nicht. An einer Stelle (Mk 11,12-14.20-25) verflucht er mal so eben einen Feigenbaum, daran gehen alle Lehrer seltsamerweise dran vorbei. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass wirklich alles in Gleichnissen geschehen ist. Soll das nun wirklich für Israel stehen, kann er nicht einfach mal wütend gewesen sein? Bei Dichtern findet man auch mehr Stilmittel als diese bewusst eingebaut haben. Meiner Meinung nach wird viel zu viel herumgedeutelt.
    Wer gibt mir die Garantie,dass genau diese Deutung richtig ist? Will ich die Bergpredigt so deuten, dass wir nichts gegen unsere Balken im Auge tun können oder will ich es so sehen, dass er bewusst überzieht um abzuschrecken? Ich finde es schlimm dass Theologen auf der einen Seite zehn verschiedene Deutungsansätze für einen Text schreiben können aber auf der anderen Seite alles als perfekt einstufen.
    Nach dem Alten Testament darf übrigens jeder mit Stretch-Hosen gesteinigt werden, weil diese aus zwei verschiedenen Stoffen (Baumwolle und Synthetik) bestehen. Jesus hat selbst irgendwo erwähnt, dass er die alten Gesetze nicht aufhebt … viel Spaß beim Kleiderkauf.

    • Christina sagt:

      Darf ich Dich auch mal was fragen? Wo hast Du denn den hahnebüchenen Unsinn her, dass das AT von Mönchen geschrieben wurde? Wie lange gibt es denn schon Mönche und wie alt sind die ältesten Funde des AT (z. B. Qumran-Rollen)? Ich habe ja schon eine Menge Unsinn bezüglich der Bibel gehört, aber das höre ich jetzt echt zum ersten Male.

      Ich staune, dass hier sonst niemand was dazu geschrieben hat. Gilt unter Atheisten etwa, Hauptsache gegen die Bibel, Wahrheit ist nicht so wichtig? 🙂

      “Wer gibt mir die Garantie,dass genau diese Deutung richtig ist? Will ich die Bergpredigt so deuten, dass wir nichts gegen unsere Balken im Auge tun können oder will ich es so sehen, dass er bewusst überzieht um abzuschrecken? “

      Ich habe dafür noch nie eine andere Deutung gehört, als die, die auch ganz offensichtlich aus dem Text hervorgeht, nämlich: Man sieht sehr schnell die Fehler der Anderen (und wenn sie noch so klein sind), aber für seine eigenen ist man blind (auch wenn sie die Größe eines Balkens haben).Und man sollte sich erstmal um seine eigenen Sünden kümmern, bevor man auf den anderen schaut.

      “Nach dem Alten Testament darf übrigens jeder mit Stretch-Hosen gesteinigt werden, weil diese aus zwei verschiedenen Stoffen (Baumwolle und Synthetik) bestehen. Jesus hat selbst irgendwo erwähnt, dass er die alten Gesetze nicht aufhebt … viel Spaß beim Kleiderkauf. “

      Stimmt, Jesus hat die alten Gesetze nicht aufgehoben – er hat sie erfüllt! Denn er selbst lebte noch im alten Bund. Doch durch seinen Tod und seine Auferstehung ist nun der neue Bund inkraft getreten. Das mit den verschiedenen Stoffen im alten Bund, sowie viele andere Sachen bezog sich nur auf das Volk Israel und hatte übrigens einen Grund. Gott bezweckte mit diesen Vorschriften etwas. Das Volk Israel sollte stets daran erinnert werden, dass es als von Gott ausgesondert heilig leben sollte. Sie sollten und durften sich nicht mit den umliegenden Götzendienst betreibenden Völkern vermischen (keine zweierlei Stoffe, keine zweierlei Samen usw.)

      Gut dazu zu lesen ist der Kommentar von Jens-Peter (es ist der 2. Kommentar von oben, den als “Beste Antwort” ausgegebenen könnt Ihr getrost überspringen – ist Unsinn)

      http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20110222121153AAkV82k

      • Rowen sagt:

        ‚tschuldigung, „Mönch“ ist das falsche Wort, es waren adäquat ausgedrückt „religiös Gelehrte“. So besser? Es fängt bereits bei der Schöpfungsgeschichte an. Gen 1.1 bis 2.4 sind schriftlich gesehen jünger als 2.4 bis 2.25. Das kann man belegen indem man sich den ursprünglichen Text der Bibel ansieht. (Wurde auch belegt – und die Bibel ist schließlich nicht original auf Deutsch geschrieben.)
        Nun, es gibt zu der Bergpredigt sogar mindestens ganze zehn Deutungsansätze, wir haben jedenfalls so viele behandelt. Es geht nicht nur um den Inhalt, sondern auch um die Konsequenz, wie man sich nach der Feldrede zu verhalten hat, und da sind sehrwohl mehrere Ansätze möglich.
        „Stimmt, Jesus hat die alten Gesetze nicht aufgehoben – er hat sie erfüllt! Denn er selbst lebte noch im alten Bund. Doch durch seinen Tod und seine Auferstehung ist nun der neue Bund inkraft getreten.“ Gib mir doch bitte einen wissenschaftlichen Beweis für deine „Auferstehung“. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass es EINEN Jesus gab der auf Golgatha starb – ob es DER Jesus ist, so wie er dargestellt wurde wage ich schon zu bezweifeln. Aber für „Auferstehung“ hätte ich dann schon gern mehr Beweise als ein verstaubtes Buch. Ich kann schließlich auch alles mögliche niederschreiben, woran ich denke – das heißt nicht dass es auch wahr ist.
        Woher ich sowas habe? Aus dem Religionsunterricht natürlich. In einem guten Unterricht bekommt man Hintergründe zur Entstehungszeit und zum Schreibstil dazu, uns wurden sogar schon aramäische Stilmittel genauer erklärt. Wenn dir bei einem Link die Kommentare nicht passen, wieso kopierst du das dann überhaupt?
        Beim nächsten Mal bitte übrigens ein Auszug aus einem Theologiebuch und nicht eine Diskussion von Yahoo. Sollte genug geben, wo Theologie doch so ein beliebtes Studienfach ist.

      • Rowen sagt:

        http://www.ev-theologie.uni-wuerzburg.de/Downloads/Buntfuss/Deutungen%20der%20Bergpredigt.pdf hier hast du nach gefühlten 10 Sekunden Suche schonmal sechs Deutungen zur Bergpredigt – und das wenigstens von einer Universität und nicht „Yahoo“.

  8. […] der Debatte “Warum ist die Bibel etwas Besonderes?” auf dieser Seite sehe ich mich mal dazu motiviert, etwas über die Kirchen zu […]

    • Christina sagt:

      [….] „möchte ich erst mal wissen, wieso ein Christ die Bibel für ein heiliges Buch hält. Wieso glaubt er, dass dieses Buch irgend etwas über den wahren Gott aussagt? Warum gerade die Bibel, und nicht irgend ein anderes Buch?“

      Gerade habe ich noch etwas zum diesem Thema gelesen, das einen Aspekt anspricht, an den ich selbst bisher noch gar nicht gedacht habe. Und da ich diesen Aha-Effekt verspürte, möchte ich den Beitrag hier noch als Schwanz mit dranhängen. Exklusiv für Euch. :

      Was würde wohl die Echtheit Gottes auszeichnen? Ein Merkmal wäre bestimmt dieses, dass der wahre Gott sich über die Jahrtausende der Menschheitsgeschichte am deutlichsten offenbart hätte. Von einem richtigen Gott würde man erwarten, dass Er sich gegen alle anderen Götter (oder besser gesagt Gottesvorstellungen) behauptet hätte indem Er ihnen jegliche Bedeutung entzöge und sie in Vergessenheit geraten ließe. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass Gott genau das getan hat.

      Bruce K. Waltke, der Autor von An Old Testament Theology: An Exegetical, Canonical and Thematic Approach, schreibt in Bezug auf die Einzigartigkeit Gottes (Waltke übersetzt den Eigennamen Gottes Jahwe mit „Ich Bin“):

      Die Einzigartigkeit der Bibel liegt in „Ich Bins“ Treue. Gottes Treue wohnt in seiner Fähigkeit das zu bewirken, was er versprochen hat. Diese Tatsache, in Verbindung mit der Bevollmächtigung des Heiligen Geistes, erklärt, warum „Ich Bin“ alleine von allen Göttern der biblischen Welt weiterlebt. Wo ist Enlil der Sumerer, Shamash der alten Babylonier, Assur der Assyrier, Kemosch der Moabiter, Amon der Ägypter, Baal der Kanaaniter, Marduk der Neo-Babylonier oder Zeus der Griechen? Sie starben alle, aber der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs und der Vater unseres Herrn Jesus Christus bewohnt heute die Bitten und den Lobpreis der Kirche. Obwohl seine Leute oft Untreue belegen, bleibt er ihnen doch treu. (Waltke, S.45, übersetzt vom Autor)

      Gott hatte recht, als Er sagte:

      Und die Götzen – mit ihnen ist es völlig aus. Jesaja 2,18

      Sofern die von Waltke angeführten Völker überhaupt noch existieren, haben ihre Götter jedenfalls nicht ihr Land vor Unruhen und Chaos verschonen können, wie wir es heute deutlich an Griechenland und Ägypten sehen können.

      Im Gegensatz dazu wird Gottes Treue sichtbar in der Anbetung der Gläubigen aus aller Herren Länder inmitten aller Unordnung dieser Welt.

      Jahwe hat eine Gemeinde – Baal nicht!

      Quelle: http://schriftgelehrt.de/gottes-treue/

  9. drbruddler sagt:

    Ich emppfehle zu diesem Thema diesen LinK
    http://www.theologe.de/theologe14.htm
    denn damit lssen sich die angesprochenen Widersprüche leichter erklären. Ich sehe das im Moment so.
    Es handelt sich um eine Lehre der Liebe und Versöhnung in der die Antowort fehlt, wie man sich in einer Welt zurechtfinden kann, die diese Verhaltenswese durch Gewalt und Zerstörung ignoriert. Durch die Sünde werden Schuldgefühle aufgebaut, zu einer Tat (Sünde) obwohl es dazu keinen Leitfaden gibt, welcher Weg der richtige wäre. Demnach ist eigentlich nur der Matyrertod die einzige Lösung, alles andere wäre ertragen in Demut und damit Sklaverei.

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